Heilerziehungspfleger/-in

Porträt Marion Hoff-von Loßberg Fachschulleitung Heilerziehungspflege

Marion Hoff-von Loßberg
Fachschulleitung 


Fühlen Sie sich dazu berufen Menschen in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu begegnen? Dann ist der Beruf der Heilerziehungspflege genau das richtige! Heilerziehungspflege zeichnet sich durch seine Vielfalt aus. Sie setzt sich neben der individuellen Begleitung von Menschen auch sozialpolitisch für gesellschaftlich gerechtere Verhältnisse ein. Heilerziehungspflege bedeutet immer auch Potentiale zu erkennen, darauf aufbauend Entwicklungsprozesse anzuregen und zu begleiten. Heilerziehungspflege steht in allen Arbeitsfeldern für eine inklusive Gesellschaft, indem sie insbesondere den Menschen mit besonderen Bedarfen eine hörbare Stimme gibt. Der Beruf bietet dabei ein breites Spektrum an Arbeitsfeldern und Karrieremöglichkeiten.

Wir begleiten Sie persönlich im Prozess des Lernens durch Lernbegleiter und Lernberatung, um in dem facettenreichen Beruf mit seinen vielfältigen Aufgaben kompetent und handlungsfähig zu werden. Die Lehrenden bieten Methodenvielfalt und Praxiserfahrung, um den Unterricht abwechslungsreich zu gestalten. Nach Abschluss der Ausbildung wird der Titel Bachelor Professional in Sozialwesen (DQR 6) vergeben.


Kontakt

Marion Hoff-von Loßberg
Fachschulleitung 
Telefon +49(0)681/87009-14
m.hoffvonlossbergthou-shalt-not-spambildung.shg-kliniken.de


Adresse

SHG Bildung
Konrad-Zuse-Straße 3a
D-66115 Saarbrücken


Übersicht

Definition

"Das zeitgemäße Aufgabenverständnis der Heilerziehungspflege umfasst die Erziehung, Begleitung, Assistenz, Beratung, Unterstützung, Bildung und Pflege von Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen in ihrem Lebensumfeld.

Ziel der gesamten Tätigkeit von Heilerziehungspfleger/-innen ist die Erhaltung bzw. die Entwicklung einer möglichst selbstbestimmten Lebensweise der zu unterstützenden Menschen, verbunden mit einem Höchstmaß an Lebensqualität.

Im Mittelpunkt steht der Mensch mit Behinderungen mit der unverwechselbaren Ausprägung seiner Persönlichkeit. Heilerziehungspfleger/-innen sind dialogische Partner. Sie unterstützen Beziehungen der Menschen mit Behinderungen und gestalten ihr Handeln auf einfühlsame und wertschätzende Weise.

Heilerziehungspfleger/-innen lernen und entwickeln in der Ausbildung die Fähigkeit zur professionellen Analyse und Reflexion der Biographie des Menschen mit Behinderung, seiner persönlichen Lebenswelt und seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten.

Sie haben die Fähigkeit zur differenzierten Planung, Unterstützung und Assistenz bei Entwicklungs- und Bildungsprozessen in allen Lebensphasen. Sie begleiten Menschen mit Behinderungen in ihren lebenslangen Lernprozessen mit dem Ziel einer höheren Autonomie und einem Mehr an Selbstverantwortung." (BAG HEP, Kompetenzprofil, 2008)

 

Abschluss: staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger*in (Bachelor Professional Sozialwesen) 

Arbeitsfelder: 

  • Tagesstätte / Tagesförderstätte
  • unterstützenden Wohnformen und Pflegeeinrichtungen für Menschen in behindernden Lebenssituationen
  • in der Privatwohnung
  • in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation sowie Berufs- und Werkstätten
  • in Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Einrichtungen der Sozialpsychiatrie
  • in ambulanten Diensten
  • in Vorsorge- und Rehabilitationskliniken
  • in Kindertageseinrichtungen
  • an (Förder-) Schulen
  • in Beratungsstellen
  • in Kinder- und Jugendwohnheimen
  • in Senioreneinrichtungen
  • Einrichtung der psychiatrischen Versorgung

Beispiel
Ein junger Mann sitzt im Rollstuhl und muss einen Behördengang in die Stadt unternehmen. Mit welchen Hindernissen dies verbunden ist, kann sich jemand ohne Handicap kaum vorstellen. Dies ist u.a. ein Bestandteil der Ausbildung, nämlich durch Selbsterfahrung den Weg des jungen Mannes nachzuvollziehen.

2.400 Unterrichtsstunden im Fachschulteil, wöchentlich ca. 32 Unterrichtsstunden, i.d.R. von 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr

Beginn und Dauer der Ausbildung
Bewerbungsschluss: Ende August
Dauer: begleitetes Vorpraktikum (wenn als Eingangsvoraussetzung nötig)
vollschulisch: 2 Jahre Fachschulausbildung + Anerkennungsjahr oder
PiA: 3 Jahre praxisintegrierte Ausbildung
Beginn: Vorpraktikum und Fachschulausbildung jährlich 1. September

Ausbildungsinhalte

  • Theorie und Praxis der Heilerziehungspflege
  • Psychologie und Sozialkunde
  • Psychiatrie und Neurologie
  • Gesundheits- und Krankheitslehre
  • Pflege, Hauswirtschaft
  • Rechts- und Berufskunde
  • Musisch-kreative Gestaltung
  • Sport und Bewegungserziehung
  • Deutsch und Jugendliteratur
  • Religionspädagogik/Ethik

Praktische Ausbildung

vollschulisch:

  • Vorpraktikum mit monatlichen Aufarbeitungstagen (Arbeitszeiten nach Regelung der Einrichtungen)
  • ein regelmäßiger Theorietransfertag pro Woche im Fachschulteil
  • ein vierwöchiges Blockpraktikum pro Semester
  • 1.600 Stunden im Anerkennungsjahr (Arbeitszeiten nach Regelung der Einrichtungen)

praxisintegrierte Ausbildung:

  • Vorpraktikum mit monatlichen Aufarbeitungstagen (Arbeitszeiten nach Regelung der Einrichtungen)
  • 2-3 Praxistage in der Woche je nach Ausbildungsjahr
  • längere Praxisblöcke auf drei Jahre verteilt

Ferien/Urlaub

  • im Vorpraktikum und Anerkennungsjahr mindestens 28 Tage
  • PiA: in Absprache mit den Einrichtungen zu planen, 
  • vollschulisch: im Fachschulteil angepasst an die saarländischen Schulferien

Eingangsvoraussetzungen

  • Mittlerer Bildungsabschluss und
  • erfolgreiche Teilnahme an einer einjährigen beruflichen Vorbereitungsmaßnahme oder
  • abgeschlossene mind. 23-monatige einschlägige Berufsausbildung oder
  • abgeschlossenen nicht-einschlägige Berufsausbildung + sechswöchige fachkundig angeleitete Tätigkeit in den Arbeitsfeldern der HEP oder
  • eine vierjährige einschlägige praktische Tätigkeit in Einrichtungen und Diensten des Sozial- und Gesundheitswesens (Kindererziehungszeiten und FSJ können mit max. zwei Jahren angerechnet werden) oder
  • Hochschulzugangsberechtigung und sechswöchige fachkundig angeleitete Tätigkeit in den Arbeitsfeldern der HEP

Finanzierung und Ausbildungsvergütung

Vollschulische Ausbildung:

  • über 30 Kooperationsplätze bei 15 Einrichtungen der Eingliederungshilfe im Saarland, d.h. das Schulgeld und die Ausbildungsvergütung werden vom Träger der praktischen Ausbildung übernommen:
    • Taschengeld im Vorpraktikum: 150,00 bis 1.000,00 EUR + BaföG
    • im Fachschulteil Ausbildungsvergütung und/oder über das AFBG ein Vollzuschuss 964,00 EUR
    • Vergütung im Anerkennungsjahr: TVAöD
  • Über die Aufstiegsfortbildungsförderung (AFBG) z.B. zusätzliches Kindergeld und Wohngeld

Praxis integrierte Ausbildung (PiA): nach TVAöD

Bewerbungsschluss:
Ende August

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen inklusive dem Aufnahmeantrag per Post oder E-Mail an:

SHG Bildung gGmbH
Bewerbungsverfahren
Konrad-Zuse-Straße 3a
D-66115 Saarbrücken
bewerbung-bithou-shalt-not-spambildung.shg-kliniken.de

Bitte reichen Sie zusätzlich folgende Formular ein (nur Standort Saarbrücken): Aufnahmeantrag Bewerbung

Bewerbungsschluss:
Ende der saarländischen Ferien eines jeden Jahres
Ihre vollständige Bewerbung nehmen wir gerne entgegen. Die Auswahl neuer Teilnehmer/-innen für die Ausbildung wird von der jeweiligen Fachleitung vorgenommen. Aus verwaltungsorganisatorischen Gründen können Bewerbungsunterlagen nicht zurück geschickt werden. Bitte übersenden Sie uns daher nur Kopien, keine Originale und keine Bewerbermappen bzw. Klemmhefter.

Sprechzeiten
Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr

Kontakt
Telefon +49(0)681/87009-0
bewerbung-bithou-shalt-not-spambildung.shg-kliniken.de

Lehrende

Porträt Désirée Beaumont Lehrende Heilerziehungspflege
Désirée Beaumont

Telefon +49(0)681/87009-18
d.beaumontthou-shalt-not-spambildung.shg-kliniken.de
 

Tobias Peters

Telefon +49(0)681/87009-45
t.petersthou-shalt-not-spambildung.shg-kliniken.de

Porträt Phil Weisbrodt Lehrender Heilerziehungspflege
Phil Weisbrodt

Telefon +49(0)681/87009-30
p.weisbrodtthou-shalt-not-spambildung.shg-kliniken.de