AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

44_SHG will nach Akteneinsicht weitere Schritte prüfen

 

SHG will nach Akteneinsicht weitere Schritte prüfen

Presseerklärung der Saarland-Heilstätten GmbH zu den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen einen früheren Pfleger der SHG-Kliniken Völklingen

Saarbrücken.
Zu den Ende August durch Presseveröffentlichungen bekannt gewordenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen einen früheren Pfleger der SHG-Kliniken Völklingen erklärt die Saarland Heilstätten GmbH (SHG) als Klinikträger:  

Die SHG ist über die Berichterstattung erschüttert.  

Das Arbeitsverhältnis der von der Staatsanwaltschaft Saarbrücken beschuldigten Person bestand vom 01.01.2015 bis zum 30.04.2016. Der Beschuldigte war als Gesundheits- und Krankenpfleger der operativen Intensivstation in den SHG-Kliniken Völklingen beschäftigt.

Am 30.03.2016 kündigten die SHG-Kliniken das Arbeitsverhältnis zunächst fristlos. Nach einer von dem Beschuldigten erhobenen Kündigungsschutzklage, endete das Arbeitsverhältnis durch gerichtlichen Vergleich zum 30.04.2016. Dem Beschuldigten wurde intern insbesondere ein illoyales Verhalten gegenüber seinem Arbeitgeber vorgeworfen. Nach Mitteilungen von Kolleginnen und Kollegen an die Stationsleitung ging es auch um das Verhalten gegenüber Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit Reanimationen.

Selbstverständlich führten die SHG-Kliniken eine medizinische Überprüfung der geschilderten Auffälligkeiten an Hand von Patientenakten durch. Hiernach ergab sich für die SHG-Kliniken jedoch kein Verdacht gegen den Beschuldigten.

Was den Verdacht von Straftaten gegen den Beschuldigten angeht, meldete sich erstmals im Juni 2016 die Kriminalpolizei bei der Verwaltungsdirektion der SHG-Kliniken Völklingen. Die Ermittlungen betrafen den Verdacht des Missbrauchs von Titeln, das heißt, dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, sich als Arzt ausgegeben zu haben. Dies betraf jedoch nicht die SHG-Kliniken Völklingen. Des Weiteren gehe es, so hieß es, um Vorermittlungen im Zusammenhang mit der Gabe von Medikamenten.

Im Juli 2016 berichteten lokale Medien über den Verdacht möglicher Straftaten im Zusammenhang mit der Gabe von Medikamenten. Dabei hieß es unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, es gehe um den „Verdacht der gefährlichen Körperverletzung durch etwaige Unregelmäßigkeiten bei der Medikamentenverabreichung“.
 
Im Zusammenhang mit der ersten Kontaktaufnahme der Kriminalpolizei im Juni 2016 und dem Verfahren wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, sicherten die SHG-Kliniken Völklingen den Ermittlungsbehörden jedwede Zusammenarbeit zu. Die SHG-Kliniken erteilten sämtliche Auskünfte, die den Ermittlungsbehörden zur Aufklärung des Sachverhalts erforderlich erschienen und sicherten eine Unterstützung der Ermittlungen zu jedweder Zeit zu, ohne dass bekannt wurde, ob und welcher Verdacht sich gegen den Beschuldigten konkretisieren ließ.

Die SHG-Kliniken werden durch einen mit der Staatsanwaltschaft in Kontakt stehenden Rechtsbeistand über Akteneinsicht in Erfahrung bringen, welche Patientinnen und Patienten, die in den SHG-Kliniken Völklingen behandelt wurden, von dem nunmehr konkret bekannt gewordenen Verdacht betroffen sind.

Die Staatsanwaltschaft werden wir weiterhin unterstützen. Zum Fortgang der Ermittlungen werden wir in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft informieren.

Presseanfragen bitte an den Pressesprecher der SHG

Fred Eric Schmitt

Fesmpr(at)aol.com

30. August 2019