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Betriebsnahes Training ebnet psychisch kranken Menschen den Weg zum Wiedereinstieg ins Berufsleben

Seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich: Das Projekt Arbeitstrainingsplätze in Saarbrücken

Saarbrücken. Nach langer psychischer Erkrankung und Arbeitslosigkeit wieder einen Arbeitsplatz finden, das wünschen sich viele Betroffene. Aber wie „zurückkommen“? Bei manchen ist die psychische Einschränkung so groß, dass sie das klassische berufliche Reha-Angebot nicht erreicht. Hier setzt das Projekt Arbeitstrainingsplätze an, das langzeitarbeitslose psychisch kranke Menschen mittels eines niedrigschwelligen Trainings beim (Wieder)Einstieg ins Berufsleben unterstützt und begleitet.

Im Jahr 2017 haben insgesamt 54 Personen, 26 Männer und 28 Frauen, die Hilfe und Begleitung der mitten im Saarbrücker Stadtzentrum angesiedelten Einrichtung genutzt. Für Vorbereitung und das Arbeitstraining stehen pro Teilnehmer insgesamt 24 Monate zur Verfügung. 22 Teilnehmer haben 2017 die Maßnahme abschließend beendet, neun von ihnen konnten auf einen festen Arbeitsplatz vermittelt werden.     

Seit 1995 bietet das Projekt Arbeitstrainingsplätze Hilfestellung bei der beruflichen Integration von Menschen mit einer psychischen Erkrankung in den allgemeinen Arbeitsmarkt an. Die Aufgabe der Projektmitarbeiterinnen - zwei Sozialarbeiterinnen, unterstützt von einer Verwaltungskraft - besteht darin, psychisch kranke Menschen schrittweise wieder an die Anforderungen des Arbeitslebens heranzuführen. Dabei soll die für das Arbeitsleben erforderliche Belastungs- und Leistungsfähigkeit hergestellt und ein Beschäftigungsverhältnis angebahnt werden.

Gemeinsam mit den Teilnehmern suchen die Sozialarbeiterinnen Trainingsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, die den individuellen Fähigkeiten, Vorstellungen und gesundheitlichen Einschränkungen der Projektteilnehmenden entsprechen. Das Training beginnt mit wenigen Stunden täglicher Arbeitszeit und mit einfachen Tätigkeiten. Im weiteren Verlauf werden Arbeitsumfang, -inhalt und -intensität der Entwicklung der Teilnehmenden angepasst.

Das Angebot richtet sich an Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung begleitende psychosoziale Betreuung bei der beruflichen Eingliederung benötigen. Der Nachweis erfolgt durch eine fachärztliche Bescheinigung. Die Teilnehmer müssen im Regionalverband wohnen und im Bezug von Arbeitslosengeld II sein. Projektträger ist die Saarland-Heilstätten GmbH (SHG), Bereich Reha-Einrichtungen. Die Finanzierung erfolgt durch den Regionalverband Saarbrücken.

Martin Stoiber, Verwaltungsdirektor der Reha-Einrichtungen der SHG, findet es bedauerlich, dass Menschen, die nicht im Bezug von ALG II stehen, zurzeit noch keine Möglichkeit haben, am Projekt Arbeitstrainingsplätze teilzunehmen. Hier seien Politik und Sozialversicherungsträger gefordert, das Angebot auch für diesen Personenkreis zu erweitern.


Kontakt und Information:

Angela Fixemer
Dipl.-Sozialarbeiterin, Fachliche Leitung
Telefon: +49(0)681/38912-21

Sekretariat/Verwaltung
Telefon: +49(0)681/38912 24
Fax: +49(0)681/38912-25

www.reha.shg-kliniken.de

Foto: SHG
26. Oktober 2018


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