AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

25_SB_KJPP_Fachtagung

 

Fachtagung „Trauma und Identität“ fand großes Interesse

Dr. Alexander Jatzko vom Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern hielt einen mit vielen plastischen Beispielen angereicherten Vortrag über die Vorgänge im menschlichen Gehirn.

Saarbrücken. „Trauma und Identität“ hieß die Überschrift einer Fachtagung, zu der die Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der SHG gemeinsam mit der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes (PKS) ins Saarbrücker Schloss eingeladen hatten. Rund 250 Interessierte vorwiegend aus ärztlichen, psychologischen oder sozialpädagogischen Berufen aus dem Saarland und benachbarten Bundesländern waren der Einladung zu dieser Veranstaltung mit den Themenstichworten „Suizidalität, Amok und Social exclusion - Dazugehören als Basisbedürfnis“ gefolgt.

Anlass für die Tagung war die zunehmend brisante emotionale Situation vieler Jugendlicher mit und ohne Migrationshintergrund. Dabei lag der Fokus auf dem Einfluss von Identität und Trauma auf extreme Verhaltensweisen bei Jugendlichen, die großen emotionalen Belastungen ausgesetzt sind.

Namhafte Referenten aus Deutschland und der Schweiz wie Professor Dr. Klaus Schmeck, Dr. Alexander Jatzko, Professor Dr. Susanne Schlüter-Müller und Dr. Friederike Vogel stellten ihre Untersuchungen und klinischen Ansätze hinsichtlich Identität und Trauma vor, ergänzt durch praxisnahe Anwendungsbeispiele von Professor Dr. Eva Möhler aus der Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen. In deren Rahmen wurde das mittlerweile europaweit im Einsatz befindliche START-Programm der Leitenden Psychologin Andrea Dixius entwickelt, worauf die Tagung ebenfalls ein Schlaglicht warf. Moderiert wurde die Veranstaltung von PKS-Vorstandsmitglied Susanne Münnich-Hessel.

Bernhard Morsch, Präsident der Psychotherapeutenkammer, forderte in seinem Grußwort eine Stärkung des Gesundheitspolitik im Bereich der psychischen Erkrankungen. Es fehle immer noch an ausreichend Psychotherapeuten. Morsch: „Die Versorgungslage ist weiterhin prekär, es fehlt an Behandlungsplätzen, die Gleichstellung körperlicher und psychischer Erkrankungen spiegelt sich noch immer nicht in einer Gleichbehandlung in der Gesundheitsversorgung wieder“ (siehe auch den Bericht der Saarbrücker Zeitung über die Tagung in unserer Presseschau).

Foto: SHG
5. Oktober 2017


Pressemitteilung - Download als PDF


Zurück zur Übersicht Pressemitteilungen