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Ein Lachen kann vieles leichter machen

Bei der Fachtagung in der Klinik Tiefental: Chefärztin Dr. Christa Balzer mit Referentin Katrin Hansmeier (Bildmitte). Links der Leiter der Reha-Bereiche der SHG, Martin Stoiber.

Fachtagung der SHG-Reha befasste sich mit dem Einsatz von Humor in Psychotherapie und Beratung

Saarbrücken.
Um Humor als bewusst eingesetztes Element in Therapie und Beratung ging es bei einer Fachtagung im Zentrum für psychotherapeutische Rehabilitation der Saarland-Heilstätten GmbH (SHG). Die Teilnehmer - rund 100 Ärzte, Psychologen und Mitarbeiter von Beratungsstellen - erfuhren dabei viel über die wohltuende Wirkung von Humor gerade in schwierigen Lebenssituationen. Zu verdanken war das insbesondere Referentin des Tages, Katrin Hansmeier. Die diplomierte Schauspielerin, Supervisorin, Kommunikationstrainerin und Mitbegründerin des Projekts „Arzt mit Humor“ wusste sehr gekonnt zu vermitteln, dass eine gute Portion Humor vieles leichter machen kann, für den Patienten wie auch für den Therapeuten selbst.  

„Hat das Lachen denn überhaupt einen Platz in der Arbeit mit Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen?“, wollte Chefärztin Dr. Christa Balzer bei ihrer Einführung in das Thema wissen. Mehr eine rhetorische Frage, denn die Antwort folgte auf dem Fuß: „Gemeinsames Lachen schafft Nähe und Verbundenheit“, weiß die erfahrene Psychiaterin. Dabei gehe es natürlich nicht darum, dem Patienten Witze zu erzählen, sondern darum, Humor als eine Ressource des Patienten zu nutzen. Im Rahmen der konzeptionellen Neuausrichtung der Klinik habe man im vergangenen Jahr die Themen Achtsamkeit und Stressbewältigung in den Blick genommen, ein Bereich zu dem auch der Humor gehöre, so die Chefärztin.

Ja, der liebevolle, wertschätzende Humor sei eine Frage der Achtsamkeit, bestätigte Referentin Katrin Hansmeier. Auch wenn es um Krankheit und Tod gehe, müsse Humor kein Tabuthema sein. Er sei ein Ausdruck von Menschlichkeit und zugleich eine gute (Über)Lebensstrategie. „Sie können sich nicht gleichzeitig ärgern und lachen“. Humor unterstütze Perspektivenwechsel und könne Widerstand in die richtige Richtung lenken. Und er habe einen Umkehreffekt: „Schlechte Laune ist ansteckend, aber gute Laune auch!“

Leider sei das menschliche Gehirn so aufgebaut, dass es negative Erfahrungen besser im Langzeitgedächtnis behält als positive. Dazu kommt, so Hansmeier: „Wenn es uns schlecht geht denken wir es besteht Meldepflicht.“ Wir teilen diese schlechte Laune also sofort dem Umfeld mit. Die gute Nachricht sei: „Humor kann man trainieren“. Wichtig sei es Selbstironie zuzulassen und sich selber durch Humor aufzuwerten und das Positive in den Missgeschicken des Alltags zu sehen. Um mitten im Stress humorvoll zu bleiben, gelte es erst einmal durchzuatmen, umzuschalten und die Perspektive zu wechseln. Die praktischen Übungen im anschließenden Workshop bewiesen dann auch gleich: Lachen ist ansteckend.

Foto: SHG
25.10.2017


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