Wir informieren

/ Klinikum Idar-Oberstein

Alkohol? Nein danke – dem ungeborenen Kind zuliebe!

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie informiert über Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft.

Idar-Oberstein. Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (KJPP) unter Leitung der Chefärztin Dr. med. Melanie Blum veranstaltet am 15. April 2026 um 18 Uhr einen Informationsabend zu Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD), einer Gruppe lebenslanger, nicht heilbarer körperlicher und geistiger Behinderungen, die durch Alkoholkonsum der werdenden Mutter in der Schwangerschaft verursacht werden. Die Veranstaltung findet im Hörsaal des Klinikums statt und ist für alle Interessierte offen. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Chefärztin der KJPP Dr. med. Melanie Bluhm, die Oberärztin Fatima Meza Urzua sowie die Leitende Psychologin des stationären Bereichs Lisa Kloos gehen in ihren Vorträgen auf Häufigkeit und Bedeutung von Fetalen Alkoholspektrumstörungen, Risikofaktoren in der Schwangerschaft, klinische Merkmale sowie diagnostische Aspekte ein. Die Veranstaltung greift ein präventionsrelevantes Thema mit hoher gesellschaftlicher Tragweite auf. Im Anschluss an die Vorträge besteht die Gelegenheit für Fragen und Austausch mit den Expertinnen der KJPP.

Fetale Alkoholspektrumstörungen entstehen durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft und gehören zu den häufigsten angeborenen Entwicklungsstörungen. Alkohol kann bereits in geringen Mengen die Entwicklung des kindlichen Gehirns beeinträchtigen und zu lebenslangen Schwierigkeiten führen. Betroffene Kinder und Jugendliche haben häufig Probleme mit Aufmerksamkeit, Impulskontrolle, Lernen und sozialem Verhalten. Da die Beeinträchtigungen oft nicht sofort sichtbar sind, bleiben viele Fälle lange unerkannt oder werden mit anderen Störungsbildern wie ADHS verwechselt. Eine frühzeitige DIagnose und ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Hirnentwicklungsstörung können jedoch wesentlich dazu beitragen, betroffene Kinder und ihre Bezugspersonen gezielt zu unterstützen. Gleichzeitig gilt: FASD sind vollständig vermeidbar - die sicherste Empfehlung während der Schwangerschaft lautet, ganz auf Alkohol zu verzichten.

Portraitfoto Dr. med. Melanie Bluhm
Dr. med. Melanie Bluhm, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie