Pressemitteilung

/ SHG-Kliniken Völklingen

Völklinger Kardiologe Dr. Stephan Watremez mit der Verdienstmedaille des Eurodistricts SaarMoselle ausgezeichnet

Beim Gesundheitstag in Hambach ging es um den Ausbau der Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Lebensraum

Völklingen/Hambach. Der Kardiologe Dr. Stephan Watremez, stellvertretender Leiter der Herzkatheterlabore der SHG-Kliniken in Völklingen, ist beim Gesundheitstag des Eurodistricts SaarMoselle im lothringischen Hambach mit der Verdienstmedaille für herausragendes grenzüberschreitendes Engagement in der Corona-Pandemie geehrt worden. „Sie haben zu einem schwierigen Zeitpunkt sehr viel für Patienten auf der französischen Seite getan“, sagte Marc Zingraff, Vize-Präsident des Eurodistricts SaarMoselle und Vize-Präsident des Regionalrates Grand Est, bei der Übergabe.

Neben Dr. Watremez wurden weitere Persönlichkeiten und Organisationen geehrt, die sich beiderseits der Grenze in besonderer Weise für Menschen im Departement Moselle eingesetzt hatten. Die Region war von der ersten Welle der Pandemie hart getroffen worden. Saarländische Krankenhäuser, darunter auch die SHG-Kliniken Völklingen, hatten dabei auch Intensivpatienten aus Frankreich aufgenommen.  

Die Erfahrungen aus der Pandemie haben die Akteure des Eurodistricts bestärkt, den Zugang zu Pflege- und Gesundheitsdienstleistungen für die Bewohner des grenzüberschreitenden Lebensraums zu verbessern. So war es ein besonderes Ziel des Gesundheitstags im Hambacher Kommunikationszentrum INEOS, die Zukunft der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu erörtern, insbesondere die Möglichkeiten, die der Aachener Vertrag aus dem Jahr 2019 der Grenzregion eröffnet. Hierzu diskutierten im Podium neben Gesundheitsministerin Monika Bachmann auch Peter Gillo, Präsident des Regionalverbands Saarbrücken,
Vize-Präsident des Eurodistricts und Aufsichtsratsvorsitzender der SHG, sowie Dr. Cem Özbek, Chefarzt im Herzzentrum Saar der SHG-Kliniken Völklingen

Ein Problem in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich: die Abrechnungsmodalitäten unter den verschiedenen Kassen. Was bei Notfällen schon recht gut funktioniert, stößt im normalen Alltag immer wieder an bürokratische Grenzen. Vorschlag von Dr. Özbek: „Warum geben wir nicht allen Bürgern in einer Zone von rund 30 Kilometern entlang der Grenze die doppelte Mitgliedschaft bei einer deutschen und einer französischen Kasse?“ Der Chefarzt zeigte sich sicher, dass man nach einer Testphase schnell feststellen könne, dass sich durch eine solche Doppelmitgliedschaft die Gesamtkosten der Versorgung nicht erhöhen.

Für Gesundheitsministerin Bachmann war klar: Die Kassen müssen an einen Tisch. Dies wolle sie noch in diesem Jahr erreichen. Peter Gillo regte bessere Information der Bürger über grenzüberschreitende Gesundheitsleistungen an: „Wir sollten die Angebote besser bekanntmachen.“ Beispielsweise könnten mehr Patienten aus dem Regionalverband die Angebote der Nuklearmedizin in Saargemünd nutzen.

Wir werden die Idee der doppelten Versicherungskarte dem deutsch-französischen Ministerrat vorlegen“, versprach Vincent Muller, Generalsekretär des deutsch-französischen Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Sitz in Strasbourg/Kehl. „Wir haben in der Pandemie bewiesen, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Wir werden unser Netzwerk weiter ausbauen“, betonte so Gilbert Schuh, Präsident des Eurodistrict SaarMoselle und Vizepräsident des Departementalrats Moselle.  


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Völklinger Kardiologe Dr. Stephan Watremez mit der Verdienstmedaille des Eurodistricts SaarMoselle ausgezeichnet

Verleihung der Verdienstmedallie
Bei der Verleihung der Verdienstmedaille (v.r.n.l.): Gilbert Schuh, Präsident des Eurodistricts, Vizepräsident Marc Zingraff, Dr. Stephan Watremez, Vizepräsident Peter Gillo.
Podiumsdiskussion
Bei der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Gesundheitsministerin Monika Bachmann, Dr. Cem Özbek, Peter Gillo, Dr. Christian Braun, Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des Klinikums Saarbrücken, Cathrin Gräber und Vincent Muller, Generalsekretäre des deutsch-französischen Ausschusses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Fotos: SHG