Pressemitteilung

/ SHG-Kliniken Völklingen

Wie Krebspatienten umfassend geholfen werden kann

Uroonkologisches Zentrum und Selbsthilfegruppen informierten in den SHG-Kliniken Völklingen

Völklingen. Zu einem „Infoabend Krebs“ hatte das Uroonkologische Zentrum der SHG-Kliniken Völklingen gemeinsam mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) Patienten, Angehörige und Interessierte ins Völklinger Kongresszentrum eingeladen. Neu dabei die „Selbsthilfe Nierenkrebs Saar“, zu deren Gründung die KISS Geburtshilfe geleistet hatte. Die Gruppe unter der Leitung von Daniel Balzert wird sich zukünftig regelmäßig im Völklinger Krankenhaus treffen.

Zunächst stellten die Chefärzte Dr. Frank Uwe Alles (Urologie) und Professor Dr. Urban Sester (Nephrologie) die Angebote ihrer Kliniken und die jeweils neuesten Behandlungsmöglichkeiten vor. Als zertifiziertes uroonkologisches Zentrum beschäftigen sich die Völklinger Mediziner mit der Therapie von Prostatakrebs, Nierenkrebs und Harnblasenkrebs. Dabei setzt das Team aus den verschiedensten Fachrichtungen nicht nur medikamentöse oder chirurgische Maßnahmen ein, sondern es sind auch Psychoonkologen, Sozialarbeiter, Palliativmediziner, Ernährungsberatern und spezielle onkologische Pflegekräfte mit im Boot. Im Rahmen der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV), einem Netzwerk, das seit 2020 besteht, arbeiten die Klinikärzte Hand in Hand mit niedergelassenen Kollegen.

Aber die Betreuung der Patienten des Uroonkologischen Zentrums geht wesentlich weiter, machten Sabine Rubai von der Saarländischen Krebsgesellschaft und Karina Klar-Reinert von KISS als weitere Netzwerkpartner deutlich. Die Krebsgesellschaft macht Krebspatienten niedrigschwellige Angebote und bietet unbürokratische Hilfen an, beispielsweise psychoonkologische Betreuung, Unterstützung beim Stellen von Anträgen oder auch gemeinsame Freizeitangebote wie Musik- und Kunsttherapie, Spaziergänge, Yoga und Qi-Gong oder auch Programme für die Kinder krebskranker Eltern.

Sabine Rubais Rat für die Ausnahmesituation, die eine Krebserkrankung nun einmal darstellt: „Wenn plötzlich alles anderes ist, dann sollten Sie sich jede Hilfe zur Seite holen, die Sie in irgendeiner Form unterstützt“. Die Angebote der Krebsgesellschaft sind kurzfristig verfügbar – ein Anruf genügt in der Regel. Rubai: „Es geht darum Ihre Lebensqualität zu erhalten oder sie wieder herzustellen“.

Michael Wein berichtete aus der Arbeit der Selbsthilfegruppe Blasenkrebs. Er weiß: „Viele offene Fragen stellen sich erst nach einer erfolgreichen Behandlung. Etwa die Frage, wie man mit den Einschränkungen der Erkrankung im Alltag umgehen kann“. Es gebe viele Fragen, die im Krankenhaus nicht zu beantworten seien. Durch die Selbsthilfegruppe erfahren Betroffene nicht nur, dass sie nicht allein sind, sondern erhalten vielfache praktische Unterstützung im Alltag. „Eine Selbsthilfegruppe wird im Laufe der Jahre zur zweiten Familie“, weiß vor allem Karina Klar-Reinert von KISS. Sie erläuterte das Prinzip „Selbsthilfe“ und auch welche Rolle die Koordinationsstelle dabei spielt.

Die Selbsthilfegruppen sind bei KISS unter der Telefonnummer +49(0)681/9602130 zu erreichen, die Krebshilfe unter +49(0)681/30988100 oder www.krebsgesellschaft-saar.de


Download Pressemitteilung
Wie Krebspatienten umfassend geholfen werden kann

Sie informierten rund um das Thema Krebs: Sabine Rubai, Dr. Uwe Alles, Prof. Dr. Urban Sester, Dr. Julia Elsässer, Daniel Balzert, Karina Klar-Reinert und Michael Wein.
Sie informierten rund um das Thema Krebs (v.l.n.r.): Sabine Rubai, Dr. Uwe Alles, Prof. Dr. Urban Sester, Dr. Julia Elsässer, Daniel Balzert, Karina Klar-Reinert und Michael Wein. Foto: SHG/Harald Kiefer