Merzig. Nach einer Kleingefäßvaskulitis des Zentralen Nervensystems stand für Johannes Schaneng plötzlich alles still. Die seltene, entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems hatte innerhalb kurzer Zeit zu massiven Einschränkungen geführt – von Lähmungserscheinungen mit Rollstuhlpflichtigkeit, über Koordinationsstörungen bis hin zu Ängsten. Doch was zunächst wie ein unüberwindbarer Einschnitt erschien, entwickelte sich dank einer eng abgestimmten, interdisziplinären Versorgung zu einer Erfolgsgeschichte.
Zentraler Ausgangspunkt der Diagnostik und Therapie ist die sektorübergreifende neurologische Behandlung durch das ambulante Team des MVZ Merzig mit Herrn Dr. Hornof und den neurologischen Kollegen des Krankenhauses in Trier, um den Entzündungsprozess im Gehirn möglichst effektiv zu kontrollieren. Neben den medikamentösen Therapiestrategien war der sehr hohe Rehabilitationsbedarf des noch jungen Patienten offenkundig und erforderte eine im Alltag praktikable, dauerhafte und wohnortnahe interdisziplinäre Betreuung durch Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten sowie Heilmittelanbieter.
Dies konnte durch das Engagement des ambulanten Therapiezentrums unter Leitung von Herrn Dirk Kimenai erreicht werden, wo Physiotherapeuten an der Wiederherstellung von Mobilität, Kraft und Gleichgewicht arbeiten und Ergotherapeuten den Schwerpunkt auf alltagspraktische Fähigkeiten legen. Schritt für Schritt lernt Herr Schaneng Bewegungsabläufe neu zu koordinieren und verloren gegangene Funktionen zurückzugewinnen. „Gerade bei neurologischen Erkrankungen dieser Art ist die Kontinuität der Therapie entscheidend“, erklärt Dirk Kimenai. „Es geht nicht nur um einzelne Übungen, sondern um ein Gesamtkonzept, das den Menschen in seiner Lebensrealität abholt.“
Ein zusätzlicher Baustein im Therapiekonzept ist die individuelle Versorgung mit Hilfsmitteln. In enger Abstimmung wurden mit der Fa. Sanisaar und Fa. Lattrich passgenaue Lösungen entwickelt, die die Mobilität unterstützten. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten aus Medizin, Therapie und Handwerk zeigt wie eine moderne, individuelle und patientenzentrierte Versorgung vor Ort funktionieren kann.
Heute ist der Herr Schaneng wieder auf den Beinen – im wahrsten Sinne des Wortes. Der lange Weg der Rehabilitation ist noch nicht abgeschlossen, aber die Fortschritte sind deutlich sichtbar.
Ein Beispiel, das Mut macht – und zeigt, wie wichtig ein starkes Netzwerk und die Zusammenarbeit aller Leistungserbringer des Gesundsheitswesen vor Ort ist.

