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34_VK_5 Jahre Kooperation Frankreich

 

Ein großartiges Beispiel dafür, wie Europa im Kleinen funktioniert

Gesundheitsministerin Monika Bachmann hielt die Festrede.
Zahlreiche Gäste von hüben und drüben waren zum Festakt gekommen.
Gesprächsrunde zur Bilanz der Kooperation (v.r.n.l.): Dr. Stephan Watremez, Oberarzt Kardiologie und stellvertretender Leiter des Herzkatheterlabors in Völklingen, Dr. Bernard Tellaroli, Chefarzt der Inneren Abteilungen Forbach, Dr. Cédric Wagenheim, Chefarzt der Notaufnahme Forbach, Dr. Francis Claussner, Chefarzt des Rettungsdienstes Forbach, Dr. Cem Özbek, Chefarzt der Kardiologie
In Völklingen und Saskia Rybarczyk, Beauftragte für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Charles Bankston und Tanzensemble begrüßten die Gäste und beeindruckten mit „grenzenlosen Tanzskulpturen“.

Kardiologie-Kooperation zwischen den Krankenhäusern in Völklingen und Forbach feierte fünfjähriges Bestehen –  MOSAR soll zusätzliche Fortschritte bringen 

Völklingen.  Fast 300 Menschen haben von der Kardiologie-Kooperation zwischen den SHG-Kliniken Völklingen und dem Krankenhaus in Forbach profitiert. Möglich gemacht hat das ein grenzüberschreitendes Abkommen. Es erlaubt, Herzinfarkt-Patienten aus 27 lothringischen Kommunen ins Völklinger Herzzentrum zu bringen und dort zu behandeln. Weil beim Herzinfarkt jede Minute zählt und der Weg nach Völklingen deutlich kürzer ist als zu Notfall-Kliniken in Metz, Nancy oder Straßburg. Auf diese Weise können die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich erhöht werden. Die Kooperationsvereinbarung wurde vor fünf Jahren abgeschlossen und gilt als wegweisend. Bei der Jubiläumsfeier im Völklinger Kongresszentrum wurde Bilanz gezogen und Ausblick auf die Zukunft gehalten.

Die gehobene Stimmung, die der Festakt vermittelte, hatte etwas von dem, was SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel einmal als den Erfolg von „Graswurzelarbeit“ bezeichnete. Nämlich dass langjährige Mühen und steter Einsatz für die Sache irgendwann auch ihre Früchte tragen. Daran erinnerte auch Gesundheitsministerin Monika Bachmann in ihrer Ansprache: „Wir hatten sprachliche, rechtliche und bürokratische Hürden zu überwinden“. Bereits 2005 waren auf nationaler Ebene in Deutschland und Frankreich die rechtlichen Grundlagen für eine solche Partnerschaft geschlossen worden. Erst 2013 kann der Kooperationsvertrag tatsächlich zustande.

„Das große Europa steht auf dem Prüfstand. Europa im Kleinen funktioniert“, sagte SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo unter Verweis auf zahlreiche Projekte des Regionalverbandes Saarbrücken über die Grenze hinweg mit den lothringischen Nachbarn. Und Christophe Arend aus Forbach, Abgeordneter in der französischen Nationalversammlung und einer der zwei Vorsitzenden der deutsch-französischen Freundesgruppe beider Nationalparlamente, unterstrich, dass die Menschen hüben wie drüben stolz darauf sein könnten, „Motor der europäischen Entwicklung zu sein“.

Die Zusammenarbeit zwischen Völklingen und Forbach sieht auch den Austausch von Medizinern vor. Völklinger Ärzte übernehmen monatlich sieben Dienste in der Forbacher Kardiologie und leisten damit einen weiteren Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung der Menschen im Lothringer Kohlebecken. „Die Zusammenarbeit hat uns beide stärker gemacht“, freut sich Dr. Isabelle Caillier, als Pendant des Völklinger Verwaltungsdirektors Rudolf Altmeyer Chefin des Forbacher Krankenhauses CHIC Unisante+. Derzeit überlegen die Projektpartner, zu denen auch die großregionale französische Gesundheitsagentur und die zuständigen französischen Krankenkassen gehören, ihre Kooperation auch auf Gemeinden rund um Saargemünd auszuweiten.

Dass über das Pflegeprojekt auch zu den Saargemünder Partnern bereits ein vertrauensvolles Verhältnis besteht, zeigte an diesem Abend auch das einträchtige Nebeneinander von Völklingens Oberbürgermeisterin Christiane Blatt mit ihrem Saargemünder Amtskollegen Céleste Lett. Auch die Anwesenheit von Jean-Claude Kneib, Verwaltungsdirektor des dortigen Krankenhauses, und von Nicole Trisse, Abgeordnete der Nationalversammlung für den Wahlkreis Saargemünd, wurde als Zeichen der Wertschätzung und des gemeinsamen Interesses angesehen.
  
Der politische Ausblick des Tages galt „MOSAR“. Diese Kooperationsvereinbarung zwischen dem Saarland und der Region Grand Est soll den Bürgern im Grenzraum Saar-Moselle einen wohnortnahen Zugang zu einer breiten Palette von hochwertigen Gesundheitsdienstleitungen ermöglichen. Auch hier sollen die Völklinger SHG-Kliniken einer der Kooperationspartner auf der saarländischen Seite sein, betonte Ministerin Bachmann, die davon ausgeht, dass das Abkommen im nächsten Jahr unterzeichnet werden kann.

Margarete Palz überrascht die Gäste mit ihren grenzenlosen Tanzskulpturen. Die Künstlerin hatte sie für diesen Abend explizit auf das Thema deutsch-französische Zusammenarbeit rund ums Herz abgestimmt. Musikalisch wurden die Tänzer von Bernd Wegener animiert.         



„Ein echtes europäisches Erfolgsprojekt und ein Leuchtturm deutsch-französischer Zusammenarbeit“
Gesundheitsministerin Monika Bachmann


„Das große Europa steht auf dem Prüfstand. Das Europa im Kleinen funktioniert“.

Peter Gillo, Direktor des Regionalverbands Saarbrücken, Aufsichtsratsvorsitzender der Saarland-Heilstätten GmbH


„Diese Zusammenarbeit hat viele Vorteile. Das müssen wir den Menschen immer wieder
klarmachen“.

„Es geht auch um die Versorgung der Grenzgänger unter besten Bedingungen“

Virginie Cayré, stellvertretende Direktorin der Agence Régionale de Santé Grand Est


„Gemeinsam handeln über Grenzen hinweg ist täglich unsere Arbeit und Ambition“

Sylvie Mansion, Direktorin Krankenkassenorganisation CPAM


„Wir sind Europa. Jeder einzelne von uns“.

Christophe Arend, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung


„Diese Kooperation hat zahlreichen Menschen geholfen, auf hohem medizinischem Niveau versorgt zu werden“
Laurent Kalinowski, Bürgermeister von Forbach


„Die Zusammenarbeit hat uns beide gestärkt“

Dr. Isabelle Caillier, Verwaltungsdirektorin des CHIC Unisante+ Forbach-St. Avold


„Durch das tägliche Engagement unserer Ärzte-, Pflege- und Verwaltungsteams auf beiden Seiten der Grenze können wir die Akutversorgung für die Menschen dieser Region gemeinsam optimieren“.

Rudolf Altmeyer, Verwaltungsdirektor der SHG-Kliniken Völklingen


Foto: SHG/Harald Kiefer             
26. September 2018


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