Merzig. Am Samstag, den 29. August 2026, wurde im Seniorenzentrum Von Fellenberg-Stift in Merzig eine umfangreiche Reparatur- und Modernisierungsmaßnahme an der Notstromversorgung durchgeführt. Ziel der Arbeiten war es, die technische Infrastruktur weiterzuentwickeln und die Versorgungssicherheit des Seniorenzentrums nachhaltig zu stärken. Ein Ausfall der Stromversorgung stellt insbesondere Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens vor große Herausforderungen. Neben der Beleuchtung und der allgemeinen Gebäudetechnik sind zahlreiche weitere Bereiche auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen. Dazu zählen unter anderem Kommunikationssysteme, Aufzüge, Rufanlagen sowie pflegerische und medizinische Geräte. Entsprechend sorgfältig wurde die Maßnahme im Vorfeld durch die Klinikum Merzig gGmbH, das Seniorenzentrum und die beteiligten Partner vorbereitet.
Umfassende Vorbereitungen für den Ernstfall
Damit der Betrieb des Seniorenzentrums während der Arbeiten möglichst uneingeschränkt aufrechterhalten werden konnte und bei einer unvorhergesehenen Störung ein unmittelbares Eingreifen möglich gewesen wäre, unterstützte der THW-Ortsverband Dillingen/Saar die Maßnahme mit seiner Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung.
Die Einsatzkräfte trafen vor Ort umfangreiche Sicherungsvorkehrungen und bereiteten sich auf unterschiedliche denkbare Störungsszenarien vor. Dazu gehörte insbesondere die Planung einer alternativen Stromversorgung für den Fall, dass es während der Arbeiten zu unerwarteten technischen Problemen gekommen wäre. Die entsprechenden Geräte, Einsatzmittel und Notstromaggregate wurden vorsorglich bereitgestellt, sodass im Bedarfsfall ohne längere Verzögerungen hätte reagiert werden können.
Die Reparatur- und Modernisierungsarbeiten verliefen weitestgehend planmäßig. Größere Unterstützungsmaßnahmen durch das THW waren daher erfreulicherweise nicht erforderlich. Dies mindert jedoch keineswegs den Wert des Einsatzes: Die Anwesenheit der Fachgruppe schuf eine wichtige zusätzliche Sicherheit und ermöglichte es allen Beteiligten, Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege unter realistischen Bedingungen zu erproben.
Langjährige und verlässliche Zusammenarbeit mit dem THW
Die Unterstützung am Von Fellenberg-Stift war kein einmaliges Zusammenwirken. Zwischen der Klinikum Merzig gGmbH, dem Seniorenzentrum Von Fellenberg- Stift und dem THW besteht bereits seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Kooperation. Der regelmäßige fachliche Austausch trägt dazu bei, technische, organisatorische und personelle Fähigkeiten miteinander zu verknüpfen und sich gemeinsam auf außergewöhnliche Einsatzlagen vorzubereiten.
Die Kompetenzen des THW in den Bereichen Notversorgung, technische Hilfe und Notinstandsetzung ergänzen die betrieblichen Strukturen des Klinikums und des Seniorenzentrums in besonderer Weise. Gleichzeitig profitieren auch die Einsatzkräfte von den gemeinsamen Maßnahmen, da sie ihre Fähigkeiten unter realitätsnahen Bedingungen anwenden und vertiefen können.
Solche Kooperationen leben nicht allein von technischen Konzepten und schriftlichen Alarmplänen. Von ebenso großer Bedeutung sind persönliche Kontakte und ein gemeinsames Verständnis der jeweiligen Aufgaben und Möglichkeiten. Hier gilt der im Bevölkerungsschutz bewährte Grundsatz: „Kenne die Köpfe in der Lage.“
Wenn sich die verantwortlichen Personen bereits vor Eintritt einer Krise kennen, Zuständigkeiten abgestimmt sind und Kommunikationswege eingeübt wurden, kann im Ernstfall schneller, zielgerichteter und verlässlicher gehandelt werden. Vertrauen entsteht dabei nicht erst während einer akuten Lage, sondern durch kontinuierliche Zusammenarbeit, gemeinsame Vorbereitungen und den regelmäßigen persönlichen Austausch.
Resilienz als kontinuierliche Aufgabe
Die Klinikum Merzig gGmbH und das Seniorenzentrum Von Fellenberg-Stift verstehen Krisenvorsorge nicht als einmalige Maßnahme, sondern als fortlaufenden Entwicklungsprozess. Technische Modernisierungen, organisatorische Vorbereitungen, regelmäßige Abstimmungen sowie die Zusammenarbeit mit Behörden und Hilfsorganisationen sind wesentliche Bestandteile dieser Strategie.
Unter Resilienz ist dabei die Fähigkeit zu verstehen, auch unter außergewöhnlichen Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben, zentrale Versorgungsleistungen aufrechtzuerhalten und nach einer Störung schnellstmöglich zum Regelbetrieb zurückzukehren. Gerade in einem Krankenhaus und einem Seniorenzentrum besitzt diese Widerstandsfähigkeit eine besondere Bedeutung, da sich Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner darauf verlassen müssen, auch in schwierigen Situationen sicher versorgt zu werden.
Die aktuelle weltpolitische Lage und die sich verändernde Gefahrenlage verdeutlichen zusätzlich, wie wichtig belastbare Versorgungsstrukturen sind. Internationale Konflikte, mögliche Störungen kritischer Infrastrukturen, Cyberangriffe, Extremwetterereignisse, Lieferengpässe oder länger andauernde Energieausfälle können auch Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens unmittelbar betreffen.
Diese Entwicklungen geben keinen Anlass zu unnötiger Beunruhigung, wohl aber zu vorausschauendem und verantwortungsbewusstem Handeln. Entscheidend ist, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, bestehende Strukturen regelmäßig zu überprüfen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Die Modernisierung der Notstromversorgung ist daher ein weiterer wichtiger Baustein, um die Sicherheit und Handlungsfähigkeit des Seniorenzentrums langfristig zu stärken.
Erfolgreiches Zusammenspiel aller Beteiligten
Die Koordination der Maßnahme erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Ronald Herrmann, Heimleiter des Seniorenzentrums Von Fellenberg-Stift, Sascha Wilhelm, Leiter des Technischen Dienstes der Klinikum Merzig gGmbH, Michael Bossmann, Katastrophenschutzbeauftragter des Klinikums Merzig, sowie Etienne Herrmann, Einsatzleiter und Gruppenführer der Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung des THW-Ortsverbandes Dillingen/Saar. Etienne Herrmann ist zugleich Mitarbeiter der Klinikum Merzig gGmbH und unterstützt damit in besonderer Weise den fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Organisationen.
Auch die Versorgung der Einsatzkräfte und aller weiteren Beteiligten war Bestandteil der Vorbereitung. Während der gesamten Maßnahme stellten die Küche des Klinikums und die Hauswirtschaft des Seniorenzentrums Essen und Getränke bereit. Damit leisteten auch sie einen wichtigen Beitrag zum reibungslosen Ablauf des Einsatzes.
Gut vorbereitet in die Zukunft
Der erfolgreiche Abschluss der Arbeiten zeigt, wie technische Modernisierung, organisatorische Vorsorge und partnerschaftliche Zusammenarbeit ineinandergreifen. Die Klinikum Merzig gGmbH und das Seniorenzentrum Von Fellenberg-Stift werden diesen Weg konsequent fortsetzen, bestehende Strukturen weiterentwickeln und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber möglichen Krisen und Störungen kontinuierlich verbessern.
Das Seniorenzentrum Von Fellenberg-Stift und die Klinikum Merzig gGmbH bedanken sich bei allen Beteiligten für die professionelle, engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt dem THW-Ortsverband Dillingen/Saar mit seiner Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, der Firma Ernst Elektrotechnik, dem Technischen Dienst der Klinikum Merzig gGmbH, der Küche des Klinikums, der Hauswirtschaft des Seniorenzentrums sowie allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Das Seniorenzentrum Von Fellenberg-Stift und die Klinikum Merzig gGmbH bedanken sich bei allen Beteiligten für die professionelle, engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank gilt dem THW-Ortsverband Dillingen/Saar mit seiner Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung, der Firma Ernst Elektrotechnik, dem Technischen Dienst der Klinikum Merzig gGmbH, der Küche des Klinikums, der Hauswirtschaft des Seniorenzentrums sowie allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die gemeinsame Maßnahme hat einmal mehr gezeigt: Resilienz entsteht nicht erst in der Krise. Sie entsteht durch vorausschauende Planung, moderne Technik, eingespielte Abläufe und Menschen, die sich kennen und Verantwortung übernehmen.
Fotos: Etienne Herrmann






