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Das Ziel heißt zurück ins gewohnte Lebens- und Arbeitsumfeld

Klink Tiefental

Individuell und passgenau:
Die SHG-Fachklinik Tiefental hat ihr Behandlungskonzept erweitert


Saarbrücken. Seit mehr als 30 Jahren gibt es am Fuß des Sonnenbergs die Klinik Tiefental, eine Fachklinik für Psychosomatik und Abhängigkeitserkrankungen der Saarland-Heilstätten GmbH. Aufgabe der Reha-Einrichtung mit 80 Plätzen ist es, suchterkrankte Erwachsene möglichst soweit wiederherzustellen, dass sie in ihr gewohntes Lebens- und Arbeitsumfeld zurückkehren können. Weil die Patienten immer weniger dem klassischen Suchtkranken-Bild entsprechen, sondern sich in Biografie und persönlichem Hintergrund mitunter stark unterscheiden, hat die Reha-Klinik ihr Behandlungskonzept noch individueller und passgenauer zugeschnitten.

„Bereits seit vielen Jahren lag der Fokus der Klinik auf der Entwöhnung sowie der Mitbehandlung begleitender psychischer und psychosomatischer Störungen“, erklärt die leitende Psychotherapeutin Eva Hoffmann. „Allerdings setzt sich der Hintergrund der Rehabilitanden, die zur Therapie kommen, aus sehr unterschiedlichen Faktoren zusammen. Das können besondere familiäre und soziale Umstände sein, ebenso wie beruflich, intellektuell, psychisch und physisch unterschiedliche Aspekte“. Seit Juni 2016 werden diese individuellen Unterschiede stärker berücksichtigt. Die Klinik setzt die neu erstellte Konzeption um, indem sie jetzt zwei Therapie-Programme mit verschiedenen Schwerpunkten anbietet und zudem, so Hoffmann, „verstärkt achtsamkeitsbasierte Therapieangebote in ihr Repertoire aufgenommen hat“.

Bei Patienten aus dem Berufsleben ist die Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit besonders wichtig – eine Anforderung auch der Kostenträger. Für Menschen im Arbeitsverhältnis werden verstärkt Therapien zur Vorbereitung der Wiederaufnahme der Arbeit angeboten und beispielsweise Achtsamkeit und Stressmanagement trainiert. Bei Rehabilitanden, die schon länger ohne Arbeit sind, sollen gezieltes Arbeitstraining die Leistungsfähigkeit und die beruflichen Perspektiven verbessern. Besondere Förderung bekommen die Patienten nach der Feststellung ihrer Fähigkeiten in so genannten Arbeitstrainingsbereichen wie etwa Garten und Handwerk, Werktechnik oder Haushalt und Hygiene.

Bei Rehabilitanden, die bereits in Rente sind, geht es in erster Linie um die Wiederherstellung der Abstinenz und soziale Reintegration. Hoffmann: „Gerade für diese Gruppe ist das Training von Alltagskompetenzen besonders wichtig. Generell gilt es jedoch, allen Rehabilitanden so individuell wie möglich gerecht zu werden“.
Hierfür steht in der Klinik ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Therapeuten, Sozialarbeitern und Pflegekräften bereit.

Suchterkrankungen und psychische Probleme stehen nach Ansicht von Chefärztin Dr. Christa Balzer in engem Zusammenhang und müssen gemeinsam behandelt werden. Heute habe jeder dritte Rehabilitand berufsbezogene Probleme, verursacht durch vielfache Veränderungen am Arbeitsmarkt wie etwa Arbeitsverdichtung, neue  Technologien oder Forderungen nach erhöhte Flexibilität und Mobilität. Wer dem nicht mehr gewachsen sei, könne in die Gefahr geraten, körperlich und seelisch zu erkranken.

Weitergehende Hilfeangebote finden sich im Zentrum für Psychotherapeutische Rehabilitation, das die Fachklinik Tiefental, die SHG-Reha-Tagesklinik und das ambulanten Zentrum für Abhängigkeitsprobleme Saarbrücken unter einem Dach vereint. „Das neue Konzept der Fachklinik Tiefental stellt den Menschen und seinen Willen zur Rückkehr in ein normales Leben eindeutig in den Mittelpunkt“, betont Martin Stoiber, Verwaltungsdirektor der Reha-Einrichtungen der SHG.

Mehr im Internet unter www.kliniktiefental.de

Foto: SHG
2.2.2017


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