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Anpassungsqualifizierung macht ausländische Pflegekräfte fit für den Berufsstart im Saarland

Präsentierten eine erste Bilanz des Projekts (v.l.n.r.): Professor Dr. Franz Lorenz, Gabriela Weiskopf, Verwaltungsleiterin Dagmar Girlinger, Sabine Flaus und Marie-Claire Kühn.

SHG Bildung und Projektpartner ermöglichen Integration durch Qualifizierung

Saarbrücken. Pflegekräfte, die im Ausland eine Ausbildung im Pflegeberuf abgeschlossen haben und die Anerkennung ihres Ausbildungsabschlusses in Deutschland anstreben, müssen ein Genehmigungsverfahren durchlaufen. Dabei wird geprüft, ob die ausländische und deutsche Berufsqualifikation gleichwertig sind oder ob Ausgleichmaßnahmen erforderlich sind. Im Saarland ist hierfür das Landesamt für Soziales zuständig. Hält die Behörde vor ihrer Zustimmung eine individuelle Ausgleichsmaßnahme für erforderlich, kann diese bei der SHG Bildung gGmbH absolviert werden. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms IQ - Integration durch Qualifizierung - durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Die SHG Bildung bietet als Teilprojektträger des IQ Landesnetzwerks Saarland die „Individuelle Anpassungsqualifizierung für Pflegekräfte mit im Ausland erworbener Qualifikation“ an. Hierbei haben die Pflegekräfte die Möglichkeit, die Gleichwertigkeit ihrer im Ausland erworbenen Berufsqualifikation zu erlangen. Sie nehmen teil an fachtheoretischen Schulungen und durchlaufen praktische Einsätze in Kliniken der SHG sowie in Pflegeeinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt und der Caritas. Bei Bedarf besteht zusätzlich die Möglichkeit zu integriertem Fach- und Sprachlernen durch die Arbeitsstelle Deutsch des IQ Landesnetzwerks. Zuletzt kann das Landesamt die Berufszulassung erteilen sowie die Berufsbezeichnung als examinierte Fachkräfte der Gesundheits- und Krankenpflege genehmigen.

„Das Teilprojekt bei der SHG hat innovativen Charakter und ist einmalig für das Saarland“, betonte Projektleiterin Gabriela Weiskopf bei einer ersten Bilanz. Seit dem Start im November 2017 haben sieben ausländische Pflegekräfte an der Maßnahme teilgenommen, je nach Herkunftsland mit unterschiedlichen Ausbildungsprofilen. „Deshalb haben wir dieses Jahr auch als Pilotphase angesehen“, so Weiskopf, die sich Anfang 2019 neuen beruflichen Aufgaben zuwenden wird. Neue Projektleiterin wird Sabine Flaus, unterstützt von Marie-Claire Kühn.

„Integration kann gelingen“, ist Professor Dr. Franz Lorenz, Pädagogischer Leiter der SHG Bildung, überzeugt. Dazu gehörten Aufgeschlossenheit für Interkulturalität und das Erkennen der Chancen, die damit verbunden sind. Zudem sei Deutschland heute auf die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte angewiesen.

Im Internet: www.bildung.shg-kliniken.de

Foto: Harald Kiefer/SHG.
17. Dezember 2018


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