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Saargemünder Krankenpflegeschüler können sich gut vorstellen, in Völklingen zu arbeiten

INTERREG-Programm fördert den Erwerb berufsspezifischer Deutschkenntnisse

20 Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule des Hospitals im lothringischen Saargemünd waren einen Tag lang in den SHG-Kliniken Völklingen und haben sie sich über das Haus und die hiesigen Arbeitsbedingungen in der Pflege informiert. Fast alle können sich vorstellen, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung in Deutschland zu arbeiten. Dafür müssen sie nur sprachlich noch etwas nachlegen, was nun in einem INTERREG-Programm der EU gefördert wird.

Pflegedirektorin Monika Klein hatte die Gäste begrüßt und das Krankenhaus und die einzelnen Fachbereiche vorgestellt. Die SHG-Kliniken Völklingen verzeichnen derzeit rund 2000 Operationen innerhalb der Herz-Thorax-Chirurgie und 5600 kardiologische Eingriffe pro Jahr - Tendenz weiter steigend. Auch die Zahl der Pflegekräfte wächst. In der Kardiologie sind zurzeit 213 von ihnen im Einsatz, im Bereich der Herz-Thorax-Chirurgie 126. Nachwuchs ist immer gefragt. 

Neue Pflegekräfte starten in Völklingen nach einem speziellen Einarbeitungskonzept. Auch das stelle Monika Klein vor, ebenso die Expertenstandards des Hauses und die Fachweiterbildungsmöglichkeiten. Pflegerische Hilfsdienstleistungen ermöglichen es den Völklinger Fachkräften, sich auf ihre eigentliche Aufgabe - Pflege der Patienten - zu konzentrieren. Dann gab es eine Führung durch das HerzZentrum Saar und das Urologische Zentrum sowie Vorträge der leitenden Ärzte.
 
Die Situation im heimischen Arbeitsmarkt schätzen die jungen Franzosen als derzeit „nicht so gut“ ein. Gerade in Lothringen gebe es aktuell einen zunehmenden Abbau fester Stellen im Pflegebereich, sagen sie; wer einen guten Job wolle, müsse also mobil sein. Fast alle können sich gut vorstellen, nach Abschluss ihrer Ausbildung in Deutschland zu arbeiten. Dafür müssen viele aber sprachlich noch einiges tun.

Um dieses Problem zu lösen, hat Saargemünd ein Modul entwickelt, in dem die jungen Pflegekräfte sich berufsspezifische Deutschkenntnisse aneignen können. Im September 2016 startete der erste Modul-inklusive Ausbildungsjahrgang mit 17 Studierenden. Umgekehrt bietet die Völklinger Krankenpflegeschule Kurse in berufsspezifischem Französisch an. Dies auch deshalb, weil in Völklingen die Zahl der Patienten aus Frankreich weiter wächst. Die Betreuung der Patienten in ihrer Muttersprache sei wichtig für ihre Sicherheit, auch dafür, dass sie sich wohlfühlten, sagt Saskia Rybarczyk, Beauftragte für Grenzüberschreitende Zusammenarbeit. 

Die Partnerschaft zwischen den Völklinger Kliniken und der Krankenpflegeschule des Hospitals in Saargemünd besteht seit 2008. Das Projekt, das damals dazu gedacht war, Praktika beim Nachbarn zu bieten, ist mit den Jahren kontinuierlich gewachsen und wurde im vergangenen Jahr von der Europäischen Union für seinen innovativen Charakter ausgezeichnet. Derzeit wird die grenzüberschreitende Partnerschaft in der Aus- und Fortbildung durch das Interreg-Programm Großregion 2014-2020 gefördert.

Fotos: Harald Kiefer/SHG
13.1.2017


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