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Clearinghaus Eröffnung

 

SHG eröffnet in St. Wendel ein Clearinghaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Die SHG hat in St. Wendel ein Clearinghaus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eröffnet. Die landesweit dritte Aufnahmestelle bietet Platz für 29 junge Menschen. Es geht um Erstintegration: Einbindung der Jugendlichen in eine Tagesstruktur mit geregeltem Essen und Schlafen, Schule, Sprachunterricht und Freizeitgestaltung – alles unter pädagogisch-psychologischer Betreuung. Erste Gäste in der Unterkunft in einer ehemaligen Kaserne sind 24 Flüchtlinge, die bisher in einer Notunterkunft in Köllerbach untergebracht waren.

Die meisten unbegleiteten jungen Flüchtlinge kommen aus Afghanistan, Syrien und Eritrea. „Die SHG übernimmt mit der Bereitstellung dieser Einrichtung sozialpolitische Verantwortung“, sagte Geschäftsführer Alfons Vogtel bei der Begrüßung der Gäste. Nach einer Anfrage aus dem Sozialministerium habe man in nur vier Wochen die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme des Clearinghauses geschaffen, „dank einer sehr engagierten Mannschaft“.

„Lernt so schnell wie möglich Deutsch“, so der gute Rat von Ministerin Monika Bachmann an die Jugendlichen, die sich ihrerseits mit viel Applaus für die freundliche Aufnahme bedankten. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bedürften besonderer Unterstützung. Bachmann weiter: „Um den individuellen Hilfebedarf derer, die wir im Land aufnehmen, bedarfsgerecht feststellen zu können, ist es wichtig und notwendig, dass genügend Plätze in Clearinghäusern zur Verfügung stehen. Von daher geht mein Dank an die SHG, die schnell und unbürokratisch diese Clearingstelle einrichtet hat“.              

Für den Regionalverband Saarbrücken dankte der Beigeordnete Manfred Maurer dem Einsatz aller Beteiligten. St. Wendels Bürgermeister Peter Klär begrüßte die Neuankömmlinge ausdrücklich: „Wir haben mit der Aufnahme von Menschen aus anderen Kulturen gute Erfahrungen gemacht. Auf eine gemeinsame gute Zukunft!“.

Die personelle Besetzung der neuen Einrichtung verdeutlicht, worum es bei der Betreuung der Jugendlichen im Besonderen geht: die Aufdeckung und Behandlung eventueller seelischer Verletzungen, die bei der Flucht erlitten wurden. Sie treten oft erst nach Wochen oder Monaten zu Tage und können zu langfristigen Schädigungen führen, weiß Professor Dr. Eva Möhler, Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der SHG. Geleitet wird das Haus von Christian Hertel, Diplompädagoge und approbierter Psychotherapeut. Ihm zur Seite stehen eine arabischsprachige Kinder- und Jugendärztin, Pädagogen, Psychologen sowie Kräfte für Hauswirtschaft und Verwaltung.

Bildtext: Fröhlicher Empfang: Die Jugendlichen mit Sozialministerin Monika Bachmann und SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel (Bildmitte), links Hausleiter Christian Hertel.

Foto: SHG
25.8.2015


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