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19_Merzig_Multimodale Schmerztherapie

 

Teufelskreislauf chronischer Schmerz

Neurologie-Chefarzt Professor Dr. Matthias Strittmatter und seine Mitarbeiter setzen ein besonderes Konzept der Schmerztherapie ein.

Neurologen des Klinikums Merzig stellten ihre „multimodale Schmerztherapie“ vor

Merzig. Chronischer Schmerz ist nicht nur häufig, sondern macht auch mürbe und belastet Patienten und Angehörige erheblich. In vielen Fällen kann er sogar die persönliche Existenz bedrohen. Vor diesem Hintergrund hatte die Neurologie des SHG-Klinikums Merzig zu einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und interessierte Laien eingeladen. Unter dem Titel „Schmerz lass nach!“ wurde der Schmerz unter diversen Aspekten beleuchtet. In seinem Referat informierte Professor Dr. Matthias Strittmatter über Warnsymptome bei Kopfschmerzen, die sofort zu einer ärztlichen Untersuchung führen müssen. Trotz heftigster und ungewöhnlicher Kopfschmerzen würden Patienten oft zu lange warten, diagnostische und therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, so der Chefarzt der Neurologischen Klinik mit Stroke Unit, Frührehabilitation und Schmerztherapie.

Chronische Schmerzen, oft seit Jahren bestehend und nicht selten erfolglos behandelt, bedürfen eines besonderen Therapiekonzepts, das die Neurologische Klinik seit kurzem anbietet. Über die „multimodale Schmerztherapie“ berichtete Facharzt Raphael Jung, Leiter der Schmerzstation. Neben der oft notwendigen medikamentösen Einstellung und interventionellen Anwendungen liegt der Schwerpunkt der neurologischen Schmerzklinik auf der aktivierenden Behandlung mit Physio-, Ergo- und Sporttherapie, gepaart mit anderen Aktivitäten wie Entspannungsübungen. Nach einer eigenen Erhebung konnte der Schmerz mit diesem Therapiekonzept bei vielen Patienten deutlich gelindert werden.

Unverzichtbarer Baustein dieser Schmerztherapie ist die neuropsychologische Therapie, über die Neuropsychologin Daniele Strieker informierte. Eine gezielte individuelle Therapie helfe, sich mit den unvermeidlichen psychischen Auslösern und Folgen der Schmererkrankung auseinanderzusetzen. In Einzelgesprächen werden individuelle Lösungsansätze erarbeitet und sinnvoll in der ganzheitlichen Therapie umgesetzt.  

Vor rund 50 interessierten Teilnehmern, die sich noch an diversen Ständen persönlich informieren konnten, berichtete zuletzt der Physiotherapeut Dirk Kimenai über die Vielzahl schmerzlindernder krankengymnastischer Übungsbehandlungen, die nach Abschluss der stationären Therapie zu Hause fortgeführt werden können.

mpr.

Foto: SHG
13.Juli 2018



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