Station 11: Zentrum für psychiatrische Rehabilitation
Prof. Dr. Walter Schmitt wurde 1971 von der Universität des Saarlandes zur Wahrnehmung der Aufgaben des Chefarztes an den SHG-Kliniken Sonnenberg freigestellt. Er galt als engagierter Vertreter sozialpsychiatrischer Ideen und sollte eine Landesnervenklinik im Saarland errichten. Das Problem der psychiatrischen Unterversorgung im Saarland war in den Fokus gerückt. Bis dahin waren lediglich das Landeskrankenhaus Merzig und die Universitätsklinik in Homburg für die Aufnahme psychisch Kranker zuständig, und beklagten eine zunehmende Überlastung.
Am 2. Januar 1971 wurde an den Heilstätten Sonnenberg die sozialpsychiatrische Klinik als akademisches Lehrkrankenhaus eröffnet. Das therapeutische Team leistete Pionierarbeit und entwickelte ein Konzept, das von medizinischen, psychotherapeutischen und sozialpsychiatrischen Anteilen geprägt wurde. Nach diesem Konzept arbeiteten sieben Stationen, u. a. eine Rehabilitationsstation.

Pergola ATZ

Reha Einrichtungen
Parallel zum stationären Angebot wurde ein differenziertes und breites extramurales Angebot entwickelt und umgesetzt. Man arbeitete nach einem Behandlungskonzept, das neben der medizinischen Gesundung, die berufliche und soziale Wiedereingliederung zum Ziel hatte. Wichtig war es, den stationären Patienten gleitende Übergänge in einem festen Bezugsrahmen zu ermöglichen. Allerdings reichte das Platzangebot hierfür nicht aus. 1978 erfolgte die Grundsteinlegung für eine Einrichtung, die als Rehabilitationszentrum die medizinische, soziale und berufliche Wiedereingliederung von Patienten fördern sollte. Die beiden Neubauten des heutigen Arbeitstrainingszentrums (ATZ) und Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK) waren 1981 und 1983 fertiggestellt und boten Platz für ein Schwimmbad, eine Sporthalle und Therapieräume sowie Funktionsbereiche für Berufstraining und ein Internat. Alle diese Angebote bestehen weiterhin.
Wir gehen nun aber den Berg weiter nach unten.
