Völklingen. Herzinsuffizienz zählt zu den großen medizinischen Herausforderungen in Deutschland. Mehr als vier Millionen Menschen leben bundesweit mit einer chronischen Herzschwäche. Gleichzeitig ist die Erkrankung die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte. Laut Deutschem Herzbericht wurden 2023 insgesamt 468.579 stationäre Fälle registriert. Jährlich sterben nahezu 40.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung.
Die eingesetzten „Herzgeräte“ wie z.B. spezielle Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren erfassen heute wichtige medizinische Parameter zur Beurteilung der aktuellen Herzgesundheit. Diese Daten werden täglich verschlüsselt über ein Home-Monitoring-System oder eine Smartphone-App übertragen und anschließend im telemedizinischen Zentrum der SHG-Klinik medizinisch ausgewertet. So können kritische Veränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden – oftmals bevor Beschwerden auftreten oder ein Krankenhausaufenthalt notwendig wird.
Frühzeitige Intervention kann Leben retten
Die Bedeutung einer engmaschigen Betreuung ist bei Herzschwäche enorm wichtig, denn mit jedem zusätzlichen Krankenhausaufenthalt steigt das Sterberisiko nahezu um das Doppelte. Bei vier oder mehr wiederkehrenden Krankenhausaufenthalten erhöht sich das Risiko etwa um das 6-Fache.
„Gerade deshalb ist das frühzeitige Erkennen einer Verschlechterung entscheidend“, erklärt das Leitungsteam des neuen Zentrums. „Mit der telemedizinischen Betreuung können wir schneller reagieren, Therapien früher anpassen und Krankenhausaufenthalte im besten Fall vermeiden.“
Vorreiterrolle im Saarland
Mit der Einführung des neuen telemedizinischen Angebots übernehmen die SHG-Kliniken Völklingen eine Vorreiterrolle in der digitalen Herzmedizin im Saarland. Das Zentrum verbindet moderne Medizintechnik mit spezialisierter ärztlicher Expertise und schafft damit eine innovative Versorgungsstruktur für Menschen mit chronischer Herzschwäche.

