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19. START KJP Aljazeera

 

START-Programm für traumatisierte junge Flüchtlinge findet international Beachtung

Dominic Kane, Aljazeera

Das START-Programm für traumatisierte junge Flüchtlinge findet auch internationale Medien-Beachtung. Nachdem bereits SR, ZDF und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über das in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Saarland-Heilstätten GmbH eingesetzte Praxismanual berichteten, hat nun auch die englischsprachige Ausgabe des arabischen Nachrichtensenders Aljazeera die Arbeit mit START zum Thema ihrer TV-Berichterstattung gemacht. Aljazeera-Reporter Dominic Kane (siehe Foto) kam hierzu eigens nach Kleinblittersdorf. Dort sprach er auch mit Chefärztin Professor Dr. Eva Möhler und der leitenden Psychologin Andrea Dixius, die das Programm entwickelt haben. „It is a model for Germany“, kommentierte Kane in seinem weltweit ausgestrahlten Bericht.

START soll Psychotherapeuten, Ärzte und Mitarbeiter in Psychosozialen Kontexten und Institutionen unterstützen, die mit schwer traumatisierten Jugendlichen arbeiten, die unter heftigsten Verzweiflungszuständen leiden, aber nur wenig Deutsch können.
Das Programm legt daher den Fokus nicht auf die Aufarbeitung der traumatischen Erfahrungen, sondern primär auf die Stabilisierung und Resilienzförderung. „START kann sehr gut einer weiterführenden Psychotraumatherapie vorangestellt werden und auch kombiniert werden“, so Prof. Möhler.

Laut Möhler und Dixius enthält START Elemente aus der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) und der Psychotraumatherapie - Achtsamkeit und Übungen zur Stresstoleranz. Zusätzlich wird der Umgang mit Alpträumen vermittelt. START kann auch Jugendlichen mit geringen Sprachkenntnissen Fähigkeiten vermitteln, um emotional schwierige Lebenssituationen durchzustehen.

Ein weiterer Aspekt bildet die Förderung von Selbstwirksamkeit. Insofern kann START auch als ein Resilienzförderungsprogramm verstanden werden, das auch präventiv bei noch eher wenig symptomatischen Jugendlichen angewendet werden kann, um ein Abgleiten in Suchtentwicklungen oder andere Störungen, die aus der Verdrängung massivster Traumata resultieren, vorzubeugen.

19.8.2016
Foto: Screenshot Aljazeera

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