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Orthopäden im Klinikum Merzig informierten über Gelenkersatz

 

Wenn der Schmerz unerträglich wird

Orthopäden im Klinikum Merzig informierten über Gelenkersatz

Merzig. Es trifft nicht nur Ältere, sondern häufig auch Jüngere und Menschen im mittleren Lebensalter: Eine Abnutzung der Gelenke, eine so genannte Arthrose, ist keine Erkrankung des hohen Alters. Nur etwas mehr als die Hälfte aller Patienten, die in Deutschland einen Gelenkersatz erhalten, sind über 60 Jahre. So waren auch viele jüngere Leute unter den Gästen, die sich im SHG- Klinikum Merzig zu einer Informationsveranstaltung über die Therapie von Arthrosen eingefunden hatten.

Klaus Johann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, informierte die Zuhörer nicht nur über die Möglichkeiten des Gelenkersatzes, sondern auch über konservative Therapiemöglichkeiten, also die Behandlung von Arthrosen ohne Operation, und über die Möglichkeiten gelenkerhaltender Operationen. Denn wann der Zeitpunkt zum Ersatz eines Gelenkes gekommen ist, entscheidet laut Johann einzig und alleine der Patient. „Der richtige Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn er feststellt, dass er mit seiner Lebensqualität nicht mehr zufrieden ist“, betonte der erfahrene Orthopäde.
 
Die Hüfte ist derzeit das am häufigsten ersetzte Gelenk. Aber auch Knie-, Schulter- und Sprunggelenke würden immer häufiger ersetzt, erläuterte Johann und stellte auch diese Möglichkeiten vor. Schnell entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit den Zuhörern, in der Johann zum Teil auch sehr persönliche Fragen beantwortete. Beispielsweise die Frage nach der Haltbarkeit einer Hüftprothese. Rund 15 Jahre rechnen die Fachleute derzeit. Dass sich eine Prothese nach dieser Zeit lockere, liege an der normalen Knochenalterung, erläuterte der Chefarzt. Keine Bedenken hat er, im Bedarfsfall auch jüngeren Leuten eine solche Gelenkprothese einzubauen: „Es gibt heutzutage viele verschiedene Arten von Prothesen. Auch bei einer dritten Operation in rund 30 Jahren wird man immer ein passendes Modell finden, das einen guten Halt bekommt.“

Verunsichert waren viele Zuhörer durch Nachrichten über „Rückrufaktionen“. Ein zentrales Register, das die Qualitätssicherung überwacht, sei wünschenswert, so Johann. „Als ausgewiesene Prothesen-Klinik nehmen wir jedoch schon jetzt an der Qualitätssicherung teil“.

Neu ist im Klinikum ist das „Rapid Recovery Programm“, mit dem Patienten noch schnellere und bessere Genesung finden sollen. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die bestmögliche Information der Patienten. Deshalb absolvieren sie bereits im Vorfeld Schulungen, damit jeder genau weiß, was auf ihn zukommt. Johann: „Wenn sie beispielsweise bereits vorher mit den Gehhilfen üben, ist das viel besser, als wenn sie das erst nach der OP tun.“ Jeder Patient bekommt einen persönlichen Begleiter, der ihn vor, während und nach der OP betreut. Auch Familienmitglieder oder Freunde werden in den gesamten Ablauf eingebunden.

Bewährt habe sich, so Johann, ähnliche Operationen an einem Tag zusammen zu fassen und die Patienten dann in einer Gruppe gemeinsam zu betreuen. „Je früher sie nach der Operation aufstehen, desto besser. Die Bewegung tut ihnen gut“. Das Programm sei jedoch nicht darauf angelegt, die Patienten so früh wie möglich nach Hause zu entlassen. „Aber das Programm hat gezeigt, dass Sie zufriedener mit der Situation sind und deshalb auch früher nach Hause wollen.“


14.3.2013


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