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350 Passanten nutzten die Gelegenheit zum Vorsorge-Check

Unterstützten die Aufklärungskampagne: Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld, SHG-Geschäftsführer Bernd Mege und Neurologie-Chefarzt Professor Dr. Matthias Strittmatter.

Roter Doppeldecker-Bus und Fachärzte des Klinikums im Vorsorge-Einsatz gegen den Schlaganfall

Merzig. Der rote Doppeldecker-Bus in der Fußgängerzone vor dem Rathaus sorgt für Aufsehen. Solle er auch, denn er tourt im Auftrag der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft durch Deutschland. Drinnen im Bus gibt es für die Passanten einen kostenlosen Vorsorge-Check, um das individuelle Risiko für einen Schlaganfall zu bestimmen, und viele Informationen rund um die Erkrankung, die jährlich etwa 250.000 Menschen in Deutschland betrifft und ihr Leben schlagartig verändert.

Tatkräftige Unterstützung gibt es durch ein Team der „Stroke Unit“ der Neurologie des Klinikums Merzig, die auf die Behandlung von Schlaganfällen spezialisiert ist. Drei Ärzte berieten die interessierten Merziger, fünf spezialisierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen aus der Klinik und Mitarbeiter der Park-Apotheke messen Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin.

„Kommen sie rein“, ermuntert Professor Dr. Matthias Strittmatter, Chefarzt der Neurologie und Leiter der „Stroke Unit“, einen älteren Herrn auf, dessen Frau ihn zur Untersuchung drängt, der sich aber nicht so richtig traut. „Wir machen hier nix Schlimmes“, versichert Strittmatter. „Wie alt sind Sie?“ will er wissen. Der zögernde Senior ist 78. „Dann sollten wir mal lieber nachgucken und das Risiko abschätzen“, meint Strittmatter. Etwa 350 Merziger haben im Laufe des Tages vom Angebot des Vorsorgechecks Gebrauch gemacht.

Risikofaktoren für einen Schlaganfall sind hoher Blutdruck, hohe Cholesterin- und Blutzuckerwerte, Herzrhythmusstörungen, Rauchen und Übergewicht, und die Verengung einer Halsschlagader. Sie begünstigen einen Gefäßverschluss im Gehirn, so, dass das Gewebe, das durch das Gefäß versorgt, wird nicht mehr ausreichend durchblutet wird.

„Ein Schlaganfall tut nicht weh“, erklärt der Chefarzt. Und genau das sei das Heimtückische daran. Denn beim Schlaganfall zählt jede Minute. Das Zeitfenster, in dem gut behandelt werden kann, ist kurz. Etwa vier Stunden lang besteht die Chance, dass nach dem Gefäßverschluss keine Spätfolgen drohen. „Rufen Sie sofort den Notarzt, wenn Sie eines der typischen Symptome für einen Schlaganfall feststellen“, rät Strittmatter - Lähmungen und Gefühlsstörungen in einem Arm oder einem Bein, undeutliche Sprache, Schwindel, einseitige Erblindung. „Lieber einmal zu viel den Notarzt rufen, als einmal zu wenig“, sagt auch Merzigs Bürgermeister Marcus Hoffeld, der die Aktion ebenfalls unterstützt und den Akteuren am Bus einen Besuch abstattet. 

Fotos: Harald Kiefer/SHG
25. Mai 2018


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