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30_Neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie soll Mitte 2021 stehen

 

Neue Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie soll Mitte 2021 stehen

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde das Startsignal zum Neubau gegeben.
SHG-Geschäftsführer Bernd Mege konnte zahlreiche Gäste und Mitarbeiter zu der Feier begrüßen.
„Gute und richtige Entscheidung, das Ganze auf den Sonnenberg zu verlegen“: SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo.
„Das Thema Sucht spielt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine große Rolle“: Ministerialrätin Brigitte Schmidt-Jähn.
So haben sich die Planer des Büros KHB-Architekten aus Langen in Hessen den Neubau vorgestellt.

SHG investiert auf dem Saarbrücker Sonnenberg rund 13 Mio. Euro

 

Saarbrücken. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurde auf dem Sonnenberg das Startsignal für den Neubau der SHG-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie gegeben. Mitte 2021 soll das neue Haus fertig sein. Dann kann auch der Umzug aus dem alten Gebäude in Kleinblittersdorf erfolgen, das in die Jahre gekommen ist und noch an den Folgen des schweren Unwetters vom Mai letzten Jahres leidet.

 

An den SHG-Kliniken Sonnenberg entsteht nun ein zweigeschossiger Flachbau für 42 stationäre und 15 Tagesklinikplätze. Außerdem wird Platz für Therapie, eine Schule und eine Turnhalle geschaffen. Der Neubau am Waldrand erhält auch einen Therapie-Garten, eine Außenküche und einen Grillplatz. Die Baukosten sind mit rund 13 Mio. Euro veranschlagt, davon neun Mio. Euro als Landeszuschuss.

 

„Das ist ein Tag der Freude“, sagte SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo. Man habe beim Träger schon länger über eine Verlegung der Klinik von Kleinblittersdorf nach Saarbrücken nachgedacht, auch wegen der Synergieeffekte und absehbar hoher Sanierungskosten des Altgebäudes, was dann durch das letztjährige Unwetter und dessen Folgen beschleunigt wurde. „Es war eine gute und einstimmige Entscheidung, das Ganze auf den Sonnenberg zu verlegen“. Gillo bedankte sich beim Land für den Zuschuss, „ohne den die Realisierung unserer Pläne nicht möglich gewesen wäre“.

 

Ministerialrätin Brigitte Schmidt-Jähn, die als Vertreterin der Landesregierung an der Feier teilnahm, warf einen Blick in die Zukunft der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in der gegenläufige Trends aufeinanderträfen: „Einerseits führt die demografische Entwicklung zu weiter rückläufigen Kinder- und Jugendlichenzahlen, andererseits nimmt die Morbidität der relevanten Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen zu“. Dabei spiele das Thema Sucht eine große Rolle. Mit Blick darauf, dass die Kliniken Sonnenberg die meisten vollstationären Plätze in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung im Saarland vorhalten, habe man im neuen Krankenhausplan ein Zeichen gesetzt und die SHG- Einrichtung als Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie ausgewiesen und ihre Kapazitäten um rund 30 Prozent erhöht.

 

Freudig beklatscht wurde der Spatenstich auch vom gesamten Team der KJP und vielen Beschäftigten des Sonnenbergs. SHG-Geschäftsführer Bernd Mege nutzte die Gelegenheit, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausdrücklich für ihr Engagement zu danken: „Sie sorgen 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr dafür, dass kranken Menschen geholfen wird, und das mit hoher Professionalität und Empathie“.

Fotos: SHG/Harald Kiefer/Grafik: KHB-Architekten
15. Mai 2019