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VK Patientensicherheit

 

Schutzschirm breit aufgespannt

Viel Information in den SHG-Kliniken Völklingen zum 1. Internationalen Tag der Patientensicherheit

Laut Umfrage haben zwei Drittel aller deutschen Patienten Sorge, im Krankenhaus nicht sicher zu sein. In den SHG-Kliniken Völklingen wird schon seit längerem viel dafür getan, Gefahren vorzubeugen und den Patienten das Gefühl eines sicheren Aufenthalts zu geben. Das machte der Ärztliche Direktor Dr. Cem Özbek anlässlich des 1. Internationalen Tags der Patientensicherheit deutlich. In Vorträgen und an praktischen Beispielen konnten die Besucher mehr über die Sicherheitsaktivitäten des Krankenhauses erfahren.      
 
Zur Informationsoffensive aufgerufen hatte das Aktionsbündnis Patientensicherheit. Die SHG-Kliniken Völklingen sind dort schon seit einigen Jahren Mitglied. „Ein solcher Tag ist eine sehr löbliche Initiative“, sagte Özbek unter Verweis auf die oben genannte Umfrage. Auch die Mitarbeiter profitierten von den Bemühungen um mehr Patientensicherheit. Mängel hingegen gefährdeten den guten Ruf. Daher habe man sich in Völklingen bereits frühzeitig mit dem Thema beschäftigt und einen „Sicherheits-Schirm“ für die Patienten geschaffen, der ein ganzes Bündel an Maßnahmen umfasst, erklärte Özbek.
 
Erst kürzlich wurden die Kliniken für ihr neu geschaffenes Management-System für Hochrisikobereiche gleich dreifach mit Zertifikaten ausgezeichnet. Dennoch: „Die Patientensicherheit ist ein Prozess, der sich weiterentwickelt und auch von uns immer weiter fortgeschrieben werden muss“, so der Ärztliche Direktor.
 
Brigitte Schmidt-Jähn, als Ministerialrätin im Gesundheitsministerium mit der  Krankenhausplanung befasst, berichtete über die gesetzlichen Auflagen zur Patientensicherheit. In Völklingen ist man den Vorgaben voraus. Vor allem was den Umgang mit den sogenannten „Krankenhauskeimen“, angeht, die gegen viele Antibiotika resistent sind.

Dr. Franz Hausinger, Chef des hauseigenen Hygiene-Teams, stellte die Keime einzeln vor. Sie seien gefährlicher als andere Keime, weil sie schlechter zu behandeln seien, riefen aber keine anderen oder heftigere Erkrankungen als die nichtresistenten Verwandten hervor. Beim Thema Krankenhauskeime sei auch viel Unsicherheit und Unwissenheit im Spiel. Dem müsse man durch sachliche Information begegnen. In Völklingen sind auf jeder Station auch zwei ausgebildete Hygieneassistenten tätig.

60 Prozent aller Krankenhausinfektionen werden durch patienteneigene Keime hervorgerufen, die sich bei Schwächung des Immunsystems im eigenen Körper ausbreiten und hier Infektionen erzeugen können. Besucher und Patienten können unbemerkt Träger von Krankenhauskeimen sein, diese ins Krankenhaus mitbringen und damit sich und andere Kranke gefährden. Durchschnittlich zwei Prozent aller Saarländer tragen den MRSA-Keim in sich.    

Die wichtigste Maßnahme gegen die Übertragung ist die Händedesinfektion. Deshalb wurden in den SHG-Kliniken Völklingen überall Desinfektionsspender angebracht. Den Patienten wird in den Zimmern eine antibakterielle Duschlotion zur Verfügung gestellt. Ist ein Patient als Keimträger bekannt, wird er in einem Isolierzimmer untergebracht. Eine spezielle Broschüre informiert Patienten und Angehörige über alles Wichtige.

Patientenarmbänder, Team Time-out und mehr - Jessica Günther, Leiterin der Abteilung Qualitätsmanagement, berichtete über weitere Maßnahmen zur Patientensicherheit. Manchmal sind es ganz einfache Dinge: Beispielsweise befindet sich in jedem Notfallkoffer der Klinik ein Schlüsselsatz, mit dem sich auch Toilettentüren öffnen lassen. „Aus Fehlern lernen und eine Sicherheitskultur zu etablieren“ ist Günthers Ziel. Das Haus ist auch Mitglied im internationalen CIRS-Netzwerk zur Dokumentation und Analyse von Zwischenfällen. Zahlreiche Maßnahmen wurden auch bei der Arzneimittelsicherheit und beim Brandschutz getroffen.

Bildtext:
An der UV-Box demonstrierte Hygienefachkraft Alexandra Kreutzer, wie wichtig Händehygiene ist.

Fotos: Alexandra Broeren/SHG
22.9.2015


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