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Corona-Pandemie: Die SHG sieht sich fürs erste gut gerüstet

Aufbau von Isolationsstationen und Einrichtung zusätzlicher Intensivkapazitäten an allen Klinikstandorten – „Krisentelefon“ der Kinder- und Jugendpsychiatrie – Kritik an ausstehenden finanziellen Hilfen des Bundes

 

Saarbrücken. Intensivbetten, Schutzausrüstung, Personal – die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) sieht sich an ihren Krankenhausstandorten in Saarbrücken, Völklingen, Merzig und Idar-Oberstein aufs erste gut gerüstet, klinisch behandlungsbedürftige Covid-19-Patienten aufzunehmen und zu versorgen. „Wir haben uns in Abstimmung mit allen Beteiligten bestmöglich vorbereitet und legen täglich weiter nach. Wir sind bereit, gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles zu tun, was in unserer Macht steht, um der Corona-Pandemie professionell zu begegnen“, erklärt SHG-Geschäftsführer Bernd Mege.

Jüngste Maßnahme ist die Errichtung einer vom übrigen Klinikbetrieb separaten Isolationsstation mit 22 Plätzen zur Aufnahme von Covid-19-Patienten an den SHG-Kliniken Völklingen. Die Betten sind wie auf einer Intensivstation mit Monitoring zur Überwachung des Gesundheitszustandes der Patienten ausgestattet und erhalten Beatmungsgeräte. Die Einrichtung geht ab Montag, 23. März, in Betrieb und wird vom Chefarzt des Lungenzentrums Saar, Professor Dr. Harald Schäfer geleitet. Der Station vorgeschaltet ist ein Zelt als Warte- und Aufnahmebereich, das die Kranken- und Rettungsdienste auf gesonderten Wegen anfahren.

Am Klinikum Merzig steht in Kürze ebenfalls eine Isolationsstation zur Aufnahme von Covid-19-Patienten bereit. Sie ist für Patienten mit milderem Krankheitsverlauf gedacht, die nicht in häuslicher Quarantäne bleiben können. Die Aufnahme erfolgt getrennt vom sonstigen Patientenverkehr über ein Zelt, das vom THW zur Verfügung gestellt wurde. Niedergelassene Ärzte und weiterer Partner helfen dabei.

Ebenfalls mit dem Ziel der Aufnahme leichter Fälle werden derzeit im Bereich der Kliniken Sonnenberg das Arbeits- und Trainingszentrum ATZ und die Fachklinik Tiefental schrittweise geräumt. Die Präventiv-Maßnahme erfolgt auf Wunsch der Landesregierung. Zudem werden auf dem Sonnenberg Intensiv-Kapazitäten vorbereitet.

Aufgestockt werden die Isolations- und Beatmungskapazitäten auch am SHG-Klinikum in Idar-Oberstein. Wie an den saarländischen Kliniken der SHG werden auch hier die Beschäftigten besonders in Hygiene und speziell intensivmedizinisch geschult. Die Krankenpflegeschulen an allen Standorten haben ihren Unterricht ausgesetzt. Die Pflege-Schülerinnen und -Schüler der SHG Bildung, im Saarland rund 250, machen ihre praktische Ausbildung weiter vor Ort und helfen so bei der Verstärkung des klinischen Personals.


Die Besuchszeiten aller Kliniken der SHG sind bis auf weiteres ausgesetzt. Besuche von Angehörigen schwerstkranker und palliativer Patientinnen und Patienten sind in Ausnahmefällen nach vorheriger telefonischer Absprache mit der jeweiligen Station möglich. Notfall-Patienten werden selbstverständlich weiterhin aufgenommen.

Weil die aktuellen Ausgangsbeschränkungen Familien nicht immer leichtfallen dürften: Bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie im SHG-Klinikum Merzig gibt es ab Montag, 23. März, ein „Krisentelefon zur Coronakrise“. Kinder, Jugendliche und Familien erhalten dort Rat bei emotionalen, sozialen oder psychischen Problemen, die sich aus der aktuellen Krisensituation ergeben. Erfahrene Fachleute stehen täglich von 9 Uhr bis 17 Uhr unter den Telefonnummern +49(0)6861/705-1751 und +49(0)6861/705-1991 bereit. Auch per E-Mail kann man melden und Fragen stellen: krisenberatung-kjp@mzg.shg-kliniken.de

Enttäuscht zeigt sich SHG-Geschäftsführer Mege über das Ausbleiben schneller finanzieller Hilfen seitens der Bundesregierung. „Den Krankenhäusern wurde ein Schutzschirm versprochen dafür, dass sie ihre Kapazitäten zur Bewältigung der Corona-Krise ausbauen. Jetzt liegt ein Gesetzentwurf vor, der statt großzügiger Finanzierung des Notwendigen alles wieder bürokratisches Klein-Klein zurückfallen lässt“, kritisiert Mege. „Das ist nicht tolerabel, weil es fatale Konsequenzen haben wird, indem es Krankenhäuser in den Ruin treibt“.


Die SHG

Die Saarland-Heilstätten GmbH mit Sitz in Saarbrücken ist eine gemeinnützige Gesellschaft in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft. Als Trägerin von Krankenhäusern, Rehakliniken, ambulanten pflegerischen und berufsbegleitenden Diensten, medizinischen Versorgungszentren sowie eines Seniorenzentrums dient sie der Gesundheitsversorgung.

Unter dem Dach der SHG vereint sind rund 2.000 Betten und Tagesklinikplätze. Der Konzern beschäftigt rund 5.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bundesländern Saarland und Rheinland-Pfalz.

22. März 2020