Nachhaltig Neu Idee
Unser Verständnis von Nachhaltigkeit
Für die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) bedeutet Nachhaltigkeit, Verantwortung für Mensch, Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen. Als Trägerin von Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen, pflegerischen und berufsbegleitenden Diensten, Medizinischen Versorgungszentren, eines Seniorenheims und weiteren Gesundheitsdiensten setzt die SHG auf eine hochwertige Versorgung, einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Einrichtungen. Dazu gehören Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz sowie die Einhaltung sozialer und ethischer Standards.
Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie und trägt dazu bei, die Gesundheitsversorgung auch für zukünftige Generationen zu sichern. Wir erkennen an, dass der Klimawandel eine der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit ist. Er betrifft alle Lebensbereiche und hat vielfältige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Wir wollen dazu beitragen, den Klimawandel zu begrenzen. Aktuelle Klimaschutzmaßnahmen sind zum Beispiel der Austausch von Heizkesseln und der sukzessive Austausch alter Heizungs- und Warmwasserpumpen durch hocheffiziente Modelle.

Nachhaltiges Bauen und Modernisieren
Wir bauen nicht nur für heute, sondern berücksichtigen auch die Ansprüche und Interessen künftiger Generationen.
- Energie-Effizienz bei unseren aktuellen Bauprojekten: Photovoltaik auf den Dächern, effiziente Gebäudehüllen und intelligente LED-Lichtsteuerung senken unseren CO2-Ausstoß drastisch.
- Healing Architecture: Wir wissen, dass gute Architektur den Heilungsprozess unterstützen kann. Deshalb setzen wir beim Bauen und Modernisieren auf helle, angenehme Räume und begrünte Außenflächen. Unsere Gebäude sollen den Genesung aktiv unterstützen.
- Ressourcen-Management: Intelligente Lüftungstechnik und Wärmerückgewinnung (z. B. aus medizinischen Großgeräten) minimieren unseren Energiebedarf.
Energiemanagementsystem
Die Saarland-Heilstätten GmbH und ihre Tochtergesellschaften Klinikum Merzig gGmbH und Klinikum Idar-Oberstein GmbH haben ein Energiemanagementsystem (EnMS) nach DIN EN ISO 50.001 eingeführt. Unser nach DIN EN ISO 50001 durch die TÜV Rheinland Cert GmbH zertifiziertes Energiemanagementsystemunterstützt uns dabei, den Energieverbrauch und die Energieeffizienz systematisch zu überwachen, zu analysieren und zu verbessern.
Mit dem Energiemanagementsystem haben wir eine Struktur zur effizienten Nutzung von Energie etabliert. Wir streben mit unserem Energiemanagementsystem eine fortlaufende Verbesserung der Energieeffizienz an, um schädliche Emissionen zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens zu festigen.
Im Rahmen der Einführung des EnMS wurde ein Energiemanagementbeauftragter ernannt und ein Energieteam berufen. Das EnMS ist als fortlaufender Verbesserungsprozess, an dem alle Mitarbeiter beteiligt sind, konzipiert. Verbesserungsvorschläge können über die e-Mail-Adresse energiemanagementsystem@shg-kliniken.de eingereicht werden.


E-Mobilität
Elektromobilität ist für uns die Mobilität der Zukunft, da Elektrofahrzeuge weniger Treibhausemissionen als vergleichbare Benziner- und Dieselfahrzeuge verursachen. E-Mobilität ist nicht nur besser fürs Klima, sondern auch für die Gesundheit, da E-Fahrzeuge vor Ort keine Abgase ausstoßen und im Betrieb besonders leise sind.
Aus diesem Grund wollen wir den Anteil elektronisch betriebener Fahrzeuge und Hybrid-Fahrzeuge in unserem Fuhrpark sukzessive erhöhen.
Für viele stellt die unzureichende Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge noch ein Hindernis zum Umstieg auf E-Mobilität dar. Um dem entgegenzuwirken haben wir in den letzten Jahren an unseren Klinikstandorten in Völklingen, Merzig Idar-Oberstein und Saarbrücken Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge installieren lassen. Die Ladeinfrastruktur werden wir schrittweise weiter ausbauen.
Energieeffiziente IT-Infrastruktur: Thin Client Computing
Wir verwenden in unseren Krankenhäusern weitgehend energiesparende Thin Clients anstelle von PCs. Thin Clients haben einen geringeren Stromverbrauch und eine längere Nutzungsdauer als PCs.Insofern führt der Einsatz von Thin Clients zu einer besseren Ressourceneffizienz und zu geringeren Treibhausgasemissionen.
Natur und Artenschutz
Unsere Insektenhotels
Im Rahmen von verschiedenen Therapie-Projekten mit Patienten wurden Insektenhotels gebaut und aufgestellt. Diese Insektenhotels tragen zur Biodiversität bei. Sie bieten Lebensraum für Bienen, Hummeln und andere Insekten, für die durch menschliches Handeln der Lebensraum knapp geworden ist. Die Insektenhotels helfen Insekten zu überleben, die für die Biodiversität wichtig sind, weil sie Pflanzen bestäuben.
Wertebäume – Patenschaften für den Baum-Erhalt im Stiftswald
Die „Wertebäume“ sind eine Initiative des NABU Landesverband Saarland, die das Ziel verfolgt alte Bäume (Habitatbäume) vor der wirtschaftlichen Nutzung zu schützen, damit sie für Tier und Insektenarten als Lebensraum erhalten bleiben. Die SHG-Kliniken Sonnenberg beteiligen sich an der Initiative, indem sie in Kooperation mit dem NABU Landesverband und dem Evangelischen Stift St. Arnual Patenschaften für Bäume im Saarbrücker Stiftswald übernehmen.
Vorbildliche Ausgleichsflächen für geschützte Reptilien auf dem Sonnenberg
Beim Neubau unserer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -Psychotherapie und -Psychosomatik (KJPP) mussten wir Ausgleichsflächen für die Tiere schaffen, die auf der Fläche, auf der die Gebäude der Klinik errichtet wurden, lebten. Unter anderem lebten dort Mauereidechsen, die zu den EU-weit streng geschützten Tierarten gehört.
Für diese Reptilien haben die SHG-Kliniken Sonnenberg in der Nähe des Parkhauses eine Ersatzfläche mit Steinhaufen angelegt. Dass die Einrichtung und Pflege der Ersatzfläche gelungen ist, bestätigte der Landesfachausschuss Feldherpetologie des NABU Saarland, der sie begutachtet hat. Nach dessen Angaben leben dort mehr als 20 Mauereidechsen, darunter auch Jungtiere.

Digitaler Wandel
Die konsequente Digitalisierung spart nicht nur Papier, sondern schont auch die Ressourcen, die für physische Logistik nötig wären.
Vermeidung von Emissionen durch Verlagerung von Meetings in den virtuellen Raum
Wir wissen, dass Videokonferenzen meist klimafreundlicher sind als Treffen mit Anreise. Deshalb verzichten wir, in Fällen, in denen es sich vermeiden lässt, auf Treffen mit Anreise und nutzen für den Austausch stattdessen Videokonferenzen.
Service-Leistungen des Gesundheitsportal-Südwest vermeiden Emissionen
Über das Gesundheitsportal Südwest bieten unsere Krankenhäuser verschiedene Service-Leistungen digital an. Dokumente wie z.B. Befunde oder Arztbriefe können darüber sicher eingesehen und übermittelt werden. Unterlagen wie Befunde oder Vollmachten können von den Patienten datenschutzkonform ans Krankenhaus übermittelt werden.
Das Gesundheitsportal Südwest trägt zum Klima- und Umweltschutz bei, da bei seiner Nutzung der Druck von Dokumenten auf Papier nicht mehr erforderlich ist.
Digitale Gehaltsabrechnung – nachhaltig und effizient
Im gesamten Konzern erfolgt die Gehaltsabrechnung seit einigen Jahren digital per App. Auf den Versand gedruckter Lohnabrechnungen verzichten wir bewusst. Die digitale Lohnabrechnung trägt dazu bei, dass wir deutlich weniger Papier und Ressourcen verbrauchen. Darüber hinaus entlastet sie die Mitarbeiter unserer Personalabteilungen, da digitale Lohnzettel automatisiert verteilt werden.
Unsere starken Netzwerke
Wir arbeiten nicht allein, sondern in Netzwerken und mit Partnern. Wichtig ist unter anderem das mitgliederstarke KliMeG-Netzwerk, in dem die Saarland Heilstätten GmbH und ihre Tochterunternehmen seit Ende 2024 Mitglieder sind. KliMeG ist die Abkürzung für das Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen. KliMeG unterstützt Gesundheitseinrichtungen mit Beratung und Austausch auf ihrem Weg zu Klimaneutralität und Klimaresilienz. Im KliMeG-Netzwerk profitieren wir vom aktiven Austausch von Informationen und Best-Practices mit anderen Einrichtungen, die sich im Bereich Klimaschutz und -resillienz mit ähnlichen Themen wie wir beschäftigen.
Unsere Einrichtungen arbeiten im Bereich Klimaschutz zudem projektbezogen mit Partnern zusammen. Ein Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit der SHG-Kliniken Sonnenberg mit dem NABU Saarland bei dem Projekt Wertebäume.


So einfach ist Energiesparen im Betrieb
Der Faktor Mensch hat einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch von Betrieben. Wir Menschen können durch unser Handeln einen Unterschied machen, indem wir sparsam mit Energie umgehen und Verschwendungen vermeiden. In der Summe ergeben viele kleine alltägliche Dinge etwas Großes.
Unser Leitfaden / unsere Energiespartipps sollen das Bewusstsein der Mitarbeiter schärfen und Orientierung bieten.
Unsere Tipps

Energiesparend heizen – so geht's
- Thermostate moderat einstellen. Denn das Absenken der Heizung um nur 1°C spart bereits etwa 6 % Energie.
- Nachts und bei Abwesenheit Thermostat auf eine niedrigere Stufe stellen.
- Türe während der Heizperiode nicht offen-stehen lassen. Fenster nicht bei laufender Heizung auf Kipp stellen.
- Heizkörper frei halten, damit sich die Wärme im Raum verteilt.

Vermeiden Sie bitte unbedingt dauerhaft gekippte Fenster bei laufender Heizung. Dauer-Kipp führt zu hohem Energieverbrauch.
Stattdessen:
- Lüften Sie mehrmals täglich mit weit geöffneten Fenstern.
- Drehen Sie das Thermostat vor dem Lüftens im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag.

- Oft wird das Licht einfach aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit angelassen.
- Bitte immer das Licht ausschalten, wenn Sie als Letzter einen Raum verlassen.
- Überlegen Sie an sonnigen Tagen, ob Sie künstliches Licht benötigen oder ob ihr Arbeitsplatz durch das vorhandene Tageslicht bereits ausreichend hell ist.

- Lasse Geräte nicht im Stand-by-Modus, sondern schalte sie aus. Viele Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus noch relativ viel Strom.
- Ziehe Netzstecker aus der Steckdose, wenn die dazugehörigen Geräte nicht laden.
- Ausnahmen können für Geräte gelten, die lange Zeit zum Hochfahren benötigen.

Die Herstellung von Papier trägt erheblich zur Zerstörung von Wäldern bei und ist damit klimaschädlich, da Wälder wichtige Speicher des Treibhausgas Kohlenstoffdioxid sind. Bäume nehmen dieses Treibhausgas mithilfe von Photosynthese aus der Atmosphäre auf und speichern es in Form von Biomasse (Holz).
Eine weitere negative Auswirkung der Abholzung von Wäldern, besteht darin, dass Tiere, die in den Wäldern leben, ihren Lebensraum verlieren.
Weniger Papier verbrauchen. So geht‘s:
- Verzichten Sie möglichst auf Ausdrucke. Nutzen Sie stattdessen die Möglichkeit digital in Dokumenten zu arbeiten.
- Drucken Sie nicht das ganze Dokument, sondern nur die Seiten, die Sie wirklich benötigen.
- Nutzen Sie die Druckvorschau, um unnötige Seiten zu vermeiden.
- Nutzen Sie beim Drucken die Einstellung „Beidseitiger Druck“ (Duplexdruck, auch als Standardeinstellung für Druck möglich).
- Entsorgen Sie Papier im Papiermüll, damit es recycelt werden kann.

- Den Wasserhahn nach Nutzung komplett zudrehen.
- Melden Sie undichte Wasserhähne, Toilettenspülungen und Rohre der Technik, damit sie schnell repariert werden.

Wenn Sie auf Fahrrad, E-Bike, Pedelec, E-Roller oder Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn umsteigen, sparen Sie klimaschädliche Emissionen und tun etwas für Ihre Gesundheit.

Nehmen Sie nach Möglichkeit die Treppe statt des Aufzugs. Sie sparen Energie und tun etwas für ihre Gesundheit. Treppensteigen stärkt den Kreislauf, hält die Gelenke beweglich und verbrennt Kalorien.

- E-Mails in E-Mail-Postfächern verursachen CO₂-Emissionen.
- Für den Betrieb und die Kühlung der Server, auf denen die E-Mails gespeichert werden, muss viel Energie eingesetzt werden.
- E-Mails mit großen Anhängen verursachen besonders viel Emissionen, weil sie viel Speicherplatz in Anspruch nehmen.
- Überlegen Sie vorm Versenden von E-Mails, welche Informationen der Empfänger tatsächlich benötigt.
- Halten Sie die Empfängerliste klein, löschen Sie alte E-Mails und tragen Sie sich aus unnötigen Newslettern aus.
- Greifen Sie häufiger auf das Telefon als Kommunikationsmittel zurück.

