AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

40_Von gesunden und motivierten Mitarbeitern profitiert auch der Arbeitgeber

 

Von gesunden und motivierten Mitarbeitern profitiert auch der Arbeitgeber

Die Gesundheits- und Sozialmanagerin Jennifer Breil (r.) und Betriebsratsvorsitzende Ursula Meister.

Im SHG-Klinikum Merzig läuft ein erfolgversprechendes Pilotprojekt zum betrieblichen Gesundheitsmanagement

 

Merzig. Im SHG-Klinikum Merzig läuft aktuell ein Pilotprojekt zum betrieblichen Gesundheitsmanagement, das bei erfolgreichem Abschluss auch auf die übrigen SHG-Kliniken im Saarland und in Rheinland-Pfalz übertragen werden soll. Konkret geht es darum, Strukturen und Prozesse am Arbeitsplatz so gestalten, dass sie der Gesundheit der Arbeitnehmer förderlich sind. Seit Anfang April arbeitet die studierte Gesundheits- und Sozialmanagerin Jennifer Breil an der Umsetzung.

Ihre erste Aufgabe: In Gesprächen mit Mitarbeitern quer durchs Haus festzustellen, wo am ehesten etwas getan werden muss. “Es gilt überall gute Bedingungen zu schaffen, für diejenigen die dort arbeiten müssen“, sagt Breil, die in engem Kontakt mit dem Betriebsrat steht. Ein großer Schritt vorwärts und eine große psychische Entlastung vor allem für die Mütter unter den Mitarbeiterinnen sei beispielsweise die Betriebsvereinbarung über die Verbindlichkeit der Dienstpläne gewesen, die vor kurzem geschlossen wurde, sagt Betriebsratsvorsitzende Ursula Meister. Die Mitarbeiter haben dadurch eine bessere Möglichkeit der Planung, denn die Dienste sind jetzt acht Wochen im Voraus festgeschrieben.

Nach den ersten Monaten im Haus stehen bereits etliche Dinge auf Breils Agenda. Sie plant beispielsweise Angebote zur Teambildung oder ein Kommunikationstraining für die Führungskräfte. Einiges konnte sie auch schon ganz unbürokratisch in die Wege leiten. Ein Supervisionsangebot für die Psychiatrische Station beispielsweise. Oder schnelle Termine für die Merziger Krankenpflegeschüler beim SHG-eigenen Institut zur Aus- und Weiterbildung in Psychotherapie SIAP. „Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement ergibt sich letztendlich aus vielen Kleinigkeiten, die sich in der Summe ergänzen“, ist Breil überzeugt.

Derzeit denkt sie gemeinsam mit den Physiotherapeuten über ein Angebot an Entspannungskursen und Wirbelsäulengymnastik für die Mitarbeiter nach. Kontakte hat Jennifer Breil auch zum Merziger Gesundheitscampus geknüpft, um vorhandene Synergien zu nutzen. Im September wird im Fellenberg-Stift ein Gesundheitstag stattfinden, bei den verschiedene Mitarbeiter der SHG ihren Kollegen ihre Angebote vorstellen. „Solche Gesundheitstage werden in der Regel sehr gut von unseren Mitarbeitern angenommen“, weiß Ursula Meister. „Vor allem, wenn man die Mittagspause oder den Nachhauseweg für einen Besuch nutzen kann.“

Die SHG-Geschäftsführung wie auch die Verwaltungsdirektion des Klinikums stehen voll hinter dem bereits 2017 beschlossenen Pilotprojekt. Man erwartet eine Win-Win-Situation: Ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement soll den Mitarbeitern wie auch dem Unternehmen gleichermaßen nutzen. Den Mitarbeitern dadurch, dass ihre Bedürfnisse wahrgenommen und unterstützt werden und ihr Wohlbefinden gestärkt wird, dem Unternehmen durch gesündere, motivierte Mitarbeiter und eine langfristige Verringerung des Krankenstandes. Außerdem - und das wird immer wichtiger - ist ein gutes BGM natürlich auch eine gute Visitenkarte beim Anwerben neuer Mitarbeiter.

 

Foto: Harald Kiefer/SHG
13. August 2019