AAA    Standort    

Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

Druckersymbol  

Reha - 30 Jahre Tiefental

 

30 Jahre Klinik Tiefental

Seit 30 Jahren gibt es die Klinik Tiefental - heute Teil des Zentrums für psychotherapeutische Rehabilitation der SHG - am Fuße des Sonnenbergs in Saarbrücken. Zählt man die Zeit davor am Standort Ludweiler hinzu, besteht die Einrichtung sogar schon seit 40 Jahren. Ziel über die Jahrzehnte: Menschen von ihrer Abhängigkeit, etwa von Drogen oder Alkohol, soweit zu befreien, dass sie wieder ins Arbeitsleben eingegliedert werden können, wieder „ganz normal“ am gewohnten Alltag teilhaben können. 80 Plätze hat die Fachklinik für Psychosomatik und Abhängigkeitserkrankungen, in der ein multiprofessionell zusammengesetztes Team aus Ärzten, Diplompsychologen, Sozialpädagogen, Ergo- und Arbeitstherapeuten, Musiktherapeut, Sporttherapeuten und Pflegekräften pro Jahr rund 400 Patienten betreut.     

Bei der Jubiläumsfeier ging es auch um eine neue Ausrichtung. Konzeptionell befindet sich die Einrichtung im Umbruch, erfuhren die zahlreich anwesenden Gäste. Individueller und intensiver sollen die Therapien werden. Sowohl für Menschen im Arbeitsverhältnis als auch für Arbeitslose soll es gezielte Therapieangebote geben, in denen berufsbezogene Probleme bearbeitet werden können. Ein neuer Schwerpunkt wird auf körpertherapeutischen Therapien und Entspannungsverfahren liegen. Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Work-Life-Balance sind hier die Stichworte.

Für Menschen im Arbeitsverhältnis werden auch verstärkt Therapien zur Vorbereitung der Wiederaufnahme der Arbeit angeboten. Bei Arbeitslosen werden zusätzliche diagnostische Verfahren eingesetzt, um Probleme der beruflichen Integration zu erfassen. Durch gezieltes Arbeitstraining soll die Leistungsfähigkeit gefördert werden. Bis Mitte 2016 soll das neue therapeutische Konzept stehen, kündigte Chefärztin Dr. Christa Balzer an.

Die Klinik jedenfalls wird weiterhin bestehen bleiben, waren sich der SHG-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Gillo und Geschäftsführer Alfons Vogtel einig. Tiefental leiste „fundierte inhaltliche Arbeit“ für und mit den Rehabilitanden, dafür gelte es insbesondere auch den Beschäftigten zu danken, betonte Vogtel. Es sei aber auch „zunehmend finanzieller Druck“ zu verspüren, die Fixkosten schlügen immer mehr zu Buche, was die geringen Pflegesätze kaum ausglichen. Vogtel zeigte sich dennoch zuversichtlich: Mit neu zugeschnittener inhaltlicher Ausrichtung und Unterstützung der Aufsichtsgremien werde die Existenz der Klinik gesichert.   
              
Gillo wies auf die besondere Bedeutung der Wiedereingliederungsmaßnahmen für die Rehabilitanden hin: „Es geht um die Wiederherstellung von Teilhabe in Familie, Gesellschaft und Beruf für Menschen, die sich mit ihrer Abhängigkeit an den Rand ihrer eigenen Existenz gebracht haben. Für sie müssen wir gesellschaftliche Eingliederung leisten, indem wir sie aus ihrer Erkrankung holen und sie auch dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stellen“.

Auf großes Interesse der Zuhörer, darunter auch die SHG-Aufsichtsratsmitglieder Robert Hiry und Michael Schley, stieß der Fachvortrag des Suchtexperten Helmut Kuntz. Sein Thema „An den Rändern der Welt“ befasste sich mit den „verlorenen Menschen im Suchthilfesystem“, die die helfenden und heilenden Berufe vermehrt vor besondere menschliche und fachliche Herausforderungen stellen.

Bildtext:
Blicken optimistisch in die Zukunft (v.l.n.r.): SHG-Aufsichtsratsvorsitzender Peter Gillo, Geschäftsführer Alfons Vogtel, Chefärztin Dr. Christa Balzer, die leitende Psychotherapeutin Eva Hoffmann und der Leiter der SHG-Reha-Bereiche, Martin Stoiber.

Fotos: SHG
12.11.2015

Pressemitteilung - Download als PDF

Zurück zur Übersicht Pressemitteilungen