Adoleszente-Station

Die Adoleszenz ist die Lebensphase des Übergangs von Kindheit und Jugend zum Erwachsensein. Sie ist durch Umbrüche und Veränderungen gekennzeichnet, die von großer Bedeutung für die weitere psychische Entwicklung sind. Nicht selten kommt es in dieser Zeit zu krisenhaften Zuspitzungen, die eine Hilfe erforderlich machen, psychiatrische Erkrankungen können erstmals auftreten oder sich verschlechtern.

Um dem besonderen Unterstützungsbedarf in der Adoleszenz gerecht zu werden gibt es auf dem Sonnenberg seit 2009 in Kooperation der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie die Adoleszentenstation.

Prof. Dr. med. Eva Möhler

Chefärztin
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Seidl

Chefarzt
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Kontakt

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Telefon +49(0)681/889-2473
Fax +49(0)681/889-2474
sekr.psychiatriethou-shalt-not-spamsb.shg-kliniken.de

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Telefon +49(0)6805/928-20
Fax +49(0)6805/928-240
sekr.kjpthou-shalt-not-spamsb.shg-kliniken.de


Adresse

SHG-Kliniken Sonnenberg
Sonnenbergstraße 10
D-66119 Saarbrücken


Übersicht

Das umfassende Angebot der Adoleszentenstation ist auf die besondere psychische und soziale Situation der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgerichtet. Mögliche Problembereiche wie Schwierigkeiten in der Selbstakzeptanz und im zwischenmenschlichen Bereich, Selbstverletzungen, schädlicher Gebrauch von Drogen oder problematischen Essverhalten können im Rahmen eines individualisierten Therapieplanes angegangen werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die differenzialdiagnostische Abklärung und (Früh-)Erkennung von Erkrankungen wie ADHS, Borderline-Störungen, Psychosen, Depressionen oder bipolaren Störungen.

Die Behandlung erfolgt durch ein erfahrenes, multiprofessionelles Team aus Ärzten, Psychologen, Pflegekräfte, Erziehern, Sozialarbeitern und Fachtherapeuten. Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie ist das Stationsmilieu mit einem stützenden äußeren Rahmen und einem hohen Maß an Kontinuität. Über die Kontakte mit dem den Teammitgliedern und den Mitpatienten werden Beziehungsmuster reflektiert und neue Beziehungserfahrungen ermöglicht. Die Therapieplanung kombiniert verschiedene Bausteine, unter anderem Einzel- und Gruppenpsychotherapie, indikative Gruppen, Fachtherapien wie Ergotherapie, Sporttherapie oder Erlebnistherapie sowie außerklinische Therapieaufgaben.

Darüber hinaus finden Belastungserprobungen statt, in deren Rahmen die Patienten die in den Therapien erworbenen Fähigkeiten umsetzen und ihre sozialen Kontakte stärken können. Wenn möglich werden zudem Angehörigenberatungen angeboten. Wenn eine medikamentöse Therapie erforderlich ist, erfolgen zuvor ausführliche Gespräche mit dem Patienten, ggf. auch mit den Sorgeberechtigten, um über die Behandlung aufzuklären und das Einverständnis einzuholen. Für die schulpflichtigen Patienten ist Schulunterricht verpflichtend. Es wird Beschulung im Rahmen des stationären Aufenthaltes durch einen Berufsschullehrer angeboten. 

Auf der Adoleszenten-Station werden Jugendliche und junge Erwachsene mit multiplen psychosozialen Problemlagen und daraus resultierenden Folgestörungen behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die differentialdiagnostische Abklärung bei unklaren Krankheits- und Störungsbildern und hier insbesondere die Früherkennung von Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis. Ausschlusskriterien für die Aufnahme auf der Adoleszenten-Station sind unter anderem aktiven Suchterkrankungen, fehlender Wohnsitz, bereits manifeste Psychosen oder affektive Störungen sowie fehlende Behandlungsmotivation. Die Aufnahme erfolgt in der Regel elektiv nach einem Vorgespräch.

Die Station ist eingebettet in die weitläufige Anlage der SHG-Kliniken Sonnenberg, deren diagnostische und therapeutische Möglichkeiten mit genutzt werden können. Verkehrstechnisch ist das Gelände mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Unterbringung auf der Adoleszentenstation erfolgt überwiegend in Einbettzimmern.