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Für Covid-19-Patienten wie auch für den „normalen“ Notfallbetrieb gut gerüstet

 

Für Covid-19-Patienten wie auch für den „normalen“ Notfallbetrieb gut gerüstet

Der bisherige Haupteingang zum Klinikum Merzig ist gesperrt. Patienten werden jetzt zur Clearing-Stelle an der Einfahrt für die Rettungswagen geleitet.
Covid-19-Verdachtsfälle werden an der Clearing-Stelle von den übrigen Patienten getrennt und separat diagnostiziert.

Aufnahmekapazitäten erhöht, Sicherheit verschärft: Das Klinikum Merzig hat in den letzten zwei Wochen ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt

 

Merzig. Das SHG-Klinikum Merzig hat in den letzten zwei Wochen ein umfangreiches Maßnahmenpaket umgesetzt, um für die Aufnahme behandlungsbedürftiger Covid-19-Patienten gerüstet zu sein. So wurden der Haupteingang geschlossen und ein kontrollierter Eingang mit einer sogenannten Clearing-Stelle an der Einfahrt für die Rettungswagen eröffnet, eine separat zugängliche Corona-Isolierstation mit 22 Betten eingerichtet sowie die Intensivstation von 12 auf 17 Plätze aufgestockt.

Die Clearing-Stelle dient zur Lenkung der Patientenströme. Covid-19-Verdachtsfälle werden bereits hier von den übrigen Patienten getrennt und separat diagnostiziert. Dabei wird das Klinikum von Hilfsorganisationen wie DRK, Malteser und THW sowie niedergelassenen Ärzten unterstützt. Sie sichern die Patientenaufnahme an allen Tagen rund um die Uhr. Durch die Clearing-Stelle müssen auch alle Patienten, die am Wochenende die kassenärztliche Bereitschaftsdienstpraxis aufsuchen.      

Bereits seit Mitte März gibt es die Corona-Isolierstation mit 22 Betten einschließlich der Überwachungsmöglichkeit mittels Monitore. Hier darf nur autorisiertes Personal hinein, der Zugang ist durch eine Schleuse gesichert. Mit dem übrigen Patienten des Krankenhauses kommen die hier über einen eigenen Aufzug eingelieferten Covid-19-Patienten und Verdachtsfälle nicht in Kontakt. Versorgt werden die Patienten der Isolierstation werden von speziell geschulten Ärzten und Pflegern, die zum zusätzlichen Infektionsschutz in versetzen Schichten arbeiten.   

Auf der Intensivstation können aktuell sieben Patienten beatmet werden, sechs weitere Geräte sind bestellt. Zur Sicherstellung der erweiterten Versorgung wurde das Personal aufgestockt. Schutzausrüstungen und Medikamente sind in einem zentralen Lager separat verschlossen und werden täglich auf die Bestände hin überprüft. Beschaffung und Versorgung erfolgen durch die SHG-Tochter Apolog GmbH. 

Und weil die Ausgangsbeschränkungen Familien nicht immer leichtfallen dürften: Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums hat ein „Krisentelefon zur Coronakrise“.
Eingerichtet. Kinder, Jugendliche und Familien erhalten dort Rat bei emotionalen, sozialen oder psychischen Problemen, die sich aus der aktuellen Krisensituation ergeben. Erfahrene Fachleute stehen dort täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr unter den Telefonnummern 06861 – 705 1751 und 06861 – 705 1991 bereit. Auch per E-Mail kann man sich dorthin wenden und Fragen stellen: krisenberatung-kjp@mzg.shg-kliniken.de

„Zusammen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und weiteren hilfreichen Kräften tun wir alles was in unserer Macht steht, um der Corona-Krise im Landkreis Merzig-Wadern professionell zu begegnen“, erklären Verwaltungsdirektor Michael Zimmer, der Ärztliche Direktor Professor Dr. Matthias Strittmatter und Pflegedirektor Ulrich Reutler. „Alle machen einen hervorragenden Job in dieser Sondersituation und wir sind ihnen dankbar dafür“. Die Klinikleitung legt aber auch Wert darauf, „dass wir neben all diesen Sondermaßnahmen selbstverständlich weiterhin unsere "normalen" medizinischen Notfälle sowie Geburten versorgen“.

 

Foto: SHG/Harald Kiefer
31. März 2020