Pressemitteilung

/ Klinikum Merzig

Was bei Vorhofflimmern getan werden kann

Online-Vorträge von Klinikum Merzig und CEB-Akademie zunehmend gefragt

Merzig. Die Online-Vorträge zu medizinischen Themen von Klinikum Merzig und CEB-Akademie erfreuen sich zunehmender Nachfrage. Ursprünglich als Präsenz-Veranstaltungen geplant, wegen der Corona-Pandemie jedoch ins Internet verlegt, hatte der jüngste Vortrag mehr Zuschauer als normalerweise in den Saal passen. Was vielleicht auch am Thema lag. Dr. Rainer Breit, Kardiologe und Chefarzt der Inneren Medizin I sprach über das Thema „Vorhofflimmern“. Von dieser häufigsten Herzrhythmusstörung sind im Saarland mehr als 10.000 Menschen betroffen, vor allem Ältere.

Breit erläuterte, was beim Vorhofflimmern im Herz passiert, wie man es nachweisen kann und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Unbehandelt drohten ernste Folgen, so der Mediziner, deshalb sollte man erste Anzeichen möglichst schnell ärztlich abklären lassen. Bei Vorhofflimmern können sich Blutgerinnsel im Herzen bilden, welche mit dem Blutstrom in den Körperkreislauf gespült werden können und so zu Schlaganfällen und Verschlüssen von Gefäßen im Körper führen können.        

Die Beschwerden bei Vorhofflimmern sind ganz unterschiedlich. Meist verspüren die Patienten einen unregelmäßigen, manchmal auch schnellen Puls. Dieses wird oft begleitet von Unruhe, Unwohlsein und Schwindel, sowie einem Schwächegefühl, manchmal auch Luftnot und Stechen in der Brust. Das unregelmäßiges Schlagen des Herzens kann mit einfachem EKG nachgewiesen werden, bei nur zeitweisem Auftreten mittels Langzeit-EKG-Recorder.

Patienten mit Vorhofflimmern brauchen eine enge Anbindung an ihren Hausarzt und Kardiologen. Die wichtigste Maßnahme bei Vorhofflimmern ist, einem Schlaganfall vorzubeugen. Dieses kann durch blutverdünnende Medikamente geschehen, so dass sich keine Blutgerinnsel im Herzen bilden können. Wenn diese Medikamente nicht ansprechen oder nicht vertragen werden, gibt es auch die Möglichkeit einer Ablationstherapie mittels minimal invasiver Techniken im Herzkatheterlabor.

Beim nächsten Vortrag in der Reihe „Prävention und medizinische Behandlung für und in der Region Merzig-Wadern“ am Dienstag, 8. Juni, 18 Uhr, geht es um die Anästhesie. Referent ist Dr. Rainer Haas, Chefarzt Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin. Er erklärt, was rund um eine Operation geschieht und geht auf oft gestellte Fragen ein. Mehr unter www.ceb-akademie.de/shg


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Was bei Vorhofflimmern getan werden kann

Dr Rainer Breit beim Online-Vortrag
Dr. Rainer Breit bei seinem Online-Vortrag in der CEB-Akademie. Foto: SHG