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Pressemitteilung SB EvG Symposium

 

Die Verzahnung von Schulmedizin und naturheilkundlichen Verfahren überzeug

Alterskrankheiten standen im Mittelpunkt eines Symposiums der Ellenruth von Gemmingen-Klinik

Saarbrücken. In der Ellenruth von Gemmingen-Klinik, eine Abteilung der Klinik für Geriatrie der SHG-Kliniken Sonnenberg, werden Patienten mit einer Kombination aus Schulmedizin und naturheilkundlichen Verfahren behandelt. „Mit großem Erfolg“, wie SHG-Geschäftsführer Alfons Vogtel anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Klinik erfreut feststellte. Zur Feier des Tages hatte die Klinik zu einem Symposium rund um das Thema „Altern“ eingeladen. Vor 85 Gästen, darunter mehr als die Hälfte niedergelassene Ärzte und Krankenhaus-Mediziner, sprachen Professor Dr. Bernd Kleine-Gunk und Dr. Franz Enzmann über neueste Erkenntnisse zu Vorbeugung und Therapie bei Alterskrankheiten.

Die „Elli-Klinik“, wie Vogtel das Haus liebevoll nannte, sei ein Erfolgsmodell. Die gleichzeitige Anwendung schulmedizinischer und naturheilkundlicher Verfahren verhelfe vielen geriatrischen Patienten wieder zu einem schmerzfreien und selbstständigen Leben. Zu verdanken sei dies vor allem Freifrau Ellenruth von Gemmingen-Hornberg, einer Enkelin Hermann Röchlings, die die Klinik durch ihre Stiftung ermöglicht hat. Auch heute schießt die Stiftung regelmäßig einen Betrag zum Betrieb der Klinik zu, sehr zur Freude auch von Chefarzt Dr. Rainer Scheel. Er hat das Haus baulich und medizinisch konzipiert und wirkt im Kuratorium der Stiftung mit. 

„ich wünsche dem deutschen Gesundheitswesen dringend mehr Privatinitiativen wie die von Ellenruth von Gemmingen“, betonte Vogtel, derzeit auch Vorsitzender der Saarländischen Krankenhausgesellschaft. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass rund ein Drittel aller Kliniken in Deutschland tiefrote Zahlen schreibt und ein weiteres Drittel gerade eine Nullsumme erwirtschaftet, „eine Herausforderung, der sich endlich auch die Politik stellen muss“.

Der über fünf Millionen teure Klinikneubau der Ellenruth von Gemmingen-Klinik wurde konsequent nach neuesten Erkenntnissen der Baubiologie umgesetzt und in der Farbgebung nach den Grundsätzen des Feng-Shui gestaltet. Die Großzügigkeit zeigt sich beispielsweise darin, dass sich die Krankenzimmer zu einem zentralen Marktplatz hin öffnen, wo sich die Patienten treffen und auch gemeinsame Mahlzeiten einnehmen können.

„Schon die freundliche Gestaltung des Gebäudes trägt zur Heilung unserer Patienten bei“, betonte Chefarzt Dr. Bernd Gehlen vor den Gästen bei einer Führung durch die Klinik. „Eigentlich sollte jedes Krankenhaus so aussehen“, stellte eine niedergelassene Ärztin fest und erntete damit rege Zustimmung ihrer Kollegen.
Bei den jährlich rund 400 Patienten kommt das Konzept jedenfalls gut an: „Die Nachfrage der einweisenden Ärzte nimmt ständig zu“, sagte Verwaltungsdirektor Rudolf Altmeyer.
 
Altern sei ein Prozess, der sich aus vielen Faktoren zusammensetzt, erläuterte dann Bernd Kleine-Gunk in seinem Vortrag „Anti-Aging: Hoffnung, Hybris oder Humbug?“
Es gebe beim Altern „einige Stellschrauben, an denen wir drehen können“, erläuterte der Präsident der „German Society of Anti-Aging Medicine“. Ganz wichtig: Humor und eine relaxte Lebenshaltung. Kleine-Gunk informierte die Symposiumsteilnehmer über die neuesten Forschungsergebnisse beim Einsatz von Mikronährstoffen, Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Fettsäuren sowie die neuesten Erkenntnisse im Bereich der Hormonersatztherapien und darüber, wieso Männer statistisch gesehen früher sterben.

Interessant hierzu die „Klosterstudie“, die aufzeigte, dass Mönche unter denselben Lebensbedingungen wie Nonnen genau so lange wie diese leben, so Kleine-Gunk. „Und durch den Wegfall externer Stressoren leben beide deutlich länger als die Normalbevölkerung“. Eine gute Stressbewältigung ist ein Geheimtipp des Experten, und auch der einfache Ratschlag „Kalorienbewusst essen und sich regelmäßig bewegen“.

Über den Einsatz so genannter „mitotropen Substanzen“ zur Vorbeugung und Reparatur von Zellschädigungen berichtete dann Franz Enzmann in seinem Vortrag „Neuroprotektion als zentrales Thema der mitochondrialen Medizin.“ Enzmann gilt als einer der Pioniere in der Zellforschung

5.2.2013

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