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Die Zuhörer hatten einiges auf dem Herzen

Standen gerne Rede und Antwort (v.l.): Dr. Soufyane Yataghene, Chefarzt Dr. Rainer Breit und Oberarzt Jürgen Scholtes.

Kardiologen des Klinikums Merzig informierten über Vorhofflimmern

Merzig. „Herz außer Takt. Vorhofflimmern: Erkennen und Behandlung“ hieß es bei einer Informationsveranstaltung im Rahmen der bundesweiten Herzwochen im SHG-Klinikum Merzig. Eingeladen hatten die Kardiologen der Klinik, allen voran Chefarzt Dr. Rainer Breit. Rund 100 Zuhörer lauschten gespannt den Vorträgen und hatten anschließend auch reichlich Gelegenheit, Fragen loszuwerden.   

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung bei uns. Das Risiko für die Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Zu erkennen ist das Vorhofflimmern an Herzstolpern oder Herzrasen, an Schwindelgefühl, Kurzatmigkeit, Schwitzen und einem Schwächegefühl. Oft merken die Betroffenen zunächst nichts, erläuterte Oberarzt Jürgen Scholtes in seinem Einführungsvortrag. Akut lebensbedrohlich ist ein solches Vorhofflimmern zunächst nicht, und es gibt auch gute Medikamente dagegen. Macht es mehr Probleme, hilft eine so genannte Kathederablation.

Ausführlich informierte Scholtes über die Vor- und Nachteile und die Risiken der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Gefährlich wird ein Vorhofflimmern auf die Dauer, weil dadurch Blutgerinnsel im Herz entstehen können. Diese wiederum können zu einem Schlaganfall führen. Um das zu vermeiden, muss bei einem Vorhofflimmern zwingend die Blutgerinnung herabgesetzt werden. Dass es dabei verschiedene Methoden gibt und was jeweils zu beachten ist, darüber informierte Dr. Soufyane Yataghene. Einig waren sich die Kardiologen in ihrer Empfehlung auf viel Bewegung, gesunde Ernährung, Gewichtsabnahme, wenig Alkohol, nicht rauchen und ausreichend Schlaf - alles Faktoren, die der Entwicklung eines Vorhofflimmerns vorbeugen.
 
Viel Zeit nahmen sich die Ärzte zur Beantwortung der Publikumsfragen. Da ging es etwa um den Unterschied zwischen Vorhofflimmern und Vorhofflattern. Oder die Frage eines Patienten, warum sein Hausarzt trotz neuer verfügbarer Medikamente empfiehlt, beim bisherigen zu bleiben. „Wenn sie gut eingestellt sind sollten sie das auch nicht ändern“, pflichtete Chefarzt Breit dem niedergelassenen Kollegen bei. Und was ist, wenn Vorhofflimmern medikamentös eingestellt ist, aber wieder auftritt? „Es besteht dann keine akute Lebensgefahr, aber sie sollten ihren Arzt aufsuchen, denn dauerhaftes Flimmern kann den Herzmuskel schädigen“, so Breit, der damit wiederholt die wichtige Rolle der Haus- und Fachärzte unterstrich.

Foto: Alexandra Broeren/SHG
13. November 2018


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