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22. VK Lungentag

 

Rund um Lungenerkrankungen und Sicherheit in der Medikation informiert

Standen auch für Fragen des Publikums zur Verfügung (v.l.n.r.): Diplom-Psychologin Rita Wern, Professor Dr. Harald Schäfer, Simone Grandt, Herzchirurg Professor Dr. Ralf Seipelt und Sozialarbeiterin Gaby Lichtenberg.

Neben Herz- und Kreislauferkrankungen gehören die Lungenerkrankungen zu den häufigsten Todesursachen. Grund genug für das Lungenzentrum Saar, unter der Leitung von Professor Dr. Harald Schäfer zum 19. Deutschen Lungentag und dem gleichzeitig stattfindenden Internationalen Tag der Patientensicherheit eine große Informationsveranstaltung rund um die Themen Lungenerkrankungen und Sicherheit in der Medikation anzubieten.
 
Die Hälfte aller Menschen zwischen 70 und 79 nehmen regelmäßig fünf oder mehr Medikamente ein. Viele wissen noch nicht einmal die Namen und die Wirkungsweise dieser Medikamente. Simone Grandt, Geschäftsführerin  der Softwarefirma Rpdoc-Solutions in Saarbrücken, stellte eine Software vor, die nicht nur Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Medikamenten überwacht, sondern auch die Verpackung und Etikettierung mit den Patientenbarcode übernimmt, so dass Verwechslungen ausgeschlossen sind. Ihr System ist in den Völklinger Kliniken im Einsatz. Grandts Tipp zur Vorsorge nicht nur für einen eventuellen Krankenhausaufenthalt: „Lassen sie sich vom Hausarzt eine Medikamentenliste erstellen, in der alles aufgeführt ist, was sie einnehmen“.

Mit Schutzimpfungen Infektionen vorbeugen

 
„Infektionen der unteren Atemwege“ war eines der beiden Themen von Professor Harald Schäfer. Er informierte die zahlreichen Zuhörer über Ursachen, Erreger und Auswirkungen der verschiedenen Infektionsarten. Empfehlung für diejenigen, die berufsbedingt Keimen ausgesetzt sind, und vor allem für Menschen älter als 60: Schutzimpfungen gegen die Virusgrippe und auch gegen Pneumokokken, Erreger der Lungenentzündung. Zusätzlicher Tipp des Mediziners: Das Rauchen aufgeben. „Rauchen verschafft den Erregern buchstäblich freie Bahn“.
 
Die Entwicklung in der Bekämpfung des Lungenkrebses geht rasant voran, so Prof. Schäfer im Anschluss in seinem Bericht über die neuesten Therapien. Heutzutage ganz  wichtig: die maßgeschneiderte Therapie. Denn Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs. Die Unterteilung erfolgt nach der Zellart und dem jeweiligen Stadium des Krebses. Die Therapie wird dann von einem Team erfahrener Spezialisten auf jeden einzelnen Patienten individuell abgestimmt. Dies erfolgt am besten in einem spezialisierten und zertifizierten Behandlungszentrum wie eben dem Lungenzentrum der SHG-Kliniken Völklingen.

Bei Krebspatienten geht es auch um Lebensqualität
 
Ziel der Therapie ist es laut Schäfer, sowohl das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen, als auch die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Bei manchen Patienten wirken die neuen Anti-Tumor-Medikamente – so etwa die Tyrokinase-Inhibitoren - sehr gut, anderen kann mit einer Immuntherapie geholfen werden. Hierbei wird das Immunsystem des Körpers so manipuliert, dass es Tumorzellen erkennen und eliminieren kann.

Um die Lebensqualität der Patienten kümmern sich auch die Mitarbeiterinnen der psychosozialen Betreuung des Lungenzentrums. Diplom-Psychologin Rita Wern ist als Psychoonkologin mit den besonderen Belastungen einer Krebserkrankung vertraut und stellte bei der Veranstaltung das breite Angebot vor, mit dem sie Erkrankten Hilfestellung geben kann. Sozialarbeiterin Gaby Lichtenberg ist Spezialistin für begleitende Fragen rund um die Erkrankung, vom Antrag auf Anschlussheilbehandlung und notwendige Hilfsmittel bis hin zum Vermitteln von Kontakten wenn es um die Berentung geht.

17.9.2016
Fotos: SHG


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