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Mehr Hilfen für Kinder und Jugendliche, die Opfer von Gewalt wurden

Bei der Vertragsunterzeichnung im Sozialministerium (v.l.): Staatsekretär Stephan Kolling, SHG-Geschäftsführer Bernd Mege und Professor Dr. Eva Möhler, Chefärztin der SHG-Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kindertraumaambulanz mit (Bildmitte) Prof. Eva Möhler, der Leitenden Psychologin Andrea Dixius und Bernd Mege.

Sozialministerium und SHG unterzeichneten Vertrag über die Einrichtung einer Kindertraumaambulanz

 

17.6.2019, Saarland Heilstätten GmbH

 

Das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie und die Saarland- Heilstätten GmbH (SHG) haben einen Kooperationsvertrag zur Einrichtung einer Kindertraumaambulanz abgeschlossen. Sie wird am 1. Juli ihre Arbeit aufnehmen und Kinder, die ein psychisches Trauma erlitten haben - beispielsweise Opfer sexueller Gewalt -, zeitnah therapeutisch versorgen.

Die SHG verfügt über viel Erfahrung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Gleich an mehreren Standorten der SHG-Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik wird es zukünftig das Angebot der Trauma- Ambulanz geben. „Das ist wichtig, damit die Kinder und Jugendlichen möglichst wohnortnah versorgt werden können“, sagte Staatsekretär Stephan Kolling bei der Unterzeichnung der Vereinbarung mit SHG-Geschäftsführer Bernd Mege.

Künftig werden an den SHG-Kliniken für Kinder und Jugendliche in Kleinblittersdorf, Saarbrücken-Schönbach, St. Wendel und Merzig 14 Trauma-Therapeuten für die ambulante Betreuung der jungen Opfer zur Verfügung stehen. Die Traumaambulanz bietet im Rahmen des OEG für Kinder und Jugendliche mit Gewalterlebnissen eine rasche psychotherapeutische Versorgung an und klärt, ob eine weiterführende Therapie geboten ist. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche, die körperlich oder sexuell misshandelt wurden oder Zeuge von Gewalt geworden sind.
Staatssekretär Kolling misst der psychotherapeutischen Frühintervention bei jungen Opfern von Gewalttaten große Bedeutung zu. Mit der Erweiterung des seit 2012 bestehenden Trauma-Netzwerks Saarland um eine eigene Kindertraumaambulanz könne das Land nun auch hier sehr früh die passende therapeutische Versorgung sicherstellen. „Gerade vor dem Hintergrund der Sorge um eine möglichst gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu Erwachsenen ist diese frühe Art der Hilfegewährung ein wichtiger Baustein, damit trotz des erlittenen psychischen Traumas aufgrund einer Gewalthandlung eine Genesung möglich wird“, so Kolling.

Grundlage für die Zusammenarbeit des Landesamts für Soziales als Kostenträger und der SHG als Leistungserbringer ist das Opferentschädigungsgesetz (OEG). Darin wird eine eigenständige staatliche Entschädigung über die allgemeinen Sicherungssysteme und die Sozialhilfe hinaus für die Opfer von Gewalttaten geregelt.

Die Betroffenen können sich direkt und unbürokratisch an die SHG wenden.  

Kontakt Kindertraumaambulanz, Tel. 06805 – 9282-0, E-mail: kindertraumaambulanz(at)sb.shg-kliniken.de