ASV-urologische Tumoren-Saar

Die ambulante Spezialfachärztliche Versorgung (ASV) ist ein Angebot für Patientinnen und Patienten mit urologischen Tumoren mit dem Ziel, deren Versorgung zu verbessern. Im Sommer 2019 ist die erste saarländische urologische ASV als ASV-urologische Tumoren-SAAR gegründet worden und startete am 1. April 2020. In diesem ASV-Team arbeiten Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen aus Kliniken und Praxen Hand in Hand in einem sektor-übergreifenden interdisziplinären Kernteam zusammen. Je nach Erkrankung und Erfordernis stehen Fachärztinnen und Fachärzte sowie onkologische Psychotherapeuten/ innen zur Verfügung, um für unsere Patientinnen und Patienten ein optimales Behandlungsergebnis und eine umfassende onkologische Versorgung zu gewährleisten.

Alle Teammitglieder müssen hohe Qualifikationsanforderungen erfüllen. Bei der Behandlung orientieren sie sich an medizinisch-wissenschaftlich anerkannten und qualitativ hochwertigen Leitlinien, die auf der jeweils besten verfügbaren Evidenz basieren.

Kontakt

Sabine Mege 
Patientenmanagement & Medizincontrolling
Telefon +49(0)6898/12-2438
Fax +49(0)6898/12-2485
asv-urologiethou-shalt-not-spamvk.shg-kliniken.de


Adresse

SHG-Kliniken Völklingen
Richardstraße 5-9
D-66333 Völklingen

Parkhaus/Eingang
Pasteurstraße 11a


Leistungsspektrum

In die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung können Patienten und Patientinnen mit gesicherten bösartigen Erkrankungen der Harnblase, der Prostata, Hoden, Niere und Nebenniere überwiesen und in dem Versorgungskonzept durch unser ASV-Team behandelt werden.

Auch Beschwerden, die in direktem Zusammenhang mit der Behandlung in der ASV stehen (Therapienebenwirkungen, Komplikationen und akute unerwünschte Behandlungsfolgen), werden dort behandelt. Eine darüber hinausgehende medizinische Versorgung erfolgt außerhalb der ASV in den gewohnten Strukturen der niedergelassenen Fachärzte und der Kliniken.

Behandelt werden können Patientinnen und Patienten ab dem voll-endeten 18. Lebensjahr mit einer gesicherten Diagnose urologischer Tumore, wenn diese aufgrund der Ausprägung der Tumorerkrankung eine multimodale (mehrfache) Therapie benötigen.

Das bedeutet, es ist entweder als Primärtherapie oder als adjuvante/neoadjuvante Therapie eine systemische medikamentöse Therapie (ausgenommen sind Hormon-endokrine Therapien) und/oder eine Strahlentherapie indiziert, die einer interdisziplinären oder komplexen Versorgung (Expertise, Ausstattung) bedarf.

Für die medizinische Versorgung in der ASV ist in der Regel eine Überweisung (Hausarzt, Facharzt, Klinik) notwendig. Nach zwei Quartalen ist eine erneute Über-weisung erforderlich, sofern die Voraussetzungen des besonderen Krankheitsverlaufs weiterhin gegeben sind.

Eine ASV kann zudem von einer Krankenhausärztin oder einem Krankenhausarzt am Ende eines Krankenhausaufenthaltes veranlasst werden. Zum Zeitpunkt der Überweisung muss eine gesicherte Diagnose vorliegen.

Die Leitung der ASV-urologische Tumoren-SAAR hat Dr. med. Frank Uwe Alles, Chefarzt der Klinik für Urologie, Kinderurologie und urologische Onkologie an den SHG-Kliniken Völklingen.

Stellvertretender Teamleiter ist Dr. med. Harald Bewermeier, Urologische Gemeinschaftspraxis Saarbrücken.

Gemeinsam mit weiteren Fachärztinnen und Fachärzten, die für die Behandlung der jeweiligen Erkrankung notwendig sind, bilden sie das Kernteam. Sofern medizinisch erforderlich, werden vom Kernteam weitere Fachärztinnen und Fachärzte oder auch Psychotherapeuten/innen hinzugezogen.

Das Kernteam koordiniert die Behandlung, sorgt für eine fachübergreifende Abstimmung der Teammitglieder und stellt eine Übersicht der beteiligten Fachärztinnen und Fachärzte zur Verfügung. Entscheiden Patientinnen und Patienten sich für das Versorgungsangebot, erklären sie sich bereit, die Ärztinnen und Ärzte des ASV-Teams zu konsultieren.

In die Entscheidungsfindung zu den einzelnen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden die Patientinnen und Patienten umfassend eingebunden.

Deshalb sollten Fragen wie auch etwaige krankheitsbezogene Beobachtungen vorab notiert werden und alle Unterlagen, die Patientinnen und Patienten im Rahmen der ASV erhalten, gut aufbewahrt werden.

  • Zu jedem Zeitpunkt der Behandlung ist eine Aufnahme in die ASV möglich.
  • Ein fachärztliches Teammitglied klärt über die Behandlung im Rahmen der ASV auf und informiert die Teamleitung.
  • Alle Patienten werden umfassend vor Festlegung einer Therapie in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt.
  • Das Ergebnis der Tumorkonferenz mit allen wesentlichen Aspekten und Risiken wird im Anschluss dem Patienten dargelegt und dem niedergelassenen Hausarzt übermittelt.
  • Patientinnen und Patienten erhalten kostenlos industrieunabhängiges Informationsmaterial über ihre Erkrankung und die Behandlungsalternativen.
  • Neben den standardisierten modernen Diagnostik- und Therapiemaßnahmen können auch zusätzlich spezielle Maßnahmen durchgeführt werden (z.B. PET-CT, psychoonkologische Therapieangebote).
  • Das ASV-Team übernimmt eine zeitnahe und zugleich umfassende Planung und Organisation aller erforderlichen Behandlungsschritte.
  • Soziale Beratungsangebote stehen den Betroffenen zur Verfügung.
  • Patientenbezogene, qualitätsgesicherte Zubereitung der Wirkstoffe zur intravenösen Krebsbehandlung (Zytostatika, immunmodulierende Substanzen) durch zertifizierte Apotheken.
  • Die Einbindung in Selbsthilfegruppen wird unterstützt und gefördert.
  • Die Behandlung erfolgt nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen und, ggf. in klinischen Studien.
  • Der Hausarzt wird über die Aufnahme der ASV sowie über den Behandlungsverlauf informiert.
  • Die Verordnungen von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln unterliegen lediglich dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit (anders als in der kassenärztlichen Versorgung gibt es im Rahmen der ASV keine Richtgrößen, die einzuhalten sind).

Das ASV-Team informiert über Angebote, die bei täglichem Umgang mit der Erkrankung hilfreich sein können. Neben den spezialisierten Fachärzten der verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Disziplinen wirken an der ganzheitlichen Betreuung Fachpflegekräfte, Psychoonkologen, Physiotherapeuten, Ernährungsberater, Seelsorger, Selbsthilfeorganisationen, Schmerztherapeuten, Sozialberater und Palliativmediziner mit.

Nur im Zusammenspiel dieser Fachleute ist es uns möglich, Ihnen Unterstützung und Rückhalt in schwierigen Lebensphasen im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung zu geben.

Ihre Ansprechpartnerinnen für alle Fragen rund um die ASV-urologische Tumoren-SAAR an den SHG-Kliniken in Völklingen:

Sabine Mege
Patientenmanagement & Medizincontrolling
SHG-Kliniken Völklingen
Richardstraße 5-9
D-66333 Völklingen

Telefon +49(0)6898/12-2438
Fax +49(0)6898/12-2485
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