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An der neuen SHG-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie auf dem Saarbrücker Sonnenberg wurde Eröffnung gefeiert.

Gesundheitsminister Jung: Stationäre und ambulante Hilfeangeboten stärker vernetzen

Saarbrücken. Anfang Juni hat die neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der SHG auf dem Saarbrücker Sonnenberg ihren Betrieb aufgenommen. Etwas mehr als vier Wochen später wurde jetzt mit einer bunten Party und vielen Gästen offiziell Eröffnung gefeiert - für den neuen saarländischen Gesundheits- und Sozialminister Dr. Magnus Jung „eine angenehme Arbeit, etwas eröffnen zu können, wofür andere die Grundlage gelegt haben“.

Sein Ministerium, so hatte es die vorige Landesregierung schon beschlossen, fördert den mehr als 13 Mio. Euro teuren Neubau mit 9 Mio. Euro. Die Klinik umfasst 39 stationäre Plätze und 15 Tagesplätze. Naturnah am Rand des Stiftswaldes gelegen bietet sie viel Raum für Therapie, Schule und sportliche Aktivitäten. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie ist ein wichtiger Teil in der Versorgungsstruktur des Saarlandes. Die SHG-Kliniken Sonnenberg verfügen dabei über die größte Fachabteilung.

Nach den fröhlichen Worten des Ministers auch Nachdenkliches, etwa über die in den letzten Jahren stark steigenden Fallzahlen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Corona, Klimakrise, Krieg in der Ukraine: Wir sehen wachsende Problemlagen, die auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit junger Menschen haben. Darauf müssen wir einen kritischen Blick werfen und neben Familien und Schulen noch mehr für Prävention tun“, so Jung. Eine stärkere Vernetzung zwischen ambulanten und stationären Hilfen könne auch den teuren „Drehtüreffekt“ vermeiden. Das SHG-Modellprojekt zu integrierten sektorenübergreifenden Angeboten will Jung gerne umsetzen.       
        
Den notwendigen Ausbau der vorgelagerten Hilfeangebote unterstrich auch Peter Gillo, Direktor der Regionalverbands Saarbrücken und Aufsichtsratsvorsitzender der SHG. Er forderte ein „Update für die gemeindenahe psychiatrische Versorgung“. Ambulante und stationäre Psychiatrie müssten deutlich stärker verzahnt werden.
Auch das System der Krankenhausfinanzierung müsse neu justiert werden, sowohl was die Investitionsförderung seitens der Länder als auch die Kostenerstattung durch die Kassen betrifft. Gillo: „Wenn es nur noch um Effizienz geht, dann steht der Patient nicht mehr im Mittelpunkt. So geht es nicht mehr weiter“.       

Nachdenkliches auf der einen Seite, überschäumende Freude auf der anderen. So wollte Chefärztin Prof. Dr. Eva Möhler am liebsten singen: „Heut´ ist so ein schöner Tag!“ Möhler erinnerte sich an ihren beruflichen Einstieg bei der SHG vor 14 Jahren: „Für mich schließt sich heute ein Kreis, in dem ich einen tollen Konzern und viele tolle Menschen erlebt habe“. An die jungen Patientinnen und Patienten gerichtet:   
„Ihr habt hier einen geborgenen und ruhigen Ort, an dem ihr wieder gesund werdet. Genießt ihn“. Von einer „Oase zur Versorgung junger Menschen auf dem Adlerhorst Sonnenberg“ hatte SHG-Geschäftsführer Bernd Mege bei der Begrüßung der rund 200 Gäste gesprochen und sich für die Förderung des Ministeriums bedankt: „Wir haben konstruktiv zusammengearbeitet und immer Lösungen gefunden“.  
       
Gefeiert wurde auf dem Hof zwischen Tagesklinik, Ambulanz und Waldrand, mit Musik, Tanz und Gesang. Dazu eine Hüpfburg, ein Eisstand und ein Zelt mit allerlei Köstlichkeiten und kalten Getränken. Kühlung war an diesem heißen Tag besonders gefragt.

Fotos: SHG/Harald Kiefer
12. Juli 2022

Beim symbolischen Banddurchschneiden (v.l.n.r): SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo, Aufsichtsratsmitglied Dr. Volker Christmann, Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung, Chefärztin Prof. Dr. Eva Möhler, SHG-Geschäftsführer Bernd Mege und Verwaltungsdirektor Dr. Martin Huppert.
Gesundheitsminister Jung: "Noch mehr für die Prävention tun".
Aufsichtsratsvorsitzender Gillo: "System der Krankenhausfinanzierung muss neu justiert werden".
Geschäftsführer Bernd Mege bedankte sich vor den zahlreichen Gästen für die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium.