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Notfallaufnahme KJPP

 

Notfall-Aufnahme unter Sicherheitsbedingungen

KJPP Kleinblittersdorf und JVA Ottweiler verstärken Zusammenarbeit zur psychiatrischen Behandlung jugendlicher inhaftierter Patienten Kleinblittersdorf.

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie (KJPP) der Saarland-Heilstätten GmbH und die Justizvollzugsanstalt in Ottweiler wollen noch enger zusammenarbeiten. Bei der KJPP entstehen derzeit neue Räumlichkeiten, die es ermöglichen, aggressive Jugendliche von den anderen Patienten komplett getrennt und gut gesichert zu führen. „Die jugendlichen Klienten der JVA Ottweiler haben den Status von Patienten und einen Anspruch auf eine gegebenenfalls notwendige kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung. Diese ist jedoch in der JVA nicht möglich“, erläutert Dr. Carmen Kühn, Referatsleiterin im Justizministerium. In großen Bundesländern gibt es eigens Krankenhäuser, die für dissoziale entweichungsgefährdete Jugendliche in akuten psychischen Krisen - etwa der Gefahr eines Versuchs auf Selbsttötung oder psychotischen Erkrankungen - zur Aufnahme unter besonderen Sicherheitsbedingungen bereitstehen. Aufgrund des Versorgungsnotstands im Saarland hat man sich zur Zusammenarbeit mit der KJPP entschlossen. Die hierfür erforderlichen Investitionen in die besonders gesicherten Räumlichkeiten werden gemeinsam von der SHG, dem Träger der KJPP, und dem Justizministerium getragen. „Zu diesem Schritt ermutigt hat uns die anerkannte psychotherapeutische Kompetenz der KJPP“, betont Carmen Kühn. Auch Marco Bauer, Anstaltspsychologe der JVA Ottweiler, sieht in den eingeschlagenen Weg eine hilfreiche Lösung. „Unsere Aufgabe wird es nun sein, den jungen Menschen mit einer auf sie abgestimmten Therapie zu helfen“, sagte Professor Dr. Eva Möhler, Chefärztin der KJPP Kleinblittersdorf. „Die Herausforderung für uns bestand darin, eine Behandlungsmöglichkeit sicherzustellen, die gleichzeitig die Rahmenbedingungen einer Inhaftierung berücksichtigt“. Rund 50 000 Euro kostet es, das Zimmer mit Bad in der KJPP für die Aufnahme eines jugendlichen Strafgefangenen entsprechend den Sicherheitsbedingungen in Ottweiler herzurichten. Stationsleiter Achim Tinnes und die übrigen Patienten der KJPP können dabei auf ein räumlich abgetrenntes, in sich abgeschlossenes und gegen Ausbruch gesichertes System vertrauen. Rudolf Altmeyer, Verwaltungsdirektor der SHG-Kliniken Sonnenberg, dankte ausdrücklich für die finanzielle Beteiligung des Ministeriums. Begonnen hatte die Zusammenarbeit zwischen JVA und KJPP mit einem allgemeinen fachlichen Austausch. Dabei ging es insbesondere um Strategien zur Behandlung von Impulskontrolle und aggressiven Durchbrüchen bei Jugendlichen.

Foto:
Für dieses Zimmer werden in Kürze besondere Sicherheitsbedingungen gelten. Die Überwachungskamera ist bereits an der Decke installiert. Bei der Besichtigung: (v.l.n.r.): Dr. Carmen Kühn (Justizministerium), Klaus Hoffmann, Marco Bauer (JVA Ottweiler), Rudolf Altmeyer, Verwaltungsdirektor der SHG-Kliniken Sonnenberg, und Professor Dr. Eva Möhler, Chefärztin der KJPP Kleinblittersdorf.
Foto: SHG


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