AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

31_SB_10 Jahre Ellenruth von Gemmingen Klinik

 

„Deutschlandweit einen Leuchtturm etabliert“

Mit dem Bild der Stifterin in der Mitte (v.l.n.r.): Chefarzt Dr. Rainer Scheel, Verwaltungsdirektor Dr. Martin Huppert, Dr. Michael Nehls, Ministerpräsident Tobias Hans, SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel und Chefarzt Dr. Bernd Gehlen.
Zahlreiche Gäste und interessierte Zuhörer waren zum Festakt ins Saarbrücker Schloss gekommen.
Der Arzt und Wissenschaftsautor Michael Nehls stellte seine Formel gegen Alzheimer vor.

Freude über das Erreichte und dankbare Erinnerung an die Stifterin - Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Ellenruth von Gemmingen Klinik

Saarbrücken. Freude über das Erreichte und dankbare Erinnerung an die Stifterin prägten die Feier zum zehnjährigen Bestehen der geriatrisch-naturheilkundlichen Ellenruth von Gemmingen Klinik, prominentes Aushängeschild der SHG-Kliniken Sonnenberg. Die Klinik sei „deutschlandweit ein Leuchtturm“, lobte Ministerpräsident Tobias Hans beim Festakt in Saarbrücker Schloss. Für SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel ist es ebenso medizinisch wie gesundheitspolitisch vorteilhaft, dass in der Klinik ältere und an mehreren Krankheiten gleichzeitig leidende Menschen abseits von Odysseen durch Spezialfachabteilungen und „ohne Ballung von Medikamenten“ behandelt werden können. Passend dazu der Vortrag von Dr. Michael Nehls. Der Arzt und Wissenschaftsautor stellte seine „Formel gegen Alzheimer“ vor: Genug Bewegung, gesunde Ernährung, genug Schlaf, Kontaktfreudigkeit und Teilhabe am Alltag – „damit ist schon viel getan, um sich vor Alzheimer zu schützen“.         

Ministerpräsident Hans erinnerte in seiner Ansprache an einen Satz seines Vor-Vorgängers Peter Müller bei der Eröffnung 2008: „Diese Klinik ist ein Glücksfall für das Saarland“. Die 2016 verstorbene Stifterin Freifrau Ellenruth von Gemmingen habe ein Vermögen für soziale Zwecke eingesetzt. Dies verdiene auch posthum Respekt und Anerkennung, umso mehr, weil ihre Vision von einer ganzheitlichen Behandlung alter Menschen erfolgreich umgesetzt wurde und sich die Klinik in den zehn Jahren ihres Bestehens hervorragend entwickelt habe.

Für die SHG als Träger habe sich der Mut, die Idee der Stifterin zu verwirklichen, gelohnt: „Sie haben mit dieser Klinik deutschlandweit einen Leuchtturm etabliert“, so der Ministerpräsident. Es gelte nun aus den Erfahrungen heraus noch intensiver über das Zusammenwirken von Schulmedizin und Naturheilkunde nachzudenken und die Erkenntnisse auch für andere Bereiche zu nutzen. Hans: „Das heißt noch engere Verzahnung in der Medizin und mehr fachübergreifende Zusammenarbeit auch über die Sektoren hinweg“.      

Die Chefärzte Dr. Bernd Gehlen und Dr. Rainer Scheel konnten zur Feier des Tages zahlreiche Zuhörer und geladene Gäste begrüßen, darunter die Schwester der Stifterin, Ingeborg Gußmann, Vertreter des Stiftungsvorstands, der Präsident der Ärztekammer, Josef Mischo, sowie die Gesundheitspolitiker Dagmar Heib, Dr. Magnus Jung und Hermann-Josef Scharf.

1, 5 Millionen Menschen in Deutschland sind laut Chefarzt Dr. Gehlen aktuell an Demenz erkrankt, ihre Zahl steigt entsprechend der Bevölkerungsentwicklung. Demenz sei eine Zivilisationskrankheit, der schon durch bewussten Umgang mit Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Bluthochdruck oder Bewegungsmangel individuell vorgebeugt werden könne. Grob gesagt: „Bildung schützt“, das Wissen um ein bewusst gesundes Leben, oder, wie es der Mediziner formulierte, das Heben der „kognitiven Reserve“ mit dem Ergebnis einer „besseren Neuroplastizität“.

Was dabei im menschlichen Gehirn passiert und warum das so wichtig ist, erklärte Referent Michael Nehls in seinem Vortrag. Kurzgefasst: Wer stetig dafür sorgt, dass seine Gehirnzellen wachsen - Stichworte „Lebenslanges Lernen“, „immer neugierig bleiben“ – und wer seine Risikofaktoren im Griff hat, der senkt die Gefahr, an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken, erheblich. „Wir haben die Schrauben, an denen wir drehen können, also selbst in der Hand“, betonte Nehls, für den Alzheimer nicht mehr ist als eine vermeidbare kulturbedingte Mangelkrankheit.            


Informationen zur Ellenruth von Gemmingen Klinik


Die Ellenruth von Gemmingen Klinik ist deutschlandweit die einzige geriatrische Klinik mit dem Schwerpunkt Naturheilkunde. Jährlich werden rund 400 ältere und zumeist mehrfacherkrankte Menschen behandelt. Die Klinik hat 24 Betten.  

Die in der Klinik zusätzlich zum internistisch geriatrischen und frührehabilitativen Ansatz angewendeten Naturheilverfahren sollen Selbstheilungskräfte aktivieren und so den älteren Menschen dazu verhelfen, ihr vorheriges Leben weiterzuführen.

Hierzu dienen Kneipp´sche Verfahren wie Bewegung, Hydrotherapie und vollwertige Ernährung. Die Klinik verfügt über eine große Bäderabteilung mit umfassendem Angebot wie Fangotherapie, Elektrotherapie, Kryotherapie, Tens-Therapie, Inhalationen, klassischer Massage, Lymphdrainage oder Lichttherapie. Elemente der chinesischen Medizin wie Akupunktur, Schröpfen, Homöopathie, Baunscheidt-Verfahren, Infrarottherapie, Sauerstoff- und Magnetfeld- und insbesondere Neuraltherapie sind weitere wichtige Bausteine der naturheilkundlichen Therapie.

Zum Therapieerfolg trägt das wohltuende Ambiente bei. Die Farbgebung der Klinik erfolgte nach Feng-Shui, die Räume sind mit viel Licht durchflutet und freundlich, die Patientenzimmer sind komfortabel. Ein kommunikativer „Marktplatz“ und eine Sonnenterrasse laden zum Verweilen ein. Dem Gebäude angegliedert sind die moderne Bäderabteilung, die Kapelle und ein großzügiges Schwimmbad. Das Haus verfügt auch über einen eigenen Kräutergarten.

Foto: Harald Kiefer/SHG
10. September 2018


Pressemitteilung - Download als PDF

Zurück zur Übersicht Pressemitteilungen