Klinik für Neurologie

Dr. med. Thomas Vaterrodt
Chefarzt
Facharzt für Neurologie, Rehabilitationswesen, Palliativmedizin, Ärztliches Qualitätsmanagement
Weiterbildungsbefugnis


Die Klinik verfügt über umfangreiche diagnostische Möglichkeiten zur Klärung neurologischer, internistischer und rehabilitativer Fragestellungen.
Die Aufnahme erfolgt auf Zuweisung des Haus- oder Nervenarztes oder als nahtlose Verlegung aus der Primärklinik. Eine Antragstellung bei Kostenträgern ist nicht erforderlich (§108 SGB V)

In der Klinik für Neurologie der SHG-Kliniken Sonnenberg verstehen wir uns als einen Baustein in der Behandlungskette mit den regionalen ambulanten Versorgern. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation zu den anderen umliegenden Krankenhäusern und ihren Fachabteilungen (z. B. Nuklearmedizin, Urologie, Orthopädie, Neurochirurgie).


Sprechzeiten, Ambulanztermine

Sprechzeiten
Termine nach Vereinbarung

Besuchszeiten
 
Planen Sie im Interesse der Patienten Ihren Besuch in der Zeit ab 15.30 Uhr und nicht nach 17 Uhr.


Ambulanztermine
Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr
Freitag von 8 bis 15 Uhr
Termine nach Vereinbarung


Kontakt

Anke Metzger
Telefon +49(0)681/889-2410
Fax +49(0)681/889-2458
sekr.neurologiethou-shalt-not-spamsb.shg-kliniken.de


Adresse

SHG-Kliniken Sonnenberg
Sonnenbergstraße 10
D-66119 Saarbrücken


Übersicht

Diagnostik und Behandlung folgender Erkrankungen und ihrer Folgezustände

  • Parkinson-Erkrankung und andere Bewegungsstörungen
  • Altersepilepsie
  • Multiple Sklerose
  • Schmerzsyndrome
  • Neurologische Frührehabilitation nach Schlaganfall, Hirntrauma, Hirnblutung, Hirntumoren

Funktionsdiagnostik

  • Ultraschalldiagnostik der Hirn- und Halsgefäße, der Nerven und Muskeln
  • EEG (Elektroencephalogramm), Videoaufzeichnung, Langzeit-EEG
  • NLG (Nervenleitgeschwindigkeit), EMG (Elektromyographie)
  • MEP, VEP, SEP, AEP (Magnetisch, visuell, somatosensibel, akustisch evozierte Potentiale)
  • Tremoranalyse
  • Schlafscreening
  • Endoskopische videogestützte Schluckuntersuchung
  • Neuropsychologische Test-Diagnostik
  • Bildgebende Diagnostik (u.a. CT, MRT, konventionelles Röntgen)
  • Internistische Zusatzdiagnostik (Endoskopie, Ultraschall, Labor…)

Allgemeines Therapiekonzept: Auf der Basis einer ausführlichen therapeutischen Befundung werden Behandlungsziele festgelegt, die sich an der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) orientieren, und entsprechende Therapiemaßnahmen abgeleitet.

Hauptziel aller Maßnahmen, die in Abstimmung aller Therapiebereiche erfolgen, ist es, dem Patienten Aktivitäten zu ermöglichen, die seine Teilhabe am sozialen Leben verbessern. Wegen der Komplexität der Zusammenhänge (Lebenssituation, altersspezifische Besonderheiten, z. B. Wechselwirkungen von Medikamenten, Leistungseinbußen im Gedächtnis) bedarf es eines multimodalen Therapieansatzes.
Um dies realisieren zu können, arbeiten die Fachärzte der Klinik zusammen mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychotherapeuten, Sozialarbeitern und speziell ausgebildeten Pflegekräften.

Physiotherapie
Schwerpunkte der physiotherapeutischen Arbeit sind neben der vegetativen Stabilisierung, die Steigerung der Vigilanz, sowie eine frühestmögliche Mobilisation und der Aufbau von Haltungskontrolle, um funktionelle Bewegungen möglich bzw. leichter zu machen.  

Die Physiotherapie in der Neurologie nutzt die neuronale Plastizität, um über den Aufbau von Haltungskontrolle das "Bild der inneren Repräsentation" so zu verändern, dass normale bzw. normalere Bewegung wieder möglich wird.

Das Basiskonzept im therapeutischen Bereich bildet das Bobath-Konzept. Durch eine Vielzahl von Fortbildungen hat das Therapeutenteam die Behandlungsmöglichkeiten ergänzt und erweitert, sodass die therapeutischen Angebote individuell auf den Patienten angepasst werden können. Weitere therapeutische Verfahren sind:

  • LSVT-BIG-Therapie
  • PNF (propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation)
  • FOTT (Facio-orale Trakt-Therapie nach Kay Coombes)
  • Basale Stimulation
  • Manuelle Lymphdrainage
  • Manuelle Therapie
  • Kinesio-Taping
  • Sensibilitätstraining durch Einsatz unterschiedlicher Materialien
  • Alltagstraining

Ergotherapie
Schwerpunkte der ergotherapeutischen Arbeit sind der Abbau von Wahrnehmungsstörungen und die Behandlung von Funktionsstörungen, um eine Verbesserung von Alltagsaktivitäten zu erreichen.
Dabei  fördert der Aufbau von Haltungskontrolle die Durchführung von Aktivitäten des täglichen Lebens, wie Waschen/Anziehen, Nahrungsaufnahme, Lesen und Schreiben.
Auch der Einsatz von Hilfsmitteln und das Einüben des Umgangs mit diesen fördert eine größtmögliche Selbständigkeit bzw. eine weniger große Abhängigkeit von Hilfe durch Angehörige oder Pflegepersonal.
 
Logopädie
Um eine größtmögliche Wiederherstellung der Primärfunktionen und der Kommunikationsfähigkeit zu erlangen, umfassen die logopädischen Angebote die Behandlung von Schluckstörungen, Sprach- und Sprechauffälligkeiten sowie die Therapie stimmlicher Beeinträchtigungen.

Zur genaueren Diagnostik von Schluckstörungen besteht die Möglichkeit der fiberendoskopischen Schluckdiagnostik (FEES). Hierbei finden sich häufig interdisziplinäre Überschneidungen (z.B. motorische, kognitive, visuelle Probleme, etc.) ein Zusammentreffen verschiedener logopädisch behandlungsbedürftiger Auffälligkeiten. So gestaltet sich für Logopäden die Arbeit wegen der Zusammenarbeit mit anderen Teildisziplinen ganzheitlich.

Kontakt
Gerd Zimmer
Therapieleitung Neurologie
Telefon +49(0)681/889-1610
g.zimmerthou-shalt-not-spamsb.shg-kliniken.de

Die Neuropsychologie untersucht und behandelt kognitiv-emotionale Defizite, sowie Anpassungsprobleme nach Hirnverletzungen beispielsweise durch Schlaganfall, Hirnblutungen, Schädelhirntraumen oder auch chronisch progredienten Erkrankungen wie Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson.

In Therapie und Diagnostik kommen neben psychotherapeutisch orientierten Verfahren, Paper-Pencil und computergestützte Verfahren zum Einsatz.

Eine spezielle Fragestellung ist die Fahreignung nach FeV in der Folge von Hirnschädigungen.
Ebenso werden die Angehörigen, sofern notwendig und erwünscht, bei der Bewältigung der aktuellen Probleme betreut.

Weiterbildungsbefugnis
Die Neurologie und neurologische Frührehabilitation wurden durch die Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) als Klinik zur Weiterbildung in klinischer Neuropsychologie anerkannt. Dipl.-Psych. Dipl.-Päd. Ludger Neumann-Zielke verfügt über die Weiterbildungsbefugnisse gemäß WBO (2010) der pks

Kontakt
Dipl.-Psych. Dipl.-Päd. Ludger Neumann-Zielke
Telefon +49(0)681/889-2803
l.neumannzthou-shalt-not-spamsb.shg-kliniken.de

Die Abteilung für Frührehabilitation (Phase B) der Neurologischen Klinik Sonnenberg behandelt bewusstlose oder schwer bewusstseinsgestörte Patienten bis hin zu Patienten im sogenannten Wachkoma. Die Patienten werden in der Regel von anderen Kliniken zugewiesen und benötigen keine gesonderte Kostenzusage der Krankenkasse.  Überwiegend stammen die zugewiesenen Patienten aus der Region, der Einzugsbereich reicht aber bis in den Rhein-Main-Neckar Raum, ins benachbarte Frankreich und nach Luxemburg. Die für die Weiterbehandlung erforderlichen Informationen werden in einem speziellen ärztlichen Befundbogen an uns übermittelt. Zu Beginn der neurologischen Frührehabilitation besteht eine wesentliche Aufgabe darin, das oftmals komplizierte und facettenreiche Störungs- und Krankheitsbild genau in einem ganzheitlichen Sinn zu erfassen. Hieraus wird ein auf den einzelnen Patienten zugeschnittener Behandlungsplan mit Kurz-, mittelfristigen-  und Langzeitzielen entwickelt, der im Verlauf an die Bedürfnisse und Entwicklung des Patienten angepasst wird.
Nicht nur der Patient sondern gerade auch Partner, Kinder  und Angehörige  leiden in der Regel unter dem schweren Schicksalsschlag. Im Team können sie Verständnis, Begleitung und Stütze ebenso wie kompetente Beratung und alltagspraktische Anleitung finden. Sie werden soweit wie möglich und erwünscht  in die Therapie einbezogen und lernen insbesondere den Patienten emotional zu unterstützen. Um die in  dieser Phase wichtige Dichte und Intensivität der Behandlung zu gewährleisten, bedarf es eines hohen apparativen und  personellen Einsatzes auf hohem Qualitätsniveau.

Es braucht aber auch häufig geradezu maßgeschneiderte Hilfsmittel und auch oftmals unkonventionelle Ideen, um der Situation des einzelnen Patienten gerecht zu werden. Durch ständigen Erfahrungsaustausch innerhalb des Teams können die richtigen Akzente und Prioritäten für den Verlauf der Frührehabilitationsbehandlung gesetzt werden. Möglichst frühzeitig wird der weitere Weg des Patienten gemeinschaftlich beraten und erarbeitet. Hierbei leistet nicht zuletzt der Sozialdienst im Kontakt mit Angehörigen und Kostenträgern wichtige Beiträge.
Gelingt es deutliche Fortschritte zu erzielen,  kann eine weiterführende Rehabilitation, in der Regel eine Rehamaßnahme in der sogenannten Phase C in die Wege geleitet werden.
Wenn der zuvor  skizzierte Weg der neurologischen Frührehabilitation gelingt, kann in etwa 70 % der Fälle die ansonsten drohende Schwerstpflegebedürftigkeit auf  Dauer verhindert und Selbständigkeit in unterschiedlichem Umfang erreicht werden.
Grundlage der Frührehabilitation ist die Vorstellung, dass motorische Funktionen im Gehirn teils mehrfach vorhanden sind und gestörte Funktionen von nicht-betroffenen Arealen durch funktionelle Umorganisation und strukturellen Umbau übernommen werden ("Neuroplastizität").
Die Behandlung erfolgt im multiprofessionellen Team (Neurologen, Internisten, spezialisierte Therapeuten, rehabilitativ geschultes Pflegepersonal, Sozialdienst). Dies ist erforderlich um dem ganzheitlichen Ansatz gerecht zu werden und anhand von Therapiezielen einen Rehabilitationsplan für die Ebenen "Impairment", "Activity", "Participation" zu erstellen.

Ein besonderes Angebot unseres Hauses ist die Parkinson-Komplexbehandlung. Hierbei erfolgen neben einer umfassenden ärztlichen Betreuung intensive Therapien über einen Zeitraum von zumeist zwei bis drei Wochen. Die Parkinson-Komplexbehandlung erfolgt auf Einweisung durch den Facharzt oder den Hausarzt.
Die ärztlichen, psychologischen, pflegerischen und begleittherapeutischen Mitarbeiter der Klinik für Neurologie verfügen über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung von Bewegungsstörungen und stellen eine Behandlung auch dann sicher, wenn das Erkrankungsbild schon weit fortgeschritten ist.

Gemeinsam mit unseren Patienten erarbeiten wir individuelle Therapieziele und einen Behandlungsplan, der zu einer Verbesserung von Lebensqualität und Eigenständigkeit führen soll. In den wöchentlichen Teamsitzungen werden die formulierten Therapieziele und die Hindernisse auf dem Weg zu diesen Zielen evaluiert und neue Ziele ihrer Therapie formuliert.

Medikamentöse Therapie
Zunächst wird die aktuelle Medikation des Patienten durch einen neurologischen Facharzt überprüft und, wenn nötig, angepasst. Darüber hinaus kann der Wirkstoff auch über ein Pumpensystem appliziert werden. In der Klinik liegen Erfahrungen vor, sowohl mit der Apomorphin- Pumpe/Pen als auch mit der DuoDopa-Pumpe.
Patienten mit THS (tiefe Hirn Stimulation) können computergestützt individuell angepasst werden.

Individuelle Cotherapien
Das Training erfolgt in mehrfach täglichen spezialisierten Einzel- und Gruppentherapien. Die Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Psychotherapeuten verfügen über spezielle Zusatzausbildungen in der Behandlung der parkinsonschen Erkrankung.

Unsere Stationen

Die Klinik verfügt über umfangreiche diagnostische Möglichkeiten zur Klärung neurologischer, internistischer und rehabilitativer Fragestellungen. Ziel der Ausgestaltung der Bereiche ist der Mittelweg zwischen hoher Funktionalität und krankenhausfreier Atmosphäre.

Zur Verfügung stehen 50 Betten in Doppel- und Einzelzimmern, ausgestattet mit behindertenfreundlicher Nasszelle, Fernseher und teilweise Internetanschluss.

28 Behandlungsplätze sind zur Intensivüberwachung geeignet und mit Sauerstoff- und Druckluftversorgung, Vital Monitoring, elektrisch höhenverstellbaren Betten mit hautschonenden Matratzen und zentraler Überwachungseinheit ausgestattet.
Wichtig sind uns die kurzen Wege, um eine optimale Zeit am Patienten verbringen zu können. Daher befinden sich Arztzimmer, Sprechzimmer für den Sozialdienst, Aufenthaltsbereich für Angehörige und Therapieräume (Einzel- und Gruppentherapieräume, Entspannungsraum,  computergestütztes Hirnleistungstraining, Fahrsimulator, Therapeutisches Laufband, Hilfsmittelpool) auf Abteilungsebene.

Außerhalb der Abteilung stehen den Patienten darüber hinaus noch ein Bewegungsbad und eine Sporthalle zur Verfügung.

Team

Dr. med. Bernhard Meyer

Leitender Oberarzt
Schwerpunkte: Leitung Neurosonologisches Labor, Neurodegenerative Erkrankungen, Verhaltensneurologie/ klinische Neuropsychologie, Neurotraumatologische Begutachtungen, Psychotherapie und Psychosomatik in der Neurologie, Rehabilitationsmedizin

Dr. med. Thomas Busch

Oberarzt
Schwerpunkte: Leiter des Neurophysiologischen Labors, Endoskopische Schluckuntersuchung, Spastiktherapie, Botulinumtoxin, Medikamentenpumpen, Tiefe Hirnstimulation, Fahreignungsuntersuchung und -begutachtung, Rehabilitationsmedizin

Christina Lauer

Funktionsoberärztin
Schwerpunkte: Parkinson und Bewegungsstörungen (Medikamentenpumpen, Tiefe Hirnstimulation), Schlafscreening, Endoskopische Schluckuntersuchung

Informationen