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Grenzüberschreitender Austausch von Auszubildenden und Lehrkräften

Ausbildungsinstitut für Krankenpflege in Saargemünd und SHG-Kliniken Völklingen unterzeichneten Partnerschaftsabkommen

Einen weiteren Schritt in ihrer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit haben die SHG-Kliniken Völklingen und das Ausbildungsinstitut für Krankenpflege in Saargemünd, IFSI (Institut de Formation en Soins Infirmiers), getan. Beide Einrichtungen unterzeichneten eine Partnerschaftsvereinbarung, die auf der bereits bestehenden Kooperation aufbaut und den planmäßigen gegenseitigen Austausch von Auszubildenden und Lehrkräften vorsieht.

Erstmals 2008 hatten IFSI und das Herzzentrum der SHG-Kliniken Völklingen eine Vereinbarung unterzeichnet, die es bislang 80 französischen Krankenpflegeschülern ermöglichte, im Rahmen ihrer Ausbildung ein fünfwöchiges Praktikum in Völklingen in Kardiologie und Herz-Thorax-Chirurgie zu absolvieren. Drei von ihnen wurden nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung am Herzzentrum übernommen.

Und es gibt einen weiteren grenzüberschreitenden Vertrag: 2013 haben das Forbacher Krankenhaus und die Völklinger Kliniken einen Vertrag geschlossen, der es französischen Herzinfarktpatienten der Gemeinden des Stadtverbands Forbach ermöglicht, sich auf der saarländischen Seite im Herzzentrum behandeln zu lassen. „Durch die drei zweisprachigen Pflegekräfte ist es möglich, die französischsprachigen Patienten besser zu betreuen“, betonte Monika Klein, Pflegedirektorin der SHG-Kliniken, bei der aktuellen Vertragsvereinbarung.

Peter Gillo, Direktor des Regionalverbandes Saarbrücken und Aufsichtsratschef der SHG, würde die Kooperation zwischen Herzzentrum und der Forbacher Klinik gerne auch auf das Saargemünder Krankenhaus ausweiten. Patienten aus den Gemeinden des Stadtverbands Saargemünd haben die Wahlfreiheit einer Behandlung im HerzZentrum bisher nicht. Sie müssen im Fall eines akuten Herzinfarkts nach Metz, Hagenau oder Straßburg gebracht werden. Was den Bürgermeister von Saargemünd und Abgeordneten der Nationalversammlung,  Celeste Lett, zu kritischen Worten  veranlasste.

„Hier gibt es keine Grenzen mehr. Wir sind ein zusammenhängendes Gebiet und grenzüberschreitende Projekte werden hier schon lange umgesetzt und gelebt. Das ist eine starke Welle, die von der Bevölkerung ausgeht und wir werden Kompetenzen weiter ausbauen und nutzen“, gab Lett seiner Zuversicht Ausdruck, dass sein Appell Widerhall bei der französischen Regierung findet.

Der neue Vertrag zwischen IFSI und den SHG-Kliniken Völklingen dokumentiert die Bestrebungen, die deutsch-französische Zusammenarbeit auszudehnen und zu intensivieren. Die Zusammenarbeit beschränkt sich nun nicht mehr alleine auf die Aufnahme französischer Praktikanten in Völklingen, sondern Pflegeschüler von dort absolvieren ebenfalls ein Praktikum im Saargemünder Centre Hospitalier Spécialisé (CHS), eins der größten psychiatrischen Krankenhäuser Frankreichs.

Außerdem halten die Lehrkräfte und Stationsleitungen in den jeweiligen Partnereinrichtungen Vorträge und Seminare, um den Schülern und Studenten das jeweilige andere Gesundheitssystem näherzubringen und sie fit für den Arbeitsmarkt im Nachbarland zu machen. „Der Vertrag gibt den rechtlichen Rahmen vor und zugleich Planungssicherheit für die Studierenden. Die Abschlüsse werden im jeweiligen Land anerkannt“, sagte Jean-Claude Kneib, Direktor der Krankenhäuser Saargemünd.

Im Rahmen der neu vereinbarten Kooperation zwischen IFSI und SHG-Kliniken werden Sprachkurse angeboten. Zudem sind gemeinsame Workshops mit den Auszubildenden geplant, damit sie gemeinsam Themen bearbeiten, persönliche Kontakte knüpfen und so die Sprache und Fachsprache anwenden. Gemeinsames Ziel: Die Auszubildenden sollen bessere Voraussetzungen haben, wohnortnah einen Arbeitsplatz zu finden. Dies ist besonders für die französische Seite interessant.

Und für die grenznahen Krankenhäuser ist es interessant, dass sich die Mitarbeiter der verschiedenen Abteilungen kennenlernen und austauschen, denn so kann man voneinander lernen. „Dies alles dient letztendlich einer qualitativ hochwertigen Versorgung der Patienten in unserer Grenzregion und fügt sich in die Idee des Eurodistrikts, die Grenze zu überwinden und Europa zu leben“, unterstrich Gillo.

Foto: SHG
17.11.2014


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