AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

47_Konzern_Ver.di

 

SHG-Gruppe kündigt Vereinbarung mit ver.di für die Entlastung von Krankenhauspflegekräften an

Saarbrücken. Die Saarland-Heilstätten GmbH (SHG) mit ihren Kliniken in Saarbrücken, Völklingen, Merzig und Idar-Oberstein wird mit der Gewerkschaft ver.di eine Vereinbarung zur wirksamen Entlastung der Pflege in den Krankenhäusern abschließen. Der grundlegende Vertrag soll noch in diesem Winter unterzeichnet werden.    

„Der Durchbruch ist geschafft“ erklärten kurz vor Weihnachten in Saarbrücken SHG- Geschäftsführer Bernd Mege und ver.di Landesfachbereichsleiter Frank Hutmacher nach einer Verhandlung auf dem Saarbrücker Sonnenberg, an dem neben der ver.di-Tarifkommission auch die Leitungen der vier SHG-Krankenhäuser teilnahmen.

Schon im November 2017 hatten SHG und ver.di eine Prozessvereinbarung zur Entlastung der Beschäftigten in den Krankenhäusern vereinbart. Einige Berühmtheit erlangte das Krankenhaus Völklingen, das als erstes Krankenhaus die Alleinarbeit auf den Stationen in der Nacht abschaffte. Jetzt wird man in einem Vertrag u.a.
folgendes festlegen:

•    Erheblicher Personalaufwuchs in den vier SHG-Standorten
•    Festlegung der Sollbesetzung in allen Pflegebereichen
•    Einführung von Personalbemessungssystemen
•    Regelungen für Pflege-Springerpools
•    Einführung eines Konsequenzenmanagements bei Unterbesetzung
      und Überlastungssituationen
•    Abschaffung der Alleinarbeit auf den Stationen
•    Ein Bonussystem für Belastungstage
•    Verbesserung der Ausbildung

Bernd Mege betonte, dass sich der Kontrakt in die Bemühungen der SHG einordne, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. So biete das Unternehmen vielfältige Möglichkeiten der Unterstützung und Hilfen für die Beschäftigten an. „Mit den Vereinbarungen mit ver.di krönen wir jetzt unsere Anstrengungen zum Wohle unserer Mitarbeiter, weil wir davon überzeugt sind, dass dieses Engagement auch unseren Patienten zu Gute kommt. Zufriedene Mitarbeiter sind eine Voraussetzung für zufriedene Patienten und deren Sicherheit“, so Mege.

Gewerkschafter Frank Hutmacher ergänzte: „Dies ist ein wichtiges Ereignis für alle Pflegekräfte im südwestdeutschen Raum. Aufstehen für die Pflege führt zum Erfolg. Dies ist der Verdienst unseres jahrelangen Kampfes für mehr Personal.“

Nach Angaben von Gewerkschaftssekretär Michael Quetting werden Arbeitsgruppen zur Ausarbeitung technischer Feinheiten beauftragt und die Ergebnisse im Frühjahr in einer Vereinbarung zusammengefasst. Quetting: „Dann haben wir schon vier Krankenhäuser an der Saar, die auf Entlastung und mehr Personal setzen und die Arbeitsbedingungen verbessern“. ver.di hat bekanntlich alle saarländischen Krankenhäuser zu Tarifverträgen für Entlastung aufgefordert. In der Summe gibt es in der Bundesrepublik 16 Krankenhäuser mit Entlastungsvereinbarungen, davon befinden sich vier im Saarland.

Unter dem Dach der SHG sind rund 2.000 Betten und Tagesklinikplätze vereint, bei der SHG-Gruppe sind über 5.000 Beschäftigte angestellt.
 
21. Dezember 2018


Pressemitteilung - Download als PDF


Zurück zur Übersicht Pressemitteilungen