Wir informieren

/ Saarland Heilstätten / Klinikum Merzig

Der Hitze Paroli bieten

Als einzige Klinik im Saarland hat das SHG-Klinikum Merzig am bundesweiten Hitzeschutzaktionstag teilgenommen.

Merzig. Hitze ist lebensgefährlich. Deshalb hat sich das SHG-Klinikum Merzig als einziges saarländisches Krankenhaus am bundesweiten Hitze-Aktionstag der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit beteiligt. „Wir engagieren uns gerne für wichtige Gesundheitsthemen und stehen der Bevölkerung des Landkreises Merzig-Wadern mit Beratungsleistungen und Informationen zur Seite“, sagt Pflegedirektor Sascha Krames, der die Aktion initiierte.

Sonnenschutzcreme, Sonnenbrillen und ein kühles Eis waren dabei nur die kleinen Extras, die Patienten, Angehörige und Mitarbeiter des Hauses am Hitze-Aktionstag im Merziger SHG-Klinikum mitnehmen konnten.

Viel wichtiger waren die konkreten Tipps, die die Fachleute aus verschiedenen Abteilungen des Klinikums den Besuchern am Aktionsstand im Foyer mitgaben. Mit dabei: Anästhesistin Dr. Jutta Sehr von der zentralen Notaufnahme des Krankenhauses, Rettungsmediziner Michael Bossmann, Geriater Christopher Klauck und die Demenzspezialistin Petra Selzer.

Ebenfalls im Beratungsteam war die Arbeitsschutzbeauftragte Petra Leidinger-Thiery, die gerade das neue Klimaschutzkonzept der Klinik umsetzt. Denn auch die Mitarbeiter sollten durch die Aktion für das Thema „Hitze“ sensibilisiert werden. Im Arbeitsschutz geht es dabei um eine Verlagerung der Arbeitszeiten in kühlere Stunden, die Beschattung der Fenster, Fliegenschutz und die Kühlung von Medikamenten. "Bis hin zu Kühlkäppis und Kühlwesten für die Mitarbeiter in den Außenbereichen“, verrät Petra Leidinger-Thiery.

Besonders gefährdet sind Pflegebedürftige, chronisch Kranke und Menschen mit Beeinträchtigungen. Auch ältere Menschen, vor allem wenn sie allein leben, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder. Obdachlose sowie Menschen, die im Freien arbeiten oder Sport treiben, sind ebenfalls gefährdet und insbesondere Menschen mit Demenz.

„Es ist uns wichtig, die Angehörigen für das Thema zu sensibilisieren“, erklärt die Demenzbeauftragte Petra Selzer. Denn man kann dem Angehörigen die Hitzezeit erleichtern. „Morgens gut durchlüften und dann die Räume abdunkeln, auf leichte Bettwäsche, leichte Kleidung, sowie auf Sonnenhüte und Sonnenschutz achten, und auch auf eine ausreichende Trinkmenge. Bei Herz- oder Nierenerkrankungen sicherheitshalber die Trinkmenge beim Hausarzt nachfragen.“ Und Petra Selzer hat darüber hinaus einen einfachen Trick, der nicht nur Senioren guttut: „Einen Waschlappen, der mit lauwarmem Wasser getränkt ist, auf Stirn und Nacken legen.“

Ganz wichtig: „Auf Veränderungen in Verhalten achten. Das können plötzliche Verwirrtheitszustände sein, aber auch Nackensteifigkeit“, sagt Selzer. Notarzt Bossmann ergänzt: „Bei Verdacht auf einen solchen Notfall die 112 wählen.“

Und wie kann man sich darüber hinaus vor Hitze schützen? Viele Tipps finden sich auch in der Informationsbroschüre „Mit Hitze keine Witze“, die jeder Patient zusammen mit einer persönlichen Beratung erhalten hat, damit er oder sie der Hitze auch zu Hause trotzen kann.

Hitzeschutzaktionstag, Gruppenfoto
Pflegedirektor Sascha Krames bei Verteilen von Eis
Hitzeaktionstag, Gruppenfoto
Team aus Pflegedirektor, Ärzten, Notarzt, Pflege, Demenz und Arbeitssicherheit informieren über Hitzeschutz: v.l.n.r. Sascha Krames, Pflegedirektor, Patrick Marczak Abteilungsleitung, Petra Leidinger-Thiery, Arbeitssicherheitsfachkraft, Florian Collman, Betriebsratsvorsitzender, Petra Selzer, Demenzbeauftragte, Christof Klauck, Sektionsleiter Geriatrie, Michael Bossmann, Anästhesist und Notarzt, Romy Kipka, Pflegeleitung Zentrale Notaufnahme, Bastian Krämer, Teamleiter Intensivpflege, Dr. Jutta Sehr, Anästhesistin
Hitzeaktionstag, Infobroschüre
Infos über Hitzeschutz
Hitzeaktionstag, Infostand
Infos über Hitzeschutz
Hitzeaktionstag, Infobroschüre
Infos über Hitzeschutz