Station 1: Parkhaus

Inmitten großer Buchenwälder gelegen, 288 m über dem Meeresspiegel und mit einem herrlichen Blick über das Saartal sollte eine Heilstätte entstehen zur Aufnahme von 100 an Tuberkulose erkrankten Männern. Dies war um 1888 der Ursprungsgedanke und Initialzündung zur Errichtung der Heilstätte Sonnenberg. Wenn Sie heute vom Parkhausdach den Blick streifen lassen, kann man diese Vision der Vergangenheit verstehen. Von der besonderen Lage und dem fantastischen Ausblick profitieren seit 125 Jahren Patienten und Mitarbeitende der Heilstätten Sonnenberg gleichermaßen.

Tuberkulose galt lange als die „Geißel der Menschheit“. Weder im Landkreis Saarbrücken noch im Südwesten des Rheinlandes und auch nicht in Lothringen – das damalige Reichsland unter deutscher Verwaltung – gab es eine spezialisierte Heilstätte. Das lag wohl auch daran, dass es zu dieser Zeit keine wirklichen ärztlichen Spezialisten für diese Krankheit gab. Die neue Heilstätte sollte diese Versorgungslücke schließen. Die Deutsch-Französische Freundschaft und grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde der SHG quasi in die Wiege gelegt.



Inmitten großer Buchenwälder gelegen, 288 m über dem Meeresspiegel und mit einem herrlichen Blick über das Saartal sollte eine Heilstätte entstehen zur Aufnahme von 100 an Tuberkulose erkrankten Männern. Dies war um 1888 der Ursprungsgedanke und Initialzündung zur Errichtung der Heilstätte Sonnenberg. Wenn Sie heute vom Parkhausdach den Blick streifen lassen, kann man diese Vision der Vergangenheit verstehen. Von der besonderen Lage und dem fantastischen Ausblick profitieren seit 125 Jahren Patienten und Mitarbeitende der Heilstätten Sonnenberg gleichermaßen.

Tuberkulose galt lange als die „Geißel der Menschheit“. Weder im Landkreis Saarbrücken noch im Südwesten des Rheinlandes und auch nicht in Lothringen – das damalige Reichsland unter deutscher Verwaltung – gab es eine spezialisierte Heilstätte. Das lag wohl auch daran, dass es zu dieser Zeit keine wirklichen ärztlichen Spezialisten für diese Krankheit gab. Die neue Heilstätte sollte diese Versorgungslücke schließen. Die Deutsch-Französische Freundschaft und grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde der SHG quasi in die Wiege gelegt.

Aber zurück zu den Anfängen: Gerade im industriellen Saarland häuften sich die Tuberkulosefälle bei Bergarbeitern und Hüttenleuten. So scheint es eine Herzensangelegenheit des damaligen Landrates Backe gewesen zu sein, der gefährlichen Volksseuche in seiner Heimat Einhalt zu gebieten. Ihm ist es zu verdanken, dass am 10. April 1901 die Heilstätte Sonnenberg als eine gemeinnützige, über Spenden finanzierte, Tuberkuloseklinik ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Unterstützung für sein Vorhaben hatte er u.a. bei der Großindustrie, bei der Knappschaft und Hüttenknappschaft, bei der Landesversicherungsanstalt für die Rheinprovinz, Wohlfahrtsämtern und Regierungsstellen gefunden. Hier stand aber vermutlich weniger der großherzige Gedanke des Helfens im Vordergrund, sondern wohl eher der Wunsch, die Arbeitsfähigkeit, wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum, wieder herzustellen. Im Durchschnitt überlebten die Kranken ihre Kuren nicht länger als fünf Jahre.  Aber die Arbeitsaufnahme, auch wenn die Krankheit sich wieder verschlechterte, war immer noch besser – oder günstiger – als Invalidität.

Bei Eröffnung der Heilstätte kümmerten sich ein leitender Arzt, ein Assistenzarzt und zwei Schwestern um die Kranken. Unterstützt wurden sie dabei von sieben weiblichen Dienstboten, einer Köchin, einer Wäscherin, einer Wirtschafterin sowie einem Maschinisten und Heizer, einem Hilfsheizer und einem Bademeister, der gleichzeitig als Labordiener fungierte. Eine sehr überschaubare Anzahl an Mitarbeitenden, die – für diese Zeit selbstverständlich - an der Heilstätte wohnten. Mittlerweile sind rd. 1500 Personen bei den SHG-Kliniken Sonnenberg beschäftigt, von denen keiner hier wohnt und erst recht  nicht rund-um-die-Uhr abrufbar ist. Es war also dringend erforderlich, dieses Parkhaus zu bauen für die vielen Menschen, die das Gelände täglich aufsuchen. 2011 erfolgte der Spatenstich und bereits ein Jahr später konnten die ersten Autos einfahren. Der Beginn einer 14 Jahre umfassenden Umbauphase.

Aber schauen Sie von hieraus zunächst auf die Zufahrtsstraße der Klinik. Dort steht das heutige Verwaltungsgebäude als letzter Zeuge der Gründungsphase. Dort treffen wir uns auf unserem Rundgang wieder.

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