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48_Pressemitteilung

 

Geriatrie im Focus

Bei der Eröffnung der Tagung (v.l.n.r.): Organisator Sven Schäfer, Dr. Martin Huppert, Dr. Bernd Gehlen, Pflegedirektorin Beate Weis, Staatssekretär Stephan Kolling und Manfred Seiler.
Chefarzt Dr. Bernd Gehlen stellte die Gariatrische Klinik vor.
Die Veranstaltung in der Saarbrücker Congresshalle war mit über 200 Teilnehmern gut besucht.

Pflegefachtagung der SHG-Kliniken Sonnenberg in der Saarbrücker Congresshalle fand guten Zuspruch

Saarbrücken.
Aktuelle medizinische und pflegerische Aspekte in der Geriatrie standen im Mittelpunkt einer Fachtagung der SHG-Kliniken Sonnenberg in der Congresshalle in Saarbrücken. Den mehr als 200 Zuhörern wurde ein interessanter Tag mit viel Wissenswertem rund um die Berufspraxis geboten. Zudem gab es einen Einblick in die Arbeit der Geriatrischen Klinik, vorgestellt von Chefarzt Dr. Bernd Gehlen.

 

Der Sonnenberg wolle sich inhaltlich öffnen und der Öffentlichkeit seine Arbeit darstellen, sagte Verwaltungschef Dr. Martin Huppert bei der Begrüßung. Dies sei einer der Gründe, warum man regelmäßig solche Fachtagungen organisiere. Zudem wolle man vermehrt junge Menschen für die Geriatrie begeistern.  „Sie ist einzigartig und die Arbeit in diesem Fachbereich bietet viele positive Aspekte“, betonte Huppert.


Das Programm der Tagung umfasste ein breites Spektrum an Themen: Von juristischen Fragen in der Geriatrie, über den Einsatz naturheilkundlicher Verfahren bis hin zur Schmerztherapie und der Möglichkeit pflegerischer Intervention bei Patienten mit Schmerzen. Was die Pflege in der Geriatrie auszeichne, habe er persönlich feststellen können, als ein naher Familienangehöriger ein Fall für die Geriatrie wurde, erklärte Staatssekretär Stephan Kolling in seinem Grußwort. Sein Wunsch: „Nehmen sie die Impulse, die sie heute bekommen mit. Dann können wir die Geriatrie im Saarland zu etwas ganz Besonderem machen.“

 
Ein Beispiel, wie Ältere nach einem vergleichsweisen harmlosen Sturze zum Geriatrie-Patienten werden können, zeigte Chefarzt Gehlen auf. „Es gibt einen Domino-Effekt, typisch bei älteren Menschen. Nach dem Sturz entsteht Immobilität, es folgt eine Lungenentzündung, diese wiederum führt durch mangelnde äußere Impulse zum intellektuellen Abbau und schließlich zum Delir.“ Diese Kettenreaktion gelte es zu vermeiden, indem die geriatrischen „I´s“ gleichermaßen gestärkt beziehungsweise vermieden werden. Diese „I´s“ sind laut Gehlen „Immobilität, Instabilität, Intellektuelle Abnahme, Inkontinenz und Iatrogenesis“ (Arzneiwirkung).


Entscheidend sei im Rahmen der Therapie die Selbsthilfefähigkeit der Patienten zu stärken. Daran arbeiten in der Geriatrischen Klinik viele Menschen Hand in Hand: Ärzte, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Musiktherapeuten, Sozialdienste und Seelsorger.


Über den rechtlichen Rahmen in der Geriatrischen Behandlung referierte Rechtsanwalt Manfred Seiler. Die Heilpraktikerin Susanne Hilt erläuterte, welche naturheilkundlichen Therapieansätze in die geriatrische Behandlung einfließen können. Der Merziger Neurologe und Schmerzspezialist Dr. Raphael Jung erklärte das Entstehen und die Weiterleitung von Schmerz. Schließlich zeigte der pflegerische Leiter der Palliativstation am SHG-Klinikum Merzig, Florian Collmann, Möglichkeiten auf, wie Pflegende Schmerzen lindern können.



Foto bzw. Fotos: Harald Kiefer/SHG
9. September 2019