AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

Kooperation Kurdistan

 

In der Psychiatrie gezielt voneinander lernen

SHG-Kliniken Sonnenberg und Psychiatrisches Krankenhaus in Erbil (Kurdistan) starten Kooperation – Kontinuierlicher Austausch von Fachkräften

Saarbrücken. Die SHG-Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken und das Psychiatrische Krankenhaus in Erbil in der autonomen irakischen Region Kurdistan wollen zukünftig eng zusammenarbeiten. Hierzu wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der den Austausch von Experten und Wissen in der Medizin - insbesondere in der Psychiatrie - vorsieht. Geplant sind gemeinsame Vorträge und Arbeitstagungen sowie klinischer Unterricht für Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen des Gesundheitswesens im Saarland und in Kurdistan. Die Vereinbarung gilt zunächst für drei Jahre.

„Die Zusammenarbeit wird von den Gesundheitsministerien beider Länder ausdrücklich begrüßt und unterstützt“, sagte SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel bei der Vertragsunterzeichnung in Saarbrücken. So habe sich Gesundheitsminister Andreas Storm gerne bereiterklärt, die Schirmherrschaft über die Kooperation zu übernehmen. Zuvor waren die Verträge auch schon in Erbil unterschrieben worden.

Im Einzelnen sieht der Vertrag zunächst vor, dass Kurdistan jährlich mindestens vier Mitarbeiter aus dem Bereich der Psychiatrie für einige Wochen ins Saarland schickt. Hier sollen sie ein Training „in den verschiedenen Gebieten seelischer Gesundheit in Übereinstimmung mit den Vorgaben und Erfordernissen des Gesundheitsministeriums der kurdischen Regionalregierung“ erhalten.     
      
Im Gegenzug soll aus dem Saarland eine gleich große Zahl von Fachkräften nach Kurdistan entsandt werden. Sie sollen dort medizinisches Personal sowie Studenten und Auszubildende schulen und berufliche Kenntnisse und Wissen über seelische Gesundheit vermitteln.

„Es geht uns auch darum, mehr interkulturelle Kompetenz zu gewinnen“, sagte Dr. Wolfgang Hofmann, Chefarzt der Psychiatrie und Ärztlicher Direktor der SHG-Kliniken Sonnenberg. „Zwischen unseren Psychiatrien gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Bestimmte Krankheitsbilder verlaufen in Kurdistan anders. Das ist für uns besonders wichtig, wenn wir von dort stammende Patienten behandeln müssen“.    

Dr. Saman Hamid, Chefarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik in Erbil, sieht bei vielen psychisch Erkrankten in seiner Heimat auch Folgen aus dem Irak-Krieg. „Auf jeden Fall schätzen wir uns glücklich, in der Zusammenarbeit voneinander profitieren zu können. Wir sehen in der Kooperation keine Einbahnstraße“, betonte Hamid.


Bildtext:
Sie unterzeichneten den Kooperationsvertrag (v.l.n.r.): Alfons Vogtel (Geschäftsführer der SHG), Dr. Rawisht Rasheed (Koordinator der Zusammenarbeit für das kurdische Gesundheitsministerium), Dr. Wolfgang Hofmann (Chefarzt der Psychiatrie und Ärztlicher Direktor der SHG-Kliniken Sonnenberg), Dr. Saman Hamid (Chefarzt der Psychiatrischen Universitätsklinik Erbil), Dr. Kurt Wahrheit (Geschäftsführer der SHG) und Rudolf Altmeyer (Verwaltungsdirektor der SHG-Kliniken Sonnenberg).   

Foto: SHG

18.4.2013


Pressemitteilung - Download als PDF

Zurück zur Übersicht Pressemitteilungen